31.10.2019 - Der Sekunden-Herztod: plötzlich und unerwartet

Anzeichen eines Herzinfarktes

 

  • Kerckhoff-Klinik bietet kostenlose Seminare für Patienten, Angehörige und Interessierte im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung an

  • Keine Angst vor Wiederbelebung! Jeder kann Leben retten

 

Der plötzliche Herztod reißt Menschen buchstäblich aus dem Leben. Innerhalb von Augenblicken kippen die Betroffenen um, binnen Minuten sind sie nicht mehr am Leben. 65.000 Menschen erleiden jedes Jahr in Deutschland eine Herzattacke, 60.000 sterben daran. Unter dem Motto „Plötzlicher Herztod – Wie kann ich mich davor schützen?“ im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung, engagiert sich die Kerckhoff-Klinik auch in diesem Jahr wieder aktiv bei der bundesweiten Aufklärungskampagne.
Der plötzliche Herztod ist in aller Regel kein schicksalhaftes Ereignis, vor dem es kein Entkommen gibt, sondern Komplikation einer meist langjährigen Herzerkrankung, wobei das Spektrum der zugrundeliegenden Erkrankung zumeist altersabhängig ist. Auffällig dabei: Männer sind immer noch deutlich gefährdeter als Frauen.

Seminare

Anlässlich der Herzwochen veranstaltet die Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Hamm, Ärztlicher Direktor der Kerckhoff-Klinik und Direktor der Abteilung Kardiologie, zwei kostenlose Seminare und eine Telefonaktion für Patienten, Angehörige und Interessierte.  Ziel ist es, so viele Menschen wie möglich darüber aufzuklären, wie es zu den bedrohlichen Herzkrankheiten kommt, mit welchen Symptomen sie sich bemerkbar machen und wie man sich am effektivsten vor dem plötzlichen Herztod schützt. Außerdem werden leicht erlernbare Übungen zur Wiederbelebung präsentiert, denn: Jeder kann Leben retten!
„Das Risiko für einen plötzlichen Herztod nimmt mit steigendem Lebensalter zu. Besonders gefährdet sind Menschen mit einer Herzerkrankung, die vorher nicht bekannt war“,  betont PD Dr. Johannes Sperzel, leitender Oberarzt der Abteilung Kardiologie in der Kerckhoff-Klinik. „Unser diesjähriges Angebot an Experten-Vorträgen und der Möglichkeit, sich auch telefonisch zu informieren, soll dabei unterstützen, so viele Menschen wie möglich vor einem solchen Schicksal zu bewahren.“

 

Programm in der Kerckhoff-Klinik

  • Samstag, 09.11.2019, 09:00 – 13:00 Uhr,
    Bedrohliche Herzrhythmusstörungen: Wie schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod?               
    Das halbtägige Seminar mit wichtigen Vorträgen und leicht erlernbaren Übungen zur Wiederbelebung und Infoständen findet im Reha-Zentrum der Kerckhoff-Klinik, Ludwigstr. 41 in Bad Nauheim statt.
  • Mittwoch, 20.11.2019, 16:00 – 18.00 Uhr,
    Was sie schon immer über den plötzlichen Herztod wissen wollten – Fragen und Antworten.
    Zweistündiges Seminar im Reha-Zentrum der Kerckhoff-Klinik, Ludwigstr. 41. mit unseren Kardiologen PD Dr. Johannes Sperzel und Dr. Andreas Hain sowie Herzchirurg Dr. Heiko Burger
  • Telefonaktion, Dienstag, 26.11.2019, 16:00 – 18:00 Uhr,
    Stellen Sie Ihre Fragen: PD Dr. Johannes Sperzel, Kardiologie, Dr. Andreas Hain, Kardiologie und Herzchirurg Dr. Heiko Burger geben am Telefon Auskunft. Tel: 06032 / 996 7000

 

Wie kommt es zum plötzlichen Herztod?

