02.12.2019 - Eröffnung Aortenzentrum am Campus Kerckhoff

V. li.: Prof. Dr. C. Hamm, Dr. S. Classen, Prof. Dr. M. Schönburg

Schon lange praktiziert – seit dem 1. Dezember 2019 offiziell:

Die Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim etabliert das „Aortenzentrum am Campus Kerckhoff“ – mit modernster OP-Ausrüstung. Das Besondere: Hier arbeiten Experten der Gefäß- und der Herzchirurgie gemeinsam mit Kardiologen und Angiologen zusammen, um die hochspezialisierte Versorgung bei der Behandlung der komplexen Krankheiten an der Hauptschlagader zu gewährleisten. Bereits seit vielen Jahren deckt die Kerckhoff-Klinik das gesamte Spektrum der Gefäßmedizin ab und hat im Bereich der Brustkorb- und Bauchaorta hessenweit ein Alleinstellungsmerkmal.
Unter der Leitung von Dr. Simon Classen, Direktor des Harvey Gefäßzentrums, Prof. Dr. Christian Hamm, Ärztlicher Leiter und Direktor der Abteilung Kardiologie sowie Prof. Dr. Markus Schönburg, kommissarischer Chefarzt der Herzchirurgie der Kerckhoff-Klinik gehört das neue Aortenzentrum am Campus Kerckhoff zu den ganz wenigen Spezialzentren in Deutschland, welche nicht das Zwerchfell als anatomische Grenze sehen. Dies ist essenziell, insbesondere vor dem Hintergrund der vielschichtigen Aortenerkrankungen wie Aussackungen (Aneurysmen) oder Einrisse (Dissektionen).

Von der Diagnostik bis zur Therapie, von der Operation bis zur Nachkontrolle, von der Intensivbehandlung bis zur Nachbetreuung in der angegliederten Rehabilitations-Abteilung – die Spezialisten der Kerckhoff-Klinik arbeiten von Beginn an Hand in Hand. Der Austausch unter den Medizinern und dem medizinischen Fachpersonal zur Behandlung erfolgt stringent, zeitnah und auf einem hohen Qualitätsniveau zum Wohl der Patienten.
„Wir sind stolz darauf, das Aortenzentrum am Campus Kerckhoff jetzt offiziell zu etablieren“, freut sich Dr. Simon Classen. Auch Prof. Dr. Christian Hamm und Prof. Markus Schönburg heben den interdisziplinären Ansatz hervor, der in der Klinik bereits in anderen Bereichen erfolgreich gelebt wird. „Die Bildung und Weiterentwicklung von Zentren spielt für die Qualitätssicherung eine bedeutende Rolle – und unsere Patienten können sich darauf verlassen, dass sie sich von Beginn an in den besten Händen befinden und umfassend behandelt werden“, betont Prof. Hamm.


Beste Überlebenschancen in hochspezialisiertem Aortenzentrum
Erkrankungen der Hauptschlagader (Aorta) sind potentiell lebensbedrohlich und stellen eine enorme Herausforderung in der Diagnostik und Behandlung dar. Aussackungen (Aneurysmen) und Einrisse (Dissektionen) in der Gefäßwand gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern. Aussackungen werden meist zufällig entdeckt, können aber geplant versorgt werden. „Patienten mit Rissen in der Wand der Hauptschlagader hingegen kommen häufig als Notfälle in die Klinik und müssen zum Teil sofort operiert werden, denn dann besteht absolute Lebensgefahr“, berichtet Dr. Classen. Und um eine optimale Notfallversorgung zu gewährleisten, kommt es entscheidend darauf an, dass sowohl die Operierenden als auch die Klinik mit dem gesamten Team über möglichst viel Erfahrung mit Eingriffen an der Aorta und über die dafür notwendigen medizinischen Vorrichtungen und kurze Wege verfügen.
„Aufgrund zahlreicher Fortschritte in der Herz- und Gefäßmedizin sowie modernster technischer Ausstattung sind wir in unserem hochspezialisierten Aortenzentrum in der Lage, alle Erkrankungen der Hauptschlagader schnell und sicher zu behandeln, so dass unsere Patienten auch im Notfall die besten Überlebenschancen haben,“ so Prof. Schönburg.

 
Herausragende Notfallversorgung dank Hybrid-OP
Über eine Notaufnahme mit dem jederzeit einsatzbereiten CT können Notfallpatienten innerhalb von wenigen Minuten in den Hybrid-OP gelangen. Dieser hochmoderne OP-Saal bietet unter anderem eine exzellente Röntgen-Bildgebung, die dem operierenden Team bei der Operation dreidimensionale Bilder der Gefäße liefert und damit die rasche Versorgung der Gefäße ermöglicht. Weiterer Pluspunkt ist die daraus resultierende Möglichkeit, sowohl offene als auch neueste, minimal-invasive Operationen innerhalb des Gefäßes (endovaskulär) an der gesamten Aorta vorzunehmen. Bei diesen Eingriffen werden die beschädigten Stellen in der Gefäßwand durch Prothesen oder Stents (Gefäßstützen) überbrückt.
Um den besonderen Umständen und Bedürfnissen dieser Patienten gerecht zu werden, bietet die Kerckhoff-Klinik neben seinen üblichen Aortensprechstunden auch separate Kontrollsprechstunden an. „Denn mit der Operation ist vielleicht das Leben des Patienten gerettet, aber die Behandlung noch lange nicht beendet“, betont Dr. Classen.

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