PRESSEMITTEILUNGEN & PRESSEBILDER

PRESSEMITTEILUNGEN 2020

Kerckhoff-Klinik: Das schwache Herz - schleichend und tückisch- PM 15/ 2020

 

Kerckhoff-Klinik bietet kostenlose Telefon-Aktionen für Patienten, Angehörige und Interessierte an 
•    Erste Warnzeichen unbedingt ernst nehmen

Herzschwäche ist eine ernste und tückische Erkrankung, die sich meistens schleichend bemerkbar macht. Pro Jahr müssen rund 465.000 Menschen wegen einer Herzschwäche im Krankenhaus behandelt werden, rund 40.000 sterben daran. Unter dem Motto „Das schwache Herz“  im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung, engagiert sich die Kerckhoff-Klinik auch in diesem Jahr wieder aktiv bei der bundesweiten Aufklärungskampagne. 
Eine chronische Herzschwäche beginnt zumeist unauffällig mit Atemnot und einer Abnahme der allgemeinen Leistungsfähigkeit. Die ersten Beschwerden sind meistens recht unspektakulär. Beispielsweise schafft man die Bergwanderung nicht mehr, zu Bus und Bahn rennt man nicht mehr, weil man schnell außer Atem kommt. Treppensteigen ist nicht mehr ohne Pause möglich, weil die Luft ausgeht. Man ist müde, abgeschlagen, an den Fußgelenken sammeln sich Flüssigkeitseinlagerungen, die wie Schwellungen aussehen: sogenannte Ödeme.
Ein großes Problem: Viele Betroffene nehmen solche Symptome oft als altersbedingt hin. Ihnen ist nicht bewusst, dass sie eventuell an einer ernstzunehmenden Erkrankung leiden. Allerdings ist das „schwache Herz“ keineswegs eine normale Alterserscheinung, vielmehr ist frühzeitiges Handeln gefordert. Denn je früher eine Herzschwäche erkannt und behandelt wird, desto günstiger ist ihr Verlauf und umso höher ist die Lebensqualität der Betroffenen.
Anlässlich der Herzwochen vom 1. bis 30. November 2020, bietet die Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Hamm, Direktor der Abteilung Kardiologie, in diesem Jahr drei Telefonaktionen für Patienten, Angehörige und Interessierte an. „Unser Ziel ist es, möglichst viele Menschen darüber aufzuklären, wie es zu den bedrohlichen Herzkrankheiten kommt, mit welchen Symptomen sie sich bemerkbar machen, wie die Diagnostik verläuft und welche Therapie sinnvoll sein kann. Da die Corona-Pandemie es dieses Jahr leider nicht zulässt, Experten-Vorträge oder Seminare durchzuführen, bieten wir Patienten, Interessierten und Betroffenen telefonisch die Möglichkeit, sich zu informieren und mit unseren Spezialisten zu sprechen“, so Prof. Dr. Christian Hamm.



Programm in der Kerckhoff-Klinik anlässlich der diesjährigen Herzwochen
•    Telefonaktion, Dienstag, 10.11.2020, 17:00 – 18:00 Uhr, 
Schwerpunkt: Ursachen und Begleiterkrankungen der Herzinsuffizienz
Stellen Sie Ihre Fragen: Oberarzt Prof. Dr. Johannes Sperzel, Bereichsleitung Herzschrittmacherambulanz und Oberarzt Dr. Andreas Hain, Herzschrittmacherambulanz,  geben am Telefon gerne Auskunft und beantworten Ihre Fragen. Tel: 06032 / 996 7001 und 06032 /996 7002

•    Telefonaktion, Dienstag, 17.11.2020, 17:00 – 18:00 Uhr, 
Schwerpunkt: Lebensretter Defibrillator bei Herzinsuffizienz
Oberarzt Prof. Dr. Johannes Sperzel, Bereichsleitung Herzschrittmacherambulanz und Oberarzt Dr. Andreas Hain, Oberarzt in der Herzschrittmacherambulanz,  beantworten gerne Ihre Fragen: Tel: 06032 / 996 7001 und 06032 /996 7002

•    Telefonaktion, Dienstag, 24.11.2020, 16:00 – 18:00 Uhr, 
Schwerpunkt:  Diagnostik und Therapie der Herzinsuffizienz
Dr. Andreas Rieth, Bereichsleitung Kardiologische Ambulanz & Herzinsuffizienzambulanz und Dr. Dr. Matthias Rademann, Oberarzt in der Herzinsuffizienzambulanz, geben am Telefon gerne Auskunft und beantworten Ihre Fragen. Tel: 06032 / 996 7001 und 06032 / 996 7002

Einen wichtigen Appell hat Prof. Hamm schon jetzt an alle: „Hören Sie bitte weiterhin auf Warnsignale Ihres Körpers, gehen Sie bei akuten Problemen zum Arzt oder in die Klinik und vernachlässigen Sie ihre Therapien und Nachsorgeuntersuchungen nicht. Ein unbehandelter Herzinfarkt oder akute Luftnot kann schnell lebensbedrohlich werden, da zählt jede Minute.“ 
Prof. Dr. Ardeschir Ghofrani, Ärztlicher Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik und Direktor der Abteilung für Pneumologie, ergänzt: „Unser bereits gut etabliertes Schutzkonzept in der Kerckhoff-Klinik ist nochmals verschärft worden. Patienten, die zu uns kommen, können sich sicher fühlen.“


Kerckhoff-Klinik: Organtransplantationen trotz Corona - PM 14 / 2020

 

Ärzteteams transplantieren erfolgreich vier Herzen und eine Lunge

 

Hervorragende Infrastruktur, beste Schutzmaßnahmen und beispielhafte Zusammenarbeit:  Die Herzchirurgen unter der Leitung von Prof. Dr. Yeong-Hoon Choi und die Thoraxchirurgen unter der Leitung von Dr. Stefan Guth der Kerckhoff-Klinik transplantieren erfolgreich – auch in Zeiten von Covid-19. Die Patienten konnten bereits erfolgreich den anschließenden Rehabilitationsmaßnahmen zugeführt werden.

 

Mit Beginn der Corona-Pandemie wurden Krankenhäuser deutschlandweit verpflichtet Bettenkapazitäten freizuhalten, um für SARS-CoV-2-Patienten mit schweren Verläufen gewappnet zu sein. Planbare Operationen, die keine akuten Notfälle waren, wurden auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Kerckhoff-Klinik als Zentrum für thorakale Organtransplantationen für Erwachsene in Hessen ist dieser Aufforderung der Regierung zeitnah gefolgt, hat aber gleichzeitig die Versorgung von Notfallpatienten weiterhin sichergestellt. So konnten in den letzten Wochen vier Herzen und eine Lunge erfolgreich transplantiert und fünf Menschen die Chance auf ein neues Leben gegeben werden. Organtransplantationen können nicht verschoben werden, Spenderorgane sind rar und jede Minute zählt. Daher fallen diese Eingriffe unter absolute Notfallindikationen, die trotz der erschwerten Bedingungen und dem hohem Risiko zwingend durchgeführt werden müssen.

 

Transplantationen an der Kerckhoff-Klinik

Prof. Dr. Yeong-Hoon Choi, seit Januar 2020 Chefarzt der Herzchirurgie der Kerckhoff-Klinik, erläutert: „Wenn das Herz immer schwächer wird und ein endgültiges Versagen droht, ist eine Herztransplantation die einzige Behandlung, die das Leben der schwer kranken Patienten retten kann. Glücklicherweise verfügen wir in der Kerckhoff-Klinik über eine hervorragende Infrastruktur, die auch unter erschwerten Bedingungen diese komplexen lebensrettenden Eingriffe ermöglicht.“ Die aktuelle Covid-19 Situation stellt eine besondere Herausforderung dar. Prof. Choi, der gleichzeitig die W3-Professur für Herzchirurgie mit Schwerpunkt Erwachsenenherztransplantation und Herzersatzverfahren an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) inne hat, ergänzt: „Selbstverständlich werden aufgrund der erschwerten Bedingungen und dem bestehendem allgegenwärtigem Infektionsrisiko die Sicherheitsmaßnahmen noch zusätzlich zu den sonst üblichen Isolationsmaßnahmen verschärft, um diese Hochrisikopatienten in Zeiten von Corona zu transplantieren. Denn Transplantationen haben oberste Priorität, sie sind nicht aufschiebbar. Wenn ein Organ eines Spenders zu einem Empfänger passt, muss transplantiert werden.“

Gleiches gilt für die Organtransplantation von Lungen. Dr. Stefan Guth, Chefarzt der Thoraxchirurgie der Kerckhoff-Klinik und Experte für Lungentransplantationen, konnte mit seinem Team trotz der besonderen Umstände einem Patienten eine neue Lunge transplantieren.

Im Rahmen des Lungentransplantationsprogramms kooperiert die Kerckhoff-Klinik eng mit dem Universitätsklinikum Gießen/Marburg  und ihres Fachbereichs für Pneumologie. Zusammen bilden die beiden Kliniken das mittelhessische Lungentransplantationszentrum. „Dank der guten Zusammenarbeit aller involvierten Abteilungen wie Anästhesie, Chirurgie, Intensivmedizin, Hygiene und vieler anderer können wir trotz der  erforderlichen COVID-Logistik mit den entsprechenden Schutzmaßnahmen erfolgreich transplantieren“, freut sich Dr. Guth.

