07.11.2017 - Perfekt sein, wenn es darauf ankommt

Mit Hilfe einer menschenähnlichen Patientenpuppe übte das Team Notfälle. In diesem Fall die Versorgung eines Bauchaortenaneurysmas.

Wird ein Patient als Notfall in die Klinik eingeliefert ist Eile geboten.

Dabei sollte alles perfekt laufen, um dem Menschen schnell und richtig helfen zu können. Doch wo Menschen arbeiten, kann in Stresssituationen leider auch etwas schief gehen. Zum Beispiel weil die Kommunikation zwischen Rettungsdienst und Krankenhauspersonal nicht stimmt oder es im Eifer des Gefechts zu falschen Entscheidungen kommt. Um zu überprüfen, was in der Kerckhoff-Klinik bereits gut läuft und wo das Team noch besser werden will, fanden intensive Übungen mit den Mitarbeitern des Simulationszentrums Mittelhessen statt.
Das auf Notfallübungen speziell eingestellte Fortbildungsteam aus Marburg brachte dazu allerhand Gerätschaften auf die Intensivstation des Spezialkrankenhauses mit. Darunter eine menschenähnliche Patientenpuppe, Kameras und Mikrofone. Mit all dem Equipment werden  Notfälle ganz realistisch nachgestellt.

„Auch wenn die Mitarbeiter in der Kerckhoff-Klinik gut ausgebildet sind, so ist es immer wichtig sich zu hinterfragen. Dafür sind wir offen.“, so Cem Cevik, der Leiter der Intensivstation der Kerckhoff-Klinik.

Die Möglichkeiten der Notfälle, die grundsätzlich vom Marburger Team simuliert werden können, sind vielfältig. Vom Herzinfarkt über ein Bauchaortenaneurysma bis hin zum Schlaganfall. Die Trainings finden dabei immer in den Räumen, in denen die Notfälle auch im Arbeitsalltag ankommen und behandelt werden statt. So wurde in der Kerckhoff-Klinik ein Schockraum auf der intensivmedizinischen Einheit zum Übungsraumraum, in dem Ärzte und Pflegekräfte mehrere Notfallübungen realistisch durchspielten. Während jeweils eine Gruppe von Ärzten und Pflegekräften den Fall lösten, schauten Kollegen sowie die Verantwortlichen des Simulatonszentrums in einem Nachbarzimmer auf Fernsehbildschirme genau zu, wie sie die Notfallübung meisterten. Direkt im Anschluss an die Übung kamen alle Beteiligte zu einer Nachbesprechung, dem sogenannten Debriefing zusammen.

„Es war eine tolle Möglichkeit für uns als Team zu erkennen, wo unser Stärken liegen und wo wir im Sinne des Patienten noch besser werden wollen“, so Heiko Bickel, Krankenpfleger in der Anästhesieabteilung der Kerckhoff-Klinik.
Um möglichst vielen Mitarbeiter der interdisziplinären Intensivstation, die eine der größten in ganz Hessen ist, die Möglichkeit der Fortbildung zu geben ist für Dezember bereits ein weiterer Termin in diesem Jahr festgelegt worden.

 
 
 
 
 

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