12.12.2017 - Herzeingriffe auch bei sehr alten Patienten möglich

v.l. Dr. Christoph Wiedenroth, Dr. Katharina Madlener, Prof. Dr. Christian Hamm, Dr. Mani Arsalan, Dr. Klaus Frommer

Bereits zum achten Mal wurde der Publikationspreis des Fördervereins Freunde und Förderer der Kerckhoff-Klinik für herausragende wissenschaftliche Veröffentlichungen an der Kerckhoff-Klinik verliehen. Ausgezeichnet wurden diesmal Mitarbeiter aus der Herzchirurgie, Rheumatologie und Thoraxchirurgie.
„An den ausgezeichneten Arbeiten sehen wir, welche hervorragenden Leistungen die Mitarbeiter auch auf wissenschaftlicher Basis in der Kerckhoff-Klinik, neben ihrer klinischen Tätigkeit hier, erbringen“, betont Prof. Dr. Christian Hamm, Chefarzt der Abteilung für Kardiologie und Ärztlicher Direktor der Klinik. Der Preis, der mit 2500 Euro dotiert ist, wird alljährlich von Hamm gestiftet. Er wurde im Rahmen einer überregionalen Fortbildungsveranstaltung von Dr. Katharina Madlener, Vorsitzende des Fördervereins und Direktorin der Abteilung Labormedizin und Krankenhaushygiene an der Bad Nauheimer Fachklinik vergeben.
In diesem Jahr erreicht Dr. Mani Arsalan für seine wissenschaftlichen Forschungsergebnisse mit dem Titel „Should transcatheter aortic valve replacement be performed in nonagenarians? Insights from the STS/ACC TVT registry“, die im März 2016 in der Zeitschrift „Journal of the American College of Cardiology“ veröffentlicht wurden, den ersten Platz. Madlener fasst den Inhalt der prämierten Arbeit auf der Veranstaltung „Kerckhoff Update“ vor vielen Ärzten aus der Region zusammen. „Die Arbeit untersuchte, wie sehr alte Patienten einen Eingriff am Herzen verkraften. Bei über 3700 Patienten mit einem Alter von über 90 wurde mittels eines Katheters eine Aortenklappe implantiert. Die Daten aus der Studie zeigten, dass die älteren Patienten im Vergleich zu den jüngeren eine längere Erholungsphase benötigten, Die Lebensqualität war aber danach mit der Lebensqualität von jüngeren Patienten vergleichbar. Die Forscher schlossen daraus, dass eine kathetergestütze Aortenklappenimplantation auch bei sehr alten Patienten eine Option ist.
Den zweiten Preis erhielt PD Dr. rer. nat. Elena Neumann aus der rheumatologischen Abteilung. Die dritte Auszeichnung erhielt Dr. Christoph Wiedenroth, ein Thoraxchirurg der Kerckhoff-Klinik.
Der Publikationspreis wird jährlich an das Forscherteam aus der Kerckhoff-Klinik vergeben, das seine Arbeit am besten veröffentlichen konnte. Hierfür gibt es ein weltweit genutztes Punktesystem, den sogenannten „Impact-Faktor“. „Je höher die erreichte Punktzahl ist, desto häufiger wird die Arbeit weltweit gelesen und desto höher ist die internationale Anerkennung“ erklärt Hamm. „Alle prämierten Arbeiten belegen eindrucksvoll das hohe, international anerkannte Niveau der Forschung an der Kerckhoff-Klinik“. Die Preisvergabe soll das Engagement der Forscher in den Mittelpunkt stellen, die sich neben ihrer Arbeit am Patientenbett noch wissenschaftlich betätigen.
Der Verein der Freunde und Förderer ist gemeinnützig. Zu seinen aktuell 94 Mitgliedern zählen Angehörige und Patienten sowie Mitarbeiter der Kerckhoff-Klinik und andere interessierte Personen. Er hat sich zum Ziel gesetzt, die Klinik in gemeinnütziger Art und Weise zu unterstützen. Hierbei stehen die Förderung der freien Forschung und sozialer Projekte im Mittelpunkt.

 
 
 
 
 

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