 

Spendenbereitschaft in Deutschland gestiegen – trotz Corona Pandemie

Auch die Kerckhoff-Klinik leistet seit Jahren Aufklärungsarbeit zum Thema Organspende, u.a. an Schulen und Universitäten. Laut der Deutschen Stiftung für Organspende (DSO) zeichnet sich trotz der Covid-19–Infektionen in Deutschland eine erhöhte Bereitschaft zur Organspende ab. Im Januar und Februar 2020 lag die Zahl der Organspender deutlich über der des Vorjahres. Auch im März und April ist es im Vergleich zu 2019 und trotz der Pandemie nicht zu einem deutlichen Rückgang der Organspende in Deutschland gekommen. Damit weicht die Entwicklung von der in vielen anderen europäischen Ländern ab: So wurde z. B. aus Italien von einem Rückgang der Organspende um 30%, aus Spanien um mehr als 50% berichtet. Auch in anderen benachbarten Eurotransplant (ET)-Ländern ist die Organspende tendenziell rückläufig. In der letzten von ET berichteten Woche (KW 15) erfolgten 75% der Spendermeldungen an ET aus Deutschland. Im gesamten Vorjahr wurden im Mittel lediglich 45% aller Spender aus Deutschland gemeldet.

 

Herztransplantation: Zahlen und Fakten

In Deutschland werden jährlich etwa 300 Herzen transplantiert. Etwa 700 Patientinnen und Patienten warten derzeit auf eine Herztransplantation. Krankenhäuser melden jährlich etwa 500 neue Patientinnen und Patienten, die ein Spenderherz benötigen. Die Erfolgsaussichten einer Herztransplantation verbessern sich mit neuen Entwicklungen in der Medizin stetig. Heute schlagen von 100 transplantierten Herzen ein Jahr nach der Operation noch etwa 75. Nach fünf Jahren sind es noch 65. Zum Vergleich: Die erste Herztransplantation fand 1967in Kapstadt / Südafrika) statt. Der Patient überlebte damals mit dem neuen Herzen nur 18 Tage. Quelle: organspende-info.de

Lungentransplantation: Zahlen und Fakten

Ca. 350 Lungentransplantationen werden in Deutschland jährlich durchgeführt. Etwa 300 Patientinnen und Patienten warten aktuell auf die Transplantation einer Lunge. Jährlich kommen etwa 400 neue Patientinnen und Patienten hinzu. Die Lebendorganspende eines Teils der Lunge ist medizinisch möglich, wird jedoch in Deutschland eher selten durchgeführt. Die Erfolgsaussichten von Lungentransplantationen haben sich in den vergangenen Jahren durch medizinische Entwicklungen deutlich verbessert. Von 100 transplantierten Lungen funktionieren ein Jahr nach der Operation noch 75. Nach fünf Jahren sind es noch mehr als 50 Organe. Quelle: organspende-info.de

 

PM 14/2020

 

 

Corona-Prämie für Klinik-Personal - PM 13 / 2020

 

Kerckhoff-Klinik zahlt allen Mitarbeitenden Prämie aus eigenen finanziellen Mitteln

Unermüdlicher Einsatz gegen das Corona-Virus wird belohnt: Die Kerckhoff-Klinik zahlt jedem Mitarbeiter eine so genannte Corona-Prämie. Damit bedankt sich die Geschäftsführung der Kerckhoff-Klinik bei allen Beschäftigten. Mit dieser Prämie soll das große Engagement anerkannt werden, mit dem alle Beschäftigten der Klinik der Corona-Pandemie entgegengetreten sind. 

Jeder Mitarbeitende in Vollzeit kann sich mit der Gehaltsabrechnung im Oktober 2020 über 500 Euro zusätzlich auf dem Konto steuer- und sozialversicherungsfrei freuen. Teilzeitkräfte erhalten die Prämie anteilig.
„Unabhängig von vielen in der Öffentlichkeit geführten Diskussionen, ist es uns ein großes Anliegen, dass der unermüdliche Einsatz des gesamten Klinikpersonals im Rahmen der Corona-Pandemie eine finanzielle Wertschätzung erfährt. Aus diesem Grund haben wir uns frühzeitig gemeinsam mit Gesellschafter und Aufsichtsrat der Kerckhoff-Klinik über die Ausschüttung einer Prämie beraten, so dass allen Mitarbeitenden des Kerckhoff-Klinik Konzerns im Jahr 2020 eine Corona-Prämie gewährt werden wird“, freut sich Matthias Müller, Kaufmännischer Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik GmbH.
Trotz der großen emotionalen Belastungen haben die Mitarbeitenden während der Pandemie ruhig, konzentriert und mit viel Energie die Abläufe und Prozesse in der Klinik innerhalb kürzester Zeit den neuen Gegebenheiten angepasst. Eine Station zur Behandlung von Covid-19 Patienten wurde eingerichtet, weitere Intensivkapazitäten geschaffen und die Hygienekonzepte ständig weiter entwickelt. Gleichzeitig hat die Klinik die Versorgung von anderen schwerkranken Notfallpatienten weiterhin sichergestellt. Er sieht die Prämie auch als Motivation für die kommenden Monate, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuell wieder steigenden Covid-19 Fallzahlen in Deutschland und der teilweise weltweit dramatischen Pandemie-Lage.

 

Corona-Bonus für die Pflege
Aktuell hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Deutsche Krankenhausgesellschaft und den GKV-Spitzenverband aufgefordert, bis spätestens Anfang September 2020 einen Bonus-Vorschlag für Pflegekräfte und anderen an der Versorgung der Patienten Beteiligten in Krankenhäusern zu erarbeiten. Die Höhe der Prämie, die Finanzierungsfrage und der mögliche Auszahlungszeitpunkt sind noch nicht geklärt.


PM 13/2020


Herz und Hirn: Den neurologischen Nebenwirkungen herzchirurgischer Eingriffe auf der Spur - PM 12 / 2020

 

Mediziner der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Gießen, des Gesundheitszentrum Wetterau (GZW) und der Abteilung für Herzchirurgie der Kerckhoff-Klinik forschen zum Zusammenhang zwischen Eingriffen am Herz und postoperativen neurologischen Störungen


Ein Eingriff am offenen Herzen war noch vor wenigen Jahrzehnten ein nicht ungefährliches Unterfangen. Das Risiko, Hirnschäden durch Sauerstoffmangel, Schlaganfälle, Blutgerinnungsstörungen oder Infektionen zu erleiden war im Vergleich zu heute hoch. Durch die stetigen technischen Verbesserungen der Herz-Lungen-Maschinen (HLM), der Narkose- und der Operationstechniken sind diese Eingriffe heute so sicher geworden, dass sie auch von hochbetagten Patienten gut vertragen werden. 
„Heute überleben nahezu alle Patienten diese schwerwiegenden Eingriffe“ so Prof. Markus Schönburg, leitender Oberarzt der Abteilung für Herzchirurgie und Geschäftsführer der Forschungsgesellschaft der Kerckhoff-Klinik, „allerdings müssen wir heute unseren Fokus auf andere Nebenwirkungen legen.“ 
Hochbetagte Patienten leiden in den ersten Stunden und Tagen nach dem Eingriff häufig unter vorübergehenden Orientierungsstörungen, die als postoperatives Delir bezeichnet werden. Diese passageren Funktionsstörungen des Gehirns führen zu Verwirrtheit und Halluzinationen und erfordern ein hohes Maß an pflegerischer Zuwendung und nicht selten auch den vorübergehenden Einsatz von Psychopharmaka. Zudem sind Störungen des Gedächtnisses auch nach Abklingen des Delirs nachweisbar und würden von Patienten und Angehörigen teilweise noch Jahre später als störend wahrgenommen. 

„Die Ursachen dieser Delirien und der langfristigen Gedächtnisstörungen sind vielfältig und noch weitgehend unerforscht“, so der Neurologe Prof. Dr. Tibo Gerriets, der zusammen mit Prof. Markus Schönburg die „Heart & Brain Research Group“, eine seit dem Jahr 2000 bestehende Forschungskooperation zwischen der Kerckhoff-Klinik und der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Gießen, leitet. 

„Einige Aspekte hat unser Team inzwischen aufklären und beseitigen können. So hat der Einbau spezieller Luftfilter in die Herz-Lungen-Maschine zu einer signifikant besseren Gedächtnisleistung geführt. Von unserer Arbeitsgruppe eigens entwickelte und speziell auf die Bedürfnisse dieser Patientengruppe abgestimmte neuropsychologische Trainingsverfahren könnten zudem die Langzeitfolgen lindern“ so Prof. Gerriets weiter. „Aktuell verfolgen wir den Ansatz, das Gedächtnis der Patienten bereits vor der Operation zu trainieren, um Folgeschäden zu minimieren.“

In einem weiteren gemeinsamen Projekt werden auch Untersuchungen zum Neurotransmittermetabolismus durchgeführt, die altersabhängig eingeschränkt zu sein scheinen. „Im speziellen sollen Screening-Methoden evaluiert werden um schon präoperativ das Risiko für das Auftreten des postoperativen Delirs einschätzen zu können“, so Prof. Dr. Yeong-Hoon Choi, Direktor der Abteilung für Herzchirurgie.

Einen weiteren Aspekt verfolgt die Arbeitsgruppe mit einer groß angelegten EEG-Studie. Unter der Leitung von PD Dr. Patrick Schramm (Anästhesist und Neurologe der anästhesiologischen Intensivstation der Universitätsklinik Mainz) und PD Dr. Marlene Tschernatsch (Neurologische Praxis am Hochwaldkrankenhaus, Bad Nauheim) leitete die Arbeitsgruppe bei 100 Patienten in den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff dauerhaft Hirnströme ab. 
„Aus klinischen Beobachtungen wussten wir bereits, dass Patienten gelegentlich in der Aufwachphase nach dem Eingriff unter epileptischen Anfällen leiden“, so PD Dr. Schramm. „Unklar war jedoch, ob es auch unbeobachtete, sog. „non-konvulsive“ Anfälle gibt, die man von außen nicht wahrnehmen kann.“ 
Die Messungen der Hirnstromkurve, dem sogenannten EEG in der Aufwachphase der Patienten wiesen diese nun nach. Zur großen Überraschung der Forscher zeigten sich bei 33% der Patienten EEG-Auffälligkeiten und bei 9% tatsächlich unbeobachtete epileptische Anfälle. „Dieses Ergebnis hat unsere Erwartungen weit übertroffen“, so PD Dr. Tschernatsch, „zudem stimmt die beobachtete Gruppe der Patienten mit Anfällen recht genau mit der Patientengruppe überein, die im weiteren Verlauf an einem Delir leidet, was nahelegt, dass die Anfallsaktivität maßgeblich zur Ausbildung eines Delirs beitragen könnte. Das wäre eine völlig neue Spur.“ 
Die Ergebnisse dieses Forschungsprojekts sind unlängst im international sehr renommierten Fachblatt „Intensive Care Medicine“ zur Publikation angenommen worden. Im nächsten Schritt, so das Forscherteam, wolle man prüfen, ob Anfälle auch für die langfristigen Gedächtnisstörungen mitverantwortlich seien. Daran anschließend sei eine Arzneimittelstudie geplant, bei der man testen wolle, ob die vorbeugende Gabe von Medikamenten, die zur Behandlung der Epilepsie eingesetzt werden, Anfälle, Delirien und Gedächtnisstörungen nach operativen Eingriffen am Herz verhindern könne.