Unmittelbar eingeleitet wird der plötzliche Herztod vor allem durch das plötzliche Auftreten der bösartigsten Herzrhythmusstörung – dem Kammerflimmern. Diese führt innerhalb weniger Sekunden zum Kreislaufkollaps: Das Herz hört auf zu schlagen, der Blutdruck sinkt auf „Null“. Der Patient verspürt nach vier Sekunden eine „Leere“ im Kopf. Nach acht Sekunden bricht er bewusstlos zusammen. Nach zwei bis drei Minuten hört er auf zu atmen. Nach ca. zehn Minuten tritt der Tod ein.
„Wir müssen alles daran setzen, um Menschen davor zu schützen. Die beste Strategie gegen den plötzlichen Herztod lautet, Herzerkrankungen – allen voran die Herzkranzgefäßerkrankung und ihre Risikofaktoren – frühzeitig zu erkennen und zu behandeln“, so Prof. Dr. Christian Hamm, Ärztlicher Direktor der Kerckhoff-Klinik und Direktor der Abteilung Kardiologie. „Daher raten wir Männern und Frauen ab 40 regelmäßige Früherkennungs-Check-Ups durchführen zu lassen. Sollte eine familiäre Belastung vorliegen, sogar noch früher.“ Denn auch jüngere Menschen kann es treffen, wenn auch seltener. Die Ursachen sind meist Herzmuskelentzündungen, angeborene Herzfehler, genetisch bedingte Herzerkrankungen oder Drogenkonsum.

Herzzentrum der Kerckhoff-Klinik

Die Kardiologie im Herzzentrum der Klinik  zählt zu den größten Spezialabteilungen für kardiovaskuläre Erkrankungen in Deutschland. Jährlich suchen über 20.000 Patienten aus dem In- und Ausland die kardiologische Abteilung der Kerckhoff-Klinik auf, um sich von hochqualifizierten Fachärzten nach den neuesten medizinischen Standards untersuchen und behandeln zu lassen.  Die Abteilung verfügt über alle modernen diagnostischen und therapeutischen Verfahren im Bereich Kardiologie.
In der Herzchirurgie werden jährlich über 3000 Patienten operativ versorgt. Neben der Aorten-, Bypass und Klappenchirurgie ist der Bereich der Elektrochirurgie (Implantation von Herzschrittmachern u. Defibrillatoren) führend in Deutschland.
Um für den Patienten ein individuelles und optimales Behandlungskonzept zu entwickeln, arbeiten Kardiologen und Herzchirurgen im sogenannten „Herzteam“ eng zusammen. Ergänzend verfügt die Kerckhoff-Klinik über eine eigene Abteilung für Psychokardiologie, die Patienten vor und nach Erkrankungen des Herzens, nach Herzoperationen oder gar einer Herztransplantation psychologisch unterstützt und so die ganzheitliche Betreuung der Patienten sicherstellen kann.

Über die Herzwochen

Unter dem Motto „Bedrohliche Herzrhythmusstörungen: Wie schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod?“ stehen die bundesweiten Herzwochen, initiiert von der Deutschen Herzstiftung, vom 1. bis zum 30. November 2019. In den Herzwochen beantworten Herzspezialisten in Herz-Seminaren, bei Gesundheitstagen sowie in Telefon- und Online-Aktionen häufige Fragen von Patienten und informieren mit Kurz-Schulungen in Kliniken. Die Herzwochen bieten Betroffenen und Angehörigen sowie Fachkreisen und Medien die Möglichkeit, sich kompetent und laienverständlich über wichtige Fragestellungen zu informieren.
Über die Kerckhoff-Klinik GmbH
Die Kerckhoff-Klinik ist mit etwa 400 Akut- und 130 Reha-Betten eines der größten Schwerpunktzentren für die Behandlung von Herz-, Lungen-, Gefäß- und Rheumaerkrankungen sowie Transplantations- und Rehabilitationsmedizin in Deutschland mit exzellentem Ruf und internationalem Renommee. Zudem ist die Bad Nauheimer Klinik das Zentrum für thorakale Organtransplantationen (Herz und Lunge) in Hessen. Im Jahr werden rund 15.000 Patienten stationär und 35.000 ambulant versorgt. Als gemeinnützige GmbH und wird sie von der Stiftung William G. Kerckhoff, Herz-, und Rheumazentrum Bad Nauheim getragen. In der Stiftung sind das Land Hessen, die Max-Planck-Gesellschaft, die Stadt Bad Nauheim und die ursprüngliche Kerckhoff-Stiftung vertreten. Seit 2018 ist die Kerckhoff-Klinik Campus der Justus-Liebig-Universität Gießen und beteiligt sich auch an der klinischen Ausbildung der Studierenden an der JLU Gießen. Das Schwerpunktzentrum ist mit 1400 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber der Stadt Bad Nauheim. www.kerckhoff-klinik.de

 
 
 
 
 

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