PM - 12 / 2020­


 

Kerckhoff-Klinik: Sicher in Zeiten von Corona - PM 11 / 2020

 

Tests auf Antikörper gegen SARS-CoV-2 bestätigen das Schutzkonzept der Klinik im Hinblick auf die Mitarbeiter- und Patientensicherheit 

Groß angelegtes Antikörper-Screening: Seit Ende Mai 2020 bietet die Kerckhoff-Klinik allen Mitarbeitern die Möglichkeit, sich auf Antikörper gegen das Corona-Virus (SARS-CoV-2) testen zu lassen. In den allermeisten Fällen sind diese negativ ausgefallen. Die Ergebnisse bestätigen, dass die getroffenen Schutzmaßnahmen gegriffen haben und die Schwerpunktklinik  im Hinblick auf Covid-19 Übertragungen ein gut geschützter Ort ist. 
Bisher hat etwa ein Drittel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim das Angebot angenommen und Antikörper auf eine möglich SARS-CoV2-Infektion hin bestimmen lassen. Insgesamt wurden derzeit 500 Proben analysiert und lediglich bei sieben Mitarbeitenden SARS-CoV2-Antikörper gefunden. In allen sieben Fällen lagen im Vorfeld bereits positive Befunde bzw. eine behördlich angeordnete Quarantäne vor. 


Weniger als 1,5 Prozent weisen Antikörper auf 
Bei den Blutuntersuchungen wiesen weniger als 1,5 Prozent der genommen Proben Antikörper gegen das neue Virus auf. Das Vorhandensein der Antikörper gilt als Hinweis auf eine durchgemachte Infektion. 
„Wir konnten nur eine geringe Covid-19-Infektionsquote bei unseren Mitarbeitenden erkennen. Diese Daten zeigen an, dass es in der Klinik keine unerkannten Ausbrüche oder Infektionen gab, demnach aber auch keine ausreichende Herdenimmunität besteht", bilanzierte Dr. Katharina Madlener, Direktorin der Krankenhaushygiene und Labormedizin der Kerckhoff-Klinik. 
Dr. Simon Classen, Direktor des Harvey Gefäßzentrums und Ärztlicher Direktor der Kerckhoff-Klinik, ergänzt: „Zwar hatten wir die kleine Hoffnung, dass es eventuell schon mehr immunisierte Mitarbeitende gibt, doch wirklich überrascht sind wir nicht. Das Ergebnis entspricht den Raten in der allgemeinen Bevölkerung. Erfreulich ist es dennoch, schließlich bestätigt es, dass wir mit unserem bisherigen Schutzkonzept sehr gut aufgestellt sind und sich die gesamte Belegschaft konsequent an alle Hygieneregeln hält. Hierzu zählt beispielsweise das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und regelmäßige Händedesinfektion.“ 
Das Schwerpunktzentrum für die Behandlung von Herz-, Lungen-, Gefäß- und Rheumaerkrankungen handelt zu jedem Zeitpunkt gemäß den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und stellt die entsprechende Schutzausrüstung für das Klinikpersonal und für Patienten zur Verfügung.
Ergänzend zum Screening der Mitarbeitenden werden auch alle stationär aufgenommenen Patienten auf Covid-19 getestet. 
„Die getroffenen Maßnahmen machen die Kerckhoff-Klinik im Hinblick auf Covid-19-Übertragungen zu einem gut geschütztem Ort“, ergänzt Prof. Dr. Ardeschir Ghofrani, Ärztlicher Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik und Direktor der Abteilung für Pneumologie. „Unser Appell an alle Patienten lautet daher eindringlich: Hören Sie bitte auf Warnsignale Ihres Körpers, gehen Sie bei akuten Problemen zum Arzt oder in die Klinik und vernachlässigen Sie ihre Therapien und Nachsorgeuntersuchungen nicht. Ein unbehandelter Herzinfarkt oder akute Luftnot kann schnell lebensbedrohlich werden, da zählt jede Minute.“
Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen
Die Versorgung von Notfallpatienten war und ist zu jeder Zeit sichergestellt. Mit Blick auf die derzeit rückläufigen Infektionszahlen bereitet sich die Klinik intensiv auf die schrittweise Wiederherstellung einer bedarfsgerechten Versorgung aller Patienten vor. Das bedeutet, dass alle geplanten Behandlungstermine und Operationen wieder stattfinden können. Zugleich bleiben gesonderte Betten für Covid-19-Patienten reserviert, um im Zweifelsfall schnell und effektiv handeln zu können.


PM - 11 / 2020


 

Kerckhoff-Klinik: Führende Fachklinik für Herzerkrankungen in Deutschland - PM 10 / 2020

 

Stern und Statista zeichnen „Beste Krankenhäuser Deutschlands“ aus 

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Für geplante Operationen können die Deutschen sich weitgehend eine Klinik aussuchen. Um medizinischen Laien eine Entscheidungshilfe zu geben, hat das Nachrichtenmagazin stern in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Statista ein Ranking erstellt und die 150 besten Krankenhäuser Deutschlands ermittelt. Demnach zählt die Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim zu den führenden Fachkliniken Deutschlands für die Behandlung von Herzerkrankungen. 
Die Abteilung Kardiologie der Kerckhoff-Klinik hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem international anerkannten Zentrum für die Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen entwickelt. Jährlich suchen über 20.000 Patienten aus dem In- und Ausland die kardiologische Abteilung der Kerckhoff-Klinik auf, um sich von hochqualifizierten Fachärzten nach den neuesten medizinischen Standards untersuchen und behandeln zu lassen.
„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, denn sie würdigt unsere tagtägliche Arbeit und unterstreicht, dass sich unsere Patienten auf die umfassende Fachkompetenz unserer Mediziner verlassen können“, so Prof. Dr. Christian Hamm, Direktor der Kardiologie der Kerckhoff-Klinik. 
Grundlage für die Bewertung war ein Analyseverfahren, welches sich aus Daten von drei Quellen zusammensetzt: der Empfehlung von medizinischen Experten, Patientenbewertungen und medizinischen Kennzahlen, die den Qualitätsberichten der Kliniken entnommen werden können. Das Ergebnis des Verfahrens zeichnet ein qualifiziertes, aussagekräftiges und verlässliches Bild der deutschen Krankenhauslandschaft ab.


PM - 10 / 2020


 

Kochen für Helden! Finalistin der ZDF-Küchenschlacht bekocht Kerckhoff-Klinik Mitarbeitende in der Corona-Krise - PM 09 / 2020

 

Große Charity-Aktion für Klinikpersonal:

In den Genuss eines ganz besonderen Dankeschöns für den unermüdlichen Einsatz in dieser außergewöhnlichen Zeit kamen jetzt die Mitarbeitenden des Kerckhoff-Klinik Konzerns. Frau Dr. Michelle Ghofrani hat es mit ihren exotischen Gerichten bis in die Finalrunde der „ZDF-Küchenschlacht“ geschafft und kochte jetzt für das Personal der Bad Nauheimer Schwerpunktklinik für die Versorgung von Herz-, Lungen-, Gefäß- und Rehabilitationspatienten. 
Freuen durfte sich das Team Kerckhoff über Frau Dr. Ghofranis „Glücks- und Leibgericht“, mit dem sie auch die Sterneköche Thomas Martin und Nelson Müller begeistert hat: „Murgh Makhani, auch bekannt als Chicken Tikka Massala“ ist indisches Butterhuhn an zweierlei vom Blumenkohl, gelbem Duftreis und Gurken-Minze Raita; sozusagen eine indische Art von Tzaziki. 
„Mir war es ein ganz besonderes Anliegen, für die Helden in der Corona-Krise zu kochen und den Mitarbeitenden des Kerckhoff-Klinik Konzerns in dieser besonderen Zeit etwas zurückzugeben“, betont die leidenschaftliche Köchin und Inhaberin der Melting Pot Kitchen Kochschule in Wettenberg. 
Um alle Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln einhalten zu können, wurde das Essen an unterschiedlichen Tagen serviert. Zunächst kamen die Teams der Intensiv- und Isolationsstation, die unmittelbar mit der Versorgung und Pflege der teils schwerstkranken Covid-19 Patienten betraut sind, in den Genuss des indischen Butterhuhns. Allerdings mussten in den letzten Monaten alle Mitarbeitenden der Kerckhoff-Klinik besondere Herausforderungen meistern und haben dabei Großes geleistet. Als Anerkennung der herausragenden Teamleistung, wurde einige Tage später ein weiteres Mal zu einem exklusiven Mittagessen eingeladen, zu dem sich die Mitarbeitenden anmelden konnten. 
Ob Intensiv- oder Krankenpfleger, Ärztinnen und Ärzte, Therapeuten, Verwaltungs- Technik- oder Reinigungspersonal – alle Gäste zeigten sich begeistert. „So etwas Köstliches bekommt man selten, Kompliment an die Köchin“, so Can Demirörs, Intensivpfleger an der Kerckhoff-Klinik.

„Mit dieser Charity-Aktion möchten wir allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danke sagen. Danke, dass sie die Versorgung teils schwerkranker Covid-Patienten im täglichen Leben mitgestalten und mittragen und sich gleichzeitig mit gewohnter Fürsorge für unsere Patientinnen und Patienten einsetzen. Danke, dass sie da sind“, unterstreicht Prof. Dr. Hossein-Ardeschir Ghofrani, Direktor der Abteilung Pneumologie und Ärztlicher Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik, der bei der Zubereitung des Gerichts tatkräftig am Grill unterstützt hat. 

„Die Aktion war sehr erfüllend für mich, da ich durch das Angebot meines Glücks- und Leibgerichts den Mitarbeitenden meinen Dank für ihr Engagement ausdrücken konnte. Diese großen Mengen an frischen Lebensmitteln auf den Punkt zu garen und die Zutaten richtig abzuschmecken war eine neue Herausforderung für mich, schließlich koche ich selten für mehrere hundert Personen. Aber mit der Unterstützung der tollen Küchen-Crew konnte das Gericht hervorragend umgesetzt werden. Wir sitzen schon gemeinsam an der Planung weiterer Aktionen für das Team Kerckhoff“, freut sich Frau Dr. Ghofrani, die in Singapur geboren und in Deutschland aufgewachsen ist, und nach Abschluss ihres Medizinstudiums viele Jahre in London lebte und arbeitete. 

Nach dem Finale der ZDF-Küchenschlacht 2019 erlebte Frau Dr. Ghofranis Kochschule „Melting Pot Kitchen“ bei Gießen einen so großen Zuspruch, dass die Nachfrage mittlerweile das Angebot bei weitem übersteigt. „Aufgrund der behördlichen Anordnungen durch die Covid-19 Pandemie musste ich meine Kochschule vorübergehend schließen. Das hat mir auf der anderen Seite auch die Zeit verschafft, eine solche Herzensangelegenheit, wie die Kochaktion für die Kerckhoff Mitarbeitenden, zu realisieren. Ich wünsche mir, dass wir die Corona-Pandemie gemeinsam gut bewältigen und freue mich darauf, bald schon wieder Kochbegeisterte in meiner Kochschule begrüßen zu können“, ergänzt Frau Dr. Ghofrani. 


PM - 09 / 2020


 

100 Tage im Amt: Neuer Chefarzt der Thoraxchirurgie der Kerckhoff-Klinik - PM 08 / 2020


Dr. Stefan Guth gilt als Experte für Behandlung von Lungenhochdruck und Lungentransplantationen 
 
Dr. Stefan Guth ist seit 100 Tagen neuer Chefarzt der Thoraxchirurgie der Kerckhoff-Klinik. Er gilt als international renommierter Spezialist für die chirurgische und interventionelle Behandlung des Lungenhochdrucks und ist zugleich Experte für Lungentransplantationen. Er folgt auf Prof. Dr. Eckhard Mayer, unter dessen hervorragender Leitung die Abteilung bereits seit vielen Jahren auf Erfolgskurs ist. Dr. Guth hat sich zum Ziel gesetzt, den Ruf der Klinik als weltweit renommiertes Referenzzentrum für die Behandlung des Lungenhochdrucks weiter auszubauen. Gemeinsam mit seinen Kollegen der Pneumologie leitet er jetzt das Lungenzentrum am Campus Kerckhoff in Bad Nauheim.
Gerade jetzt während der Corona-Pandemie ist die Expertise des Lungenzentrums und weltweit renommiertem Referenzzentrum für die Behandlung von Lungenhochdruck der Kerckhoff-Klinik gefragter denn je. „In meinem rund 25- jährigen Berufsleben habe ich schon einiges erlebt. Dass meine ersten 100 Tage als neuer Chefarzt der Thoraxchirurgie so herausfordernd werden, hätte ich niemals erwartet. Aktuell haben wir es bei Covid-19 mit einer Krankheit zu tun, die uns wohl noch sehr lange beschäftigen wird. Glücklicherweise verfügt die Schwerpunktklinik für Lungenerkrankungen über die medizinische Kompetenz und Erfahrung, die oft sehr schwer kranken beatmungspflichtigen Covid-19-Patienten mit allen zur Verfügung stehenden Therapieoptionen zu behandeln und gleichzeitig die Versorgung weiterer Notfallpatienten sicherzustellen“, betont Dr. Guth. 
Zur Behandlung von Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert sind, werden Kliniken in Hessen in vier Level unterteilt. In der Region 3 (Landkreise Giessen, Wetterau, Lahn-Dill), gelten nur die Universitätsklinik in Giessen und die Kerckhoff-Klinik als Level 1 Häuser, da sie als Einzige regelmäßig so genannte ECMO-Geräte oder andere atemunterstützende Maßnahmen zum Einsatz bringen, um das Blut von schwerstkranken Lungenpatienten ausreichend mit Sauerstoff anzureichern. 
Internationales Renommee des Lungenzentrums der Kerckhoff-Klinik
Seit 2009 hatte Dr. Guth die Position als stellvertretender Direktor der Abteilung für Thoraxchirurgie inne. Gemeinsam mit Prof. Dr. Mayer, ihrem exzellenten Team und der Abteilung für Pneumologie, etablierten sie das Lungenzentrum am Campus Kerckhoff mit den Behandlungsschwerpunkten Lungenkrebs und chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie (kurz: CTEPH), eine spezielle Form des Lungenhochdrucks aufgrund wiederkehrender Lungenembolien. Nur an den Universitätskliniken von San Diego, Cambridge und Paris werden die komplexen Operationen bei CTEPH in vergleichbarer Anzahl und Qualität durchgeführt. Betroffene Patienten aus der ganzen Welt kommen in die Kerckhoff-Klinik, um sich hier behandeln zu lassen. Die hohe Spezialisierung des Teams in diesem Bereich und der international herausgehobene Status des Programms sind auch Gründe dafür, dass das Lungenzentrum der Kerckhoff-Klinik sehr aktiv an Forschungsprogrammen des Max-Planck-Instituts für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim teilnimmt, am Sonderforschungsbereich 1213 („Lungenhochdruck und Cor Pulmonale, Leitung Prof. Dr. N. Weissmann, JLU Giessen“) aktiv beteiligt und auch Mitglied im Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL) ist.
Besonderen Fokus legt der 54-Jährige Wiesbadener auf minimal-invasive Operationen und die Steigerung der interventionellen Eingriffe zur Behandlung von CTEPH. „Interventionelle Verfahren bedeuten für die Patienten weniger Belastung und verkürzen die Dauer des Krankenhausaufenthaltes. Dieses Therapieverfahren wollen wir noch mehr ausbauen und an der Klinik weiter etablieren“, so Dr. Guth.
„Der Wechsel an der Spitze der Thoraxchirurgie ist gleich doppelter Grund zur Freude, weil uns beide leitenden Spitzenmediziner erhalten bleiben – nur in anderer Funktion. Mit Dr. Guth als neuen Chefarzt können wir unsere Expertise in der Diagnostik und Therapie von Patienten mit thorakalen Erkrankungen weiter stärken. Gleichzeitig bleibt uns Prof. Dr. Mayer, unter dessen exzellenter Leitung die Abteilung bereits seit Jahren erfolgreich war, als Ärztlicher Leiter des chirurgischen Programms zur Behandlung des Lungenhochdrucks erhalten“, unterstreicht Prof. Dr. Hossein-Ardeschir Ghofrani, Direktor der Abteilung Pneumologie, Ärztlicher Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik und Wissenschaftler der Giessener Lungenforschungsgruppe.
„Insofern freuen wir uns sehr, dass beide Experten gemeinsam bei uns im Haus tätig sind und die zahlreichen Patienten aus dem In- und Ausland nach den neuesten medizinischen Standards auf höchstem Niveau versorgen“, so Matthias Müller, Kaufmännischer Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik GmbH.

Weiterbildung eigener Thoraxchirurgen
Ein weiteres Hauptaugenmerk legt Dr. Guth auch auf die Aus- und Weiterbildung von Chirurgen, deren Schwerpunkt die Thoraxchirurgie ist. „Wir benötigen guten Nachwuchs und bilden Fachärzte aus, die auf höchstem medizinischen Niveau Patienten behandeln können, egal ob operativ, minimal-invasiv oder interventionell“, berichtet der neue Chefarzt, der vor seinem Wechsel an die Kerckhoff-Klinik im Jahr 2009 als Leitender Arzt der Abteilung Thoraxchirurgie im Diakoniekrankenhaus Rotenburg und an der Klinik für Herz-Thorax- und Gefäßchirurgie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz tätig war. Seit die Kerckhoff-Klinik nun auch Campus der Justus-Liebig Universität Giessen und ihres Fachbereiches Medizin geworden ist, sind die Ausbildungs- und Forschungsbedingungen noch besser geworden und erlauben unter anderem auch die Promotion und Habilitation eigener wissenschaftlich engagierter Mitarbeitenden.

Lungenkrebszentrum am Campus Kerckhoff
2017 wurde das Lungenkrebszentrum am Lungenzentrum der Kerckhoff-Klinik nach den Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert und deckt den südlichen Teil des Lungenkrebszentrums Mittelhessen ab. Um Lungenkrebs, der zu den häufigsten und leider auch zu den gefährlichsten Tumorerkrankungen zählt, bestmöglich behandeln zu können, setzen die Experten auf die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit in der onkologischen Versorgung und Forschung. So kann allen Patienten eine optimale und zeitnahe Diagnostik und Therapie nach neuestem evidenzbasierten Stand der Wissenschaft ermöglicht werden – alles unter einem Dach.
Neben Prof. Dr. Ghofrani und Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger, Direktor der Abteilung für Onkologische Pneumologie, ist Dr. Guth gemeinsam mit PD Dr. Diethard Prüfer, Oberarzt der Abteilung für Thoraxchirurgie, auch für das Lungenkrebszentrum verantwortlich. 
„Das Lungenkrebszentrum am Campus Kerckhoff schafft im Verbund mit dem Lungenkrebszentrum Mittelhessen und damit als Partner des nationalen Netzwerkes für genomische Medizin beste Voraussetzungen, um die betroffenen Patienten ganzheitlich zu versorgen – von der Diagnostik und Therapie bis zur Nachsorge und der weitergehenden Betreuung nach den stationären Aufenthalten“, unterstreicht Dr. Guth.


PM - 08 / 2020


Herzrhythmusstörungen via Fernmonitoring erkennen Kerckhoff-Klinik setzt verstärkt auf kardiologisches Telemonitoring zur Erhöhung der Patientensicherheit in Zeiten der Corona-Pandemie - PM 07 / 2020

Patienten mit Herzschrittmachern oder Defibrillatoren müssen regelmäßig kontrolliert werden. Da das aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie nur sehr eingeschränkt möglich ist, hat das Telemedizinische Zentrum der Kerckhoff-Klinik in Windeseile das bereits gut etablierte telemedizinische Nachsorgekonzept erweitert und nun für einen Großteil der Patienten verfügbar gemacht. Via Fernmonitoring  können die Kardiologen beispielsweise bei auftretenden Herzrhythmusstörungen aus der Ferne frühzeitig reagieren und den Patienten umgehend kontaktieren – ehe dieser Beschwerden verspürt und in eine lebensbedrohliche Situation gerät. Die telemedizinische Nachsorge ist für Patienten kostenlos.

Ausgelöst durch die weltweite Corona Pandemie wurden in den vergangenen Wochen stationäre Einrichtungen durch die Bundes- und jeweilige Landesregierung angehalten, nicht zwingend erforderliche, medizinische Untersuchungen und Behandlungen zunächst auszusetzen, um für einen Anstieg an Covid-Patienten optimal gerüstet zu sein.

Regelmäßige Defibrillatorkontrollen zum Check der einwandfreien Gerätefunktion und das Erkennen von Herzrhythmusstörungen als mögliche Vorboten einer Verschlechterung des aktuellen Gesundheitszustandes müssen somit bis auf weiteres verschoben werden. Um dennoch für größtmögliche Sicherheit der Herzinsuffizienz-Patienten zu sorgen, bestellte das Telemonitoring-Team des Herzzentrums innerhalb weniger Tage große Mengen an erforderlichen Home-Monitorsystemen. Zeitgleich wurde ein Prozess etabliert, um die Patienten telefonisch aufzuklären und die entsprechenden Geräte sowie notwendigen Unterlagen schnellstmöglich per Post an sie zu versenden. Der bestehende Patientenpool konnte seit dem 19.03.2020 auf diesem Weg bereits um 70 Patienten erweitert werden.

„Der Großteil unserer Patienten nimmt dieses Angebot begeistert an. Bei einigen besteht die Sorge, ob sie mit der Technik zurechtkommen. Das können unsere geschulten Mitarbeiterinnen jedoch abfangen, da für die Telemedizin im Prinzip nur eine handelsübliche Stromsteckdose benötigt wird“, unterstreicht Oberarzt Dr. Andreas Hain. Gesetzlich versicherte Patienten benötigen – wie gewohnt – eine Überweisung vom Facharzt. Auf dieser Grundlage können die anfallenden Kosten mit der Krankenkasse abgerechnet werden. Die telemedizinische Nachsorge ist somit für den Patienten kostenlos und kann innerhalb von 3 Werktagen realisiert werden.

Störungen, Änderungen der Messwerte oder auch Defekte am Gerät werden umgehend über den Home-Transmitter an das Telemedizinische Zentrum der Kerckhoff-Klinik übermittelt. „Die Daten werden auf einem sicheren Server gespeichert und ständig von Fachärzten oder speziell geschultem Fachpersonal gesichtet und kontrolliert. So können wir im Ernstfall sofort reagieren“, so Kardiologe Dr. Hain. Für Patienten bedeute das mehr Sicherheit, individuelle und fachärztliche Betreuung, Krankheitsfrüherkennung und weniger Krankenhausaufenthalte.

Nach dem Ende der Beschränkungen und dem Abklingen der Corona-Pandemie werden die Patienten, die sich jetzt für die Telemedizin entscheiden, selbstverständlich wieder wie gewohnt zur Kontrolle in die Ambulanz der Kerckhoff-Klinik kommen. Den Home-Transmitter können sie behalten und wer möchte, kann auch weiterhin telemedizinisch kontrolliert werden.

Verschiedene Studien der vergangenen Jahre zeigten, dass die telemedizinischen Möglichkeiten bei kardiologischen Patienten den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen können und die Lebensqualität steigert. Daher sollte die Telemedizin auch zukünftig jedem geeigneten Patienten zugänglich gemacht werden.


PM - 07 / 2020


 

Kerckhoff-Klinik: Jede Maske hilft! Klinik freut sich über viele engagierte freiwillige Helferinnen und Helfer - PM 06 / 2020


Die Kerckhoff-Klinik hat derzeit aufgrund umsichtiger und früher Planung eine ausreichende Menge an zertifizierten Atemschutzmasken für medizinisches Personal im Umgang mit dem Corona-Virus. Gleichzeitig gibt es zahllose Angebote Bad Nauheimer Bürgerinnen und Bürger, die „ihre“ Kliniken gerne unterstützen möchten, unter anderem mit selbstgenähten Masken.

Die Kerckhoff-Klinik möchte sich zunächst einmal für dieses Engagement herzlich bedanken. Sie wird die selbstgenähten Masken in patientenfernen Bereichen zum persönlichen und gegenseitigen Schutz der Mitarbeitenden einsetzen, um dem Mangel an professioneller Schutzausrüstung in patientennahen medizinischen Bereichen vorzubeugen.

Die Übertragung des Corona-Virus erfolgt vor allem durch Tröpfchen, die z.B. beim Sprechen, beim Husten oder Niesen entstehen und auf diese Weise auf die Schleimhäute von Kontaktpersonen gelangen können. Um insbesondere Menschen, die sich in direkter Umgebung zueinander befinden, zu schützen und die Verbreitung der Viren zu verlangsamen, wird das Tragen von so genannten Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS) empfohlen.

Klinikpersonal, das unmittelbar mit Corona-infizierten Patienten Kontakt hat, trägt zertifizierte Atemschutzmasken mit Schutzklasse FFP2 oder FFP3, die sowohl vor Ansteckung als auch vor einer Verbreitung der Viren schützen. Hinzu kommen selbstverständlich weitere hygienische Maßnahmen wie häufiges Händewaschen und -desinfizieren, das Tragen von Schutzkleidung und Handschuhen, sowie die Benutzung von Sichtschutz und Brillen.

„Damit in der Kerckhoff-Klinik weiterhin ausreichend professionelle Masken zur Verfügung stehen, die im täglichen Kontakt mit Patienten für Sicherheit sorgen, entstand, wie in vielen anderen Kliniken auch, der Gedanke, für nicht betroffene Patienten und Mitarbeitende in patientenfernen Bereichen genähte Masken, zu verwenden. So können beispielsweise Mitarbeiter aus Logistik, Versorgung und Verwaltung, die nicht an der unmittelbaren Patientenversorgung beteiligt sind, geschützt werden und Verantwortung für andere Personen in ihrer Umgebung übernehmen“, erläutert Dr. Simon Classen, Direktor des Harvey Gefäßzentrums und Ärztlicher Leiter der Kerckhoff-Klinik. „Gleichzeitig werden wertvolle Ressourcen geschont.“

Ob geblümt, gestreift oder gepunktet spielt keine Rolle. Wichtig bei der Herstellung des Mund-Nasenschutzes ist, dass der gewählte Stoff aus Baumwolle ist und bei mindestens 60 Grad gewaschen werden kann. Zusätzlich muss beim Nähen darauf geachtet werden, dass der Stoff drei- bis vierlagig gelegt ist und idealerweise so genäht ist, dass noch ein Filter eingelegt werden kann. „Das Team Kerckhoff dankt allen fleißigen Näherinnen und Nähern von Herzen“, freut sich Classen. „Und denken Sie bitte daran: Nähen Sie den Schutz nicht nur für andere, sondern tragen Sie ihn auch selbst. Neben der Einhaltung eines Abstandes von zwei Metern ist das Tragen eines Mund-Nasenschutzes eine wichtige Maßnahme, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. So schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen. Bleiben Sie gesund!“
Eine ausführliche Anleitung zur Herstellung findet man bspw. hier:

Download Anleitung Atemschutzmaske


Wer helfen möchte, kann den MNS z.B. nach dieser Anleitung herstellen und direkt an die Kerckhoff-Klinik schicken:

Kerckhoff-Klinik GmbH

Abteilung Hygiene

Benekestraße 2-8

61231 Bad Nauheim
Alle abgegebenen Masken werden in der Klinik industriell aufbereitet und dann an die entsprechenden Bereiche verteilt.


PM 06 / 2020 PDF


Kerckhoff-Klinik: „Wir sind gut gerüstet“ Intensive Vorbereitungen für Corona-Patienten in der Kerckhoff-Klinik: mehr Betten für Intensivpatienten, überwältigender Teamgeist - PM 5 / 2020

 

Kerckhoff-Klinik: „Wir sind gut gerüstet“
Intensive Vorbereitungen für Corona-Patienten in der Kerckhoff-Klinik: mehr Betten für Intensivpatienten, überwältigender Teamgeist 
                                 

Umfangreiche Maßnahmen, klare Absprachen und ganz viel Engagement bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – so hat sich die Kerckhoff-Klinik auf die Versorgung von Corona-Patienten vorbereitet.

„Wir sind darauf eingestellt, dass wir in sehr kurzer Zeit sehr viele an Covid-19 erkrankte Patienten betreuen können“, so Prof. Dr. Ardeschir Ghofrani, Ärztlicher Geschäftsführer und Direktor der Abteilung für Pneumologie. „Als Schwerpunktklinik für Lungenerkrankungen verfügen wir über die medizinische Kompetenz und Erfahrung, diese oft schwer kranken und beatmungspflichtigen Patienten zu versorgen. Der Aufforderung der Regierung, zu prüfen, ob planbare Eingriffe verschoben werden können, um Platz für Covid-Patienten zu schaffen, sind wir in der Kerckhoff-Klinik sehr früh und stringent, gleichzeitig aber mit dem erforderlichen Augenmaß, gefolgt. So halten wir nun Kapazitäten frei, die für Patienten mit Covid-19 und für andere Schwerkranke zur Verfügung stehen. In den letzten Tagen haben wir die Beatmungskapazitäten in einem ersten Schritt auf 24 erweitert und unsere Abläufe auf die Versorgung von Covid-Patienten ausgerichtet, gleichzeitig aber die Versorgung von Notfallpatienten weiterhin sichergestellt“, so Ghofrani.

Es sei nun die Zeit gekommen, die Versorgung der Patienten mit den schwersten Verlaufsformen in die Hände spezialisierter Häuser, wie z.B. den Unikliniken oder Spezialzentren wie der Kerckhoff-Klinik, zu legen, so Ghofrani weiter. Koordinierende Gespräche mit den zuständigen Behörden und den Partnerkliniken hierzu verlaufen sehr konstruktiv. 

„Darüber hinaus haben wir viele weitere Maßnahmen getroffen“, so Dr. Simon Classen, Ärztlicher Direktor. Zum Beispiel seien zwei weitere Stationen mit Sauerstoffversorgung aufgerüstet worden. „Diese Betten halten wir nun für die Versorgung von Covid-Patienten frei.“ Ankommende Patienten bekommen nun in einem extra vor der Klinik errichteten Zelt eine erste Einschätzung mit Hilfe eines Screenings, erläutert Classen weiter. Dabei werden sie z.B. gefragt, ob und welche Symptome sie haben, ob sie Kontakt zu einem Infizierten hatten oder sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Auf diese Weise könnten Verdachtsfälle bereits vor Betreten der Klinik erkannt und sofort richtig behandelt werden. „All das greift aber nur, weil es vom gesamten Team getragen wird“, unterstreicht Classen.

Sehr gefreut haben sich die Mitarbeitenden über die Spruchbänder, die Anfang der Woche als Überraschung vor den Türen der Klinik hingen. Damit haben die Anhänger des Eishockey-Clubs EC-Bad Nauheim dem Team der Klinik danken wollen. „Es ist wirklich absolut beeindruckend, mit welchem Engagement unser Team zusammensteht, um in dieser außergewöhnlichen Situation für die Menschen in unserer Region da zu sein“, so Matthias Müller, Kaufmännischer Geschäftsführer. „Dafür möchte ich als Vertreter der Geschäftsführung und Krankenhausleitung herzlich „Danke“ sagen. Wir sind davon überzeugt, dass wir die kommenden Herausforderungen dank jedem und jeder einzelnen im Kerckhoff-Team meistern werden.“


PM 05 / 2020 PDF


Corona-Antikörper-Schnelltest - wie zuverlässig? - im Fernsehen

 

Defacto vom 11. Mai 2020

Prof. Dr. H. - A. Ghofrani im Gespräch mit Claudia Banse, HR Moderatorin zum Thema "Corona-Antikörper-Schnelltest - wie zuverlässig?"

Das biologische Alter - so alt sind sie wirklich - im Fernsehen

Mittwoch 29.01.2020 | 18:44 Uhr
HR | Die Ratgeber >>
zur Sendung


Biologisches Alter

Es ist jetzt wissenschaftlich erwiesen, dass das biologische Alter nicht dem wahren Alter entsprechen muss. Die HR-Reporterin Claudia hat sich gemeinsam mit Hartmut Scheerer auf die Suche nach ihrem biologischen Alter gemacht. Bei Dr. Simon Classen in der Kerckhoff Klinik informiert sie sich darüber, wie verlässlich die Angaben des Tests, den sie gemacht haben, wirklich sind.

Neue Spitzenberufung an der Kerckhoff-Klinik - PM 4 / 2020

 

Neue Spitzenberufung an der Kerckhoff-Klinik - Prof. Dr. med. Yeong-Hoon Choi wird Chef der Herzchirurgie

Neuer Chefarzt der Herzchirurgie: Am 1. Januar 2020 hat Prof. Dr. Yeong-Hoon Choi die Position des Direktors der Abteilung Herzchirurgie der Kerckhoff-Klinik übernommen. Der 50-Jährige verfügt über hervorragende Expertise aus 20 Jahren Tätigkeit als Herzchirurg, davon viele Jahre in leitender Funktion. Gleichzeitig hat Prof. Choi die W3-Professur für Herzchirurgie mit Schwerpunkt Erwachsenenherztransplantation und Herzersatzverfahren an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) angetreten.
Für den neuen Chefarzt ist der Wechsel an das Herzzentrum in Bad Nauheim etwas ganz Besonderes: „Die Kerckhoff-Klinik genießt einen exzellenten nationalen und internationalen Ruf. Deshalb freue ich mich sehr, jetzt Teil dieser renommierten Klinik zu sein und die bereits hervorragenden Strukturen und sowohl die interprofessionelle als auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit perspektivisch weiter auszubauen.“ 
Im Bad Nauheimer Herzzentrum bietet der Spezialist mit seinem Experten-Team von der Bypass-Chirurgie bis zur Herztransplantation das komplette Spektrum herzchirurgischer Behandlungsmöglichkeiten an. Besondere Behandlungsschwerpunkte des gebürtigen Rheinländers liegen auf der minimal-invasiven Herzklappenchirurgie, Aortenklappenrekonstruktionen, der Koronaren Bypasschirurgie ohne Herz-Lungen-Maschine („off-pump“) und dem Einsatz von Herzersatzverfahren (sogenannte Kunstherzen). 
„Durch unsere langjährige Erfahrung und Spezialisierung können wir auch weniger häufige und sehr komplexe Eingriffe in hoher Qualität durchführen“, betont Prof. Choi. „Gleichzeitig setzen wir alles daran, das chirurgische Trauma nach einer Operation am offenen Herzen so gering wie möglich zu halten. Dafür steht uns modernste Medizintechnik zur Verfügung. Außerdem operieren wir unsere Patienten, wann immer es möglich ist, unter Einsatz innovativer minimalinvasiver Operationstechniken“, so Choi.
Zuvor war Prof. Choi stellvertretender Direktor am Herzzentrum der Universität Köln und zugleich Chefarzt der CardioCliniC in Köln-Kalk. Er arbeitete in den Universitätskliniken in Rostock und Mainz und war vier Jahre lang in Boston/Harvard Medical School, USA, am Children’s Hospital aktiv.

 

Prof. Choi folgt auf Prof. Markus Schönburg 

„Wir danken Prof. Dr. Markus Schönburg, der Ende 2017 kurzfristig die kommissarische Leitung der Abteilung Herzchirurgie übernommen hat, für seine hervorragende Leistung. Durch sein Engagement und den Einsatz des gesamten Teams konnte die Qualität der Abteilung nahtlos weiter ausgebaut und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern, wie z. B. dem Gesundheitszentrum Wetterau oder dem Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM), sowie regionalen und überregionalen Zuweisern fortgesetzt werden“, sagte Prof. Dr. Ghofrani, Ärztlicher Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik. 
Laut einer aktuellen Auswertung des Berliner Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) ist das Operationsrisiko bei den drei häufigsten herzchirurgischen Eingriffen in der Kerckhoff-Klinik seit vielen Jahren wesentlich niedriger als im Bundesdurchschnitt. Unter der Leitung von Prof. Schönburg konnten die Zahlen im Vergleich zu den Vorjahren weiter verbessert und Topergebnisse erzielt werden. Möglich macht dies auch die hervorragende interdisziplinäre Zusammenarbeit von Herzchirurgie, Kardiologie, Intensivmedizin und Anästhesie, sowie der diagnostischen Radiologie und Labormedizin. 
„Als Leuchtturm medizinischer Forschung und Lehre sowie mit der qualitativ-hochwertigen Patientenversorgung leistet das Schwerpunktzentrum bereits jetzt einen entscheidenden Beitrag, um Bad Nauheim als Spitzenstandort für beste medizinische Versorgung zu stärken – und das mit einer Strahlkraft weit über die Grenzen Hessens hinaus. Mit Prof. Choi kann dieser erfolgreiche Weg nur vorangetrieben werden“, betont Dr. Walter Arnold, Staatssekretär a. D. und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Kerckhoff-Klinik.

 

Lehre am Campus Kerckhoff der Justus-Liebig-Universität Gießen und ihres Fachbereichs Medizin
Auch in Wissenschaft und Lehre ist Prof. Choi seit vielen Jahren aktiv. So befasste er sich z. B. mit der kardialen Zelltherapie, dem Gewebeumbau (Remodelling) nach Herzinfarkt sowie Entzündungsreaktionen nach operativen Eingriffen und veröffentlichte die Ergebnisse in renommierten Fachjournalen. Seine wissenschaftliche Arbeit wird der Herzchirurg auch am Campus Kerckhoff der Justus-Liebig-Universität Gießen und ihres Fachbereichs Medizin fortsetzen, einer Kooperation zwischen der Kerckhoff-Klinik und der JLU. Bad Nauheim hat sich in den letzten Jahren von der Kurstadt zum Spitzenstandort für beste medizinische Versorgung und Forschung entwickelt. 
Für Choi, der auch den Ruf auf die W3-Professur für Herzchirurgie mit Schwerpunkt Erwachsenenherztransplantation und Herzersatzverfahren an der Justus-Liebig-Universität Gießen angenommen hat, bedeutet das, dass er sich noch intensiver in Forschung und Lehre einbringen kann als je zuvor.
„Für unser Haus ist Prof. Choi eine große Bereicherung und wir wünschen ihm für seinen Start bei uns in der Kerckhoff-Klinik alles Gute und viel Erfolg“, betont Matthias Müller, Kaufmännischer Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik GmbH.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Prof. Choi einen international anerkannten Herzspezialisten für unsere Klinik gewinnen konnten“, resümiert Staatssekretärin Ayse Asar, Vorsitzende des Aufsichtsrats der Kerckhoff-Klinik.

 

Herzchirurgie in der Kerckhoff-Klinik 
Aktuell werden in Bad Nauheim jährlich etwa 3.500 Eingriffe am Herzen durchgeführt. Die Schwerpunkte der Abteilung bestehen neben der Bypass-Chirurgie in Eingriffen an den Herzklappen und der Hauptschlagader, sowie in der Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Die Weiterentwicklung und Einführung neuer Operationsmethoden macht intensive Forschung notwendig.
Daher sind die Chirurgen an umfassenden und meist interdisziplinären Forschungsprojekten beteiligt.


PM 4 / 2020 PDF


Publikationspreis 2019 der Kerckhoff-Klinik - PM 3 / 2020

 

„Verein der Freunde und Förderer der Kerckhoff-Klinik e. V.“ zeichnet erfolgreiche Forschungsarbeit aus

Der Publikationspreis des „Vereins der Freunde und Förderer der Kerckhoff-Klinik“ wurde in diesem Jahr zum zehnten Mal verliehen. Ausgezeichnet werden herausragende wissenschaftliche Arbeiten an der Kerckhoff-Klinik, die besonders häufig in Fachzeitschriften veröffentlicht wurden. Prämiert wurden dieses Mal Mitarbeitende aus der Rheumatologie, Thoraxchirurgie und Kardiologie.
„Jährlich den Publikationspreis an unsere engagierten Wissenschaftler in der Klinik zu vergeben gehört zu den schönsten Aufgaben des Vorstandes“, sagt Dr. Katharina Madlener, Vorsitzende des Fördervereins und Direktorin der Abteilung Labormedizin und Krankenhaushygiene an der Kerckhoff-Klinik. Der Preis, der mit insgesamt 3.000 Euro dotiert ist, wird alljährlich von Prof. Dr. Christian Hamm, Direktor der Abteilung für Kardiologie und Ärztlicher Direktor der Klinik, gestiftet.

Preisträger aus Rheumatologie, Thoraxchirurgie und Kardiologie
Der erste Preis ging an Frau PD Dr. rer. nat. Elena Neumann für ihre herausragende Arbeit über die Entstehung rheumatologischer Erkrankungen und deren Behandlung , die im August 2018 in der Zeitschrift „Annals of the Rheumatic Diseases“ veröffentlicht wurde. Koautoren der Arbeit waren unter anderem Dr. Rebecca Hasseli, Dr. Simon Classen und Prof. Ulf Müller-Ladner, alle Kerckhoff-Klinik. 
Weitere Preisträger sind Dr. Stefan Guth, Stellvertretender Direktor der Abteilung Thoraxchirurgie und Dr. Won-Keun Kim, Oberarzt der Kardiologie, die ihre Arbeiten ebenfalls erfolgreich platzieren konnten. 
Der Publikationspreis wird an die Wissenschaftler aus der Kerckhoff-Klinik vergeben, die ihre Arbeit am besten veröffentlichen konnten. Hierfür gibt es ein weltweit genutztes Punktesystem, den sogenannten „Impact-Faktor.


„Je höher die erreichte Punktzahl ist, desto häufiger wird die Arbeit weltweit gelesen und umso größer ist die internationale Anerkennung“, erklärt Prof. Hamm. „Alle ausgezeichneten Arbeiten belegen eindrucksvoll das hohe international anerkannte Niveau der Forschungsarbeit an der Kerckhoff-Klinik. Die Preisvergabe soll das Engagement der Forscher in den Mittelpunkt stellen, die sich nach ihrer Arbeit am Patientenbett noch wissenschaftlich betätigen.“
PD Dr. Andreas Rolf, stellvertretender Direktor der Abteilung Kardiologie, der den Preis an diesem Abend in Vetretung für seinen Kollegen Dr. Kim entgegen nahm, ergänzt: „Diese Auszeichung ist für uns Anerkennung und Ansporn zugleich, die Forschungsarbeit mit Vehemenz weiter zu betreiben. Unser oberstes Ziel ist es, Patienten zu helfen und die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen immer weiter zu verbessern. Dazu müssen wir noch besser verstehen, wie und warum Menschen erkranken – und das kann nur intensive Forschung auf allen medizinischen Gebieten bewirken.“
„Ich freue mich sehr über die Auszeichung“, so Frau PD Dr. Elena Neumann, verantwortliche Oberärztin im Bereich der Rheumatologischen Grundlagenforschung am Franz-Groedel-Institut der Kerckhoff-Klinik. „Mein Dank geht in erster Linie an meine Kollegen und Kolleginnen, ohne die diese Arbeit nicht möglich gewesen wäre sowie an den Förderverein, der unsere Arbeit honoriert und motiviert, Forschung zu betreiben.“


 Der Titel der Arbeit lautet „Tetraspanin CD82 affects migration, attachment and invasion of rheumatoid arthritis synovial fibroblasts“


PM 3 / 2020 PDF


Über den „Verein der Freunde und Förderer der Kerckhoff-Klinik“

Der Verein wurde im Jahr 2008 mit dem Ziel gegründet, die wissenschaftliche Forschung an der Kerckhoff-Klinik finanziell zu unterstützen. Aufgaben sind unter anderem die finanzielle Unterstützung von Forschung und Lehre, Preisverleihungen für die Nachwuchsforschung und Einwerben von Geld- und Sachspenden. Zusätzlich unterstützt der Verein soziale Projekte und Stipendien. Vorsitzende ist Dr. Katharina Madlener, Direktorin der Abteilung Labormedizin & Krankenhaushygiene an der Kerckhoff-Klinik.
Weitere Informationen unter : www.freunde-kerckhoff-klinik.de/Unser-Verein/

#TeamKerckhoff - Bewerbertag 2020 war ein voller Erfolg - PM 2 / 2020

 

•    3. Auflage des Bewerbertags in der Kerckhoff-Klinik bot potenziellen Bewerbern und Interessierten eine spannende Plattform um die Klinik und deren Abteilungen kennenzulernen
•    Bewerber aller Berufsgruppen waren willkommen

Nach den Erfolgen in den vergangenen Jahren konnten  sich die Veranstalter und Mitarbeitenden der Klinik auch in diesem Jahr wieder über eine hervorragende Resonanz freuen. Bereits kurz vor der offiziellen Eröffnung waren Gäste und Interessierte vor Ort, um sich zu informieren und erste Gespräche mit den Mitarbeitenden zu führen.
„Wir haben uns alle auf dieses Event gefreut und waren begeistert, dass sich so viele Bewerberinnen und Bewerber eingefunden haben“, freute sich Pflegedirektorin Beatrix Falkenstein, „der Tag war sehr gut besucht und die Kolleginnen und Kollegen, die sich beteiligt haben, haben ganz beeindruckende Arbeit geleistet.“
Der Bewerbertag war wieder eine tolle Gelegenheit die Menschen näher kennen zu lernen, die in der Schwerpunktklinik für die ganzheitliche Versorgung der Patienten von Herz-, Lungen-, Gefäß- und Rheumaerkrankungen sowie Transplantations- und Rehabilitationsmedizin zuständig sind. Mit originellen Aktionen wurden die einzelnen Bereiche und Abteilungen vorgestellt. Ein kompletter Operationstisch, inklusive OP-Besteck und Herz-Lungenmaschine sorgte für ein besonderes Highlight, die Radiologie hatte ein Puzzle kreiert und das Team der pflegeunterstützenden Dienste, wie patientennaher Service, Patientenbeförderungsdienst und Wahlleistungsservice präsentierte sich mit einer außergewöhnlichen Rallye. Auch die Möglichkeit, an einer persönlichen Führung durch die Funktionsbereiche und Stationen teilzunehmen, wurde durch zahlreiche Interessierte genutzt.
„Der Bewerbertag ist für uns eine wichtige Plattform, um potenzielle Arbeitnehmer und Interessierte für die Kerckhoff-Klinik als Arbeitgeber zu begeistern und zu gewinnen, betont Matthias Müller, Kaufmännischer Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik GmbH, „und auch in diesem Jahr ist es uns wieder mehr als gelungen.“
Pflegedirektorin Beatrix Falkenstein ergänzt,  „wir konnten eine Vielzahl an Vorstellungs-gesprächen mit interessanten Bewerbern und Bewerberinnen führen, Hospitationen vereinbaren und auch Arbeitsvorverträge abschließen. Ich freue mich sehr, dass wir in den kommenden Monaten unsere neuen Mitarbeitenden begrüßen können.“

Matthias Müller, der selbst auch vor Ort war und für Gespräche und Fragen aller Art zur Verfügung stand betont, „ohne das große persönliche Engagement aller Beteiligten wäre ein solcher Erfolg gar nicht möglich und dafür möchte ich allen noch einmal ganz herzlich danken. Wir alle sind uns darüber bewusst, dass die Situation auf dem Arbeitsmarkt, gerade was medizinische Berufe betrifft, besonders angespannt ist. Umso erfreulicher ist für uns die Bilanz des diesjährigen Bewerbertages.“

Eine Neuauflage des Bewerbertags 2021 dürfte garantiert sein, dann mit vielen neuen Ideen und interessanten Informationen zur Klinik, den Mitarbeitenden und den Berufs- und Karrierechancen an der Kerckhoff-Klinik.


PM 2/2020 PDF


Über die Kerckhoff-Klinik GmbH:

Die Kerckhoff-Klinik ist mit etwa 400 Akut- und 130 Reha-Betten eines der größten Schwerpunktzentren für die Behandlung von Herz-, Lungen-, Gefäß- und Rheumaerkrankungen sowie Transplantations- und Rehabilitationsmedizin in Deutschland mit exzellentem Ruf und internationalem Renommee. Zudem ist die Bad Nauheimer Klinik das Zentrum für thorakale Organtransplantationen (Herz und Lunge) in Hessen. Im Jahr werden rund 15.000 Patienten stationär und 35.000 ambulant versorgt. Als gemeinnützige GmbH und wird sie von der Stiftung William G. Kerckhoff, Herz-, und Rheumazentrum Bad Nauheim getragen. In der Stiftung sind das Land Hessen, die Max-Planck-Gesellschaft, die Stadt Bad Nauheim und die ursprüngliche Kerckhoff-Stiftung vertreten. Seit 2017 ist die Kerckhoff-Klinik Campus der Justus-Liebig-Universität Gießen und beteiligt sich auch an der klinischen Ausbildung der Studierenden an der JLU Gießen. Das Schwerpunktzentrum ist mit 1400 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber der Stadt Bad Nauheim. www.kerckhoff-klinik.de

 

Komm ins #TeamKerckhoff - PM 1 / 2020

 

  • Kerckhoff-Klinik lädt zum dritten Bewerbertag ein und präsentiert interessante Karrierechancen

  • Nachbau eines OP-Saals im Foyer mit OP-Besteck und Herz-Lungenmaschine, Organ-Puzzle, Ralley, u.v.m.

Nach dem Erfolg der letzten Jahre geht der Bewerbertag der Kerckhoff-Klinik in die dritte Runde. Unter dem Motto „Komm ins #TeamKerckhoff“ öffnet die renommierte Klinik am Samstag, den 18. Januar 2020, in der Zeit von 10:00 bis 15:30 Uhr wieder ihre Türen, um potenziellen Bewerbern und Interessierten auf teils sehr kreative Art und Weise Einblicke in die einzelnen Abteilungen zu geben. Besucher dürfen sich außerdem auf persönliche Gespräche in lockerer Atmosphäre mit Mitarbeitenden der Klinik und Vorort-Bewerbungsgespräche freuen. Willkommen sind Bewerber für alle Berufsgruppen – von der Pflege über Verwaltungsexperten bis hin zu Ärzten und Servicepersonal. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig.

Der Bewerbertag ist eine tolle Gelegenheit, die Menschen näher kennen zu lernen, die in der Schwerpunktklinik für die ganzheitliche Versorgung der Patienten von Herz-, Lungen-, Gefäß- und Rheumaerkrankungen sowie Transplantations- und Rehabilitationsmedizin zuständig sind. Dieses Jahr haben sich wieder zahlreiche Kolleginnen und Kollegen originelle Aktionen überlegt, um ihre Bereiche und Abteilungen vorzustellen. Das OP-Team wird beispielsweise einen kompletten Operationstisch, inklusive OP-Besteck und Herz-Lungenmaschine herrichten, die Radiologie hat ein ganz besonderes Puzzle kreiert und das Team der pflegeunterstützenden Dienste, wie patientennaher Service, Patientenbeförderungsdienst und Wahlleistungsservice präsentiert sich mit einer außergewöhnlichen Ralley. Bei Interesse besteht die Möglichkeit für eine persönliche Führung durch Funktionsbereiche und Stationen.
„Der Bewerbertag ist für uns eine wichtige Plattform, um potenzielle Arbeitnehmer und Interessierte für die Kerckhoff-Klinik als Arbeitgeber zu begeistern und zu gewinnen. Gleichzeitig bietet er Bewerbern und Bewerberinnen die Möglichkeit, das Team Kerckhoff losgelöst vom Arbeitsalltag in lockerer Atmosphäre kennen zu lernen“, betont Matthias Müller, Kaufmännischer Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik GmbH.
„Dieses Event hat sich mittlerweile zum Highlight der Klinik zum Jahresauftakt etabliert und alle Beteiligten freuen sich schon sehr darauf“, berichtet Pflegedirektorin Beatrix Falkenstein. „Wir sind schon sehr auf die Resonanz gespannt und freuen uns auf eine Vielzahl an Vorstellungsgesprächen mit interessanten Bewerbern und Bewerberinnen.“
Mitarbeitende aller Fachdisziplinen, ein OP-Team sowie Kolleginnen und Kollegen der Anästhesie, Kardiotechnik, Intensivpflege, aus dem Labor und der Radiologie, Medizintechnik und Servicebereichen sowie viele weitere werden vor Ort sein. Gesucht werden vor allem Gesundheits- und Krankenpflegekräfte, medizinisch-technische Angestellte, medizinische Fachangestellte, aber auch Ärzte, Servicekräfte oder Mitarbeitende für die Verwaltung und Technik. Ob der Wiedereinstieg nach der Elternzeit, die Suche nach einer neuen Herausforderung oder nach dem ersten Job –  alle sind herzlich eingeladen. Natürlich auch Schülerinnen und Schüler, die sich für eine Ausbildung interessieren.
Wer die einzelnen Bereiche und das Team schon vorher ein bisschen besser kennenlernen möchte, kann sich vorab kurze Video-Clips von Mitarbeitenden auf den Social Media Kanälen der Klinik und der Homepage ansehen, die speziell für den Bewerbertag gedreht wurden. Flankierend dazu sorgen Radiospots, Promotions und reichweitenstarke PR-Maßnahmen im Vorfeld für große Aufmerksamkeit.

PM 1/2020 PDF

Über die Kerckhoff-Klinik GmbH:
Die Kerckhoff-Klinik ist mit etwa 400 Akut- und 130 Reha-Betten eines der größten Schwerpunktzentren für die Behandlung von Herz-, Lungen-, Gefäß- und Rheumaerkrankungen sowie Transplantations- und Rehabilitationsmedizin in Deutschland mit exzellentem Ruf und internationalem Renommee. Zudem ist die Bad Nauheimer Klinik das Zentrum für thorakale Organtransplantationen (Herz und Lunge) in Hessen. Im Jahr werden rund 15.000 Patienten stationär und 35.000 ambulant versorgt. Als gemeinnützige GmbH und wird sie von der Stiftung William G. Kerckhoff, Herz-, und Rheumazentrum Bad Nauheim getragen. In der Stiftung sind das Land Hessen, die Max-Planck-Gesellschaft, die Stadt Bad Nauheim und die ursprüngliche Kerckhoff-Stiftung vertreten. Seit 2017 ist die Kerckhoff-Klinik Campus der Justus-Liebig-Universität Gießen und beteiligt sich auch an der klinischen Ausbildung der Studierenden an der JLU Gießen. Das Schwerpunktzentrum ist mit 1400 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber der Stadt Bad Nauheim. www.kerckhoff-klinik.de


ARCHIV PRESSEMITTEILUNGEN

2019

PRESSEMELDUNG  2/2019 / PDF

Bewerbertag 2019
Besucher bekamen Einblick in die Kerckhoff-Klinik als Arbeitgeber – die Klinik präsentierte sich mit Ihren Abteilungen in der Empfangshalle

„Der Bewerbertag ist eine tolle Gelegenheit uns bei potentiellen neuen Kolleginnen und Kollegen ganz unkompliziert vorzustellen und direkt mit einander ins Gespräch zu kommen“, fasst Pflegedirektorin Beatrix Falkenstein, den Erfolg des Bewerbertages der Klinik zusammen.
Zahlreiche Abteilungen und Stationen hatten sich dafür an eigenen Ständen in der großen Empfangshalle präsentiert. Mitarbeiter erklärten den Besuchern ihr jeweiliges Arbeitsumfeld auf teils sehr kreative Art und Weise. So baute das OP-Team einen kompletten Operationstisch samt OP-Besteck und Herz-Lungenmaschine auf. Am Stand der Medizintechnik konnte man sich an der Thoraxskopiebox betätigen und seine Fähigkeiten bei einem endoskopischen Eingriff unter Beweis stellen. Die Radiologische Abteilung hatte sich ein Quiz einfallen lassen, in dem sie die Besucher raten ließ, welche Obstsorten auf den Röntgenbildern zu sehen sind. .
Desweiteren präsentierten das Zentrallabor, die Intensivmedizinische Einheit, die Personalabteilung sowie die Gefäßchirurgie, die Rheumatologie, die Herzchirurgie, die Kardiologie und die Thoraxchirurgie sowie das Rehabilitationszentrum und die Medizintechnik der Kerckhoff-Klinik.
Das Küchenteam, um Versorgungsleiter Thomas Riemann, versorgte Besucher und Mitarbeiter mit einem Buffet, an dem sich alle kostenfrei bedienen und in lockerer Atmosphäre ins Gespräch kommen konnten
Auch die Theodora-Konitzky-Akademie als Ausbildungsunternehmen für die Gesundheits- und Pflegekräfte war mit einem Stand zu Gast.
 Zusätzlich wurde auch die Region um Bad Nauheim herum und die Stadt selber den Besuchern mit Informationen näher gebracht.
Wer Interesse hatte, konnte außerdem direkt eine Führung durch seinen Wunschbereich der Klinik bekommen.
Dass dieses Angebot bei den Besuchern gut ankam, zeigten zahlreiche Bewerbungsgespräche, die die Pflegedirektorin mit potentiellen Bewerbern direkt vor Ort durchführen konnte.


 

PRESSEMELDUNG 3/2019

Großes Jubiläum: 30 Jahre Herzchirurgie an der Kerckhoff-Klinik
Bad Nauheimer Krankenhaus gilt als eines der größten herzchirurgischen Zentren Deutschlands

1896 wurde die erste Stichverletzung am Herzen erfolgreich verschlossen. Damals eine Sensation, denn niemand hätte für möglich gehalten, dass ein solcher Eingriff jemals gelingen könnte.
Heute 123 Jahre später, hat die Herzchirurgie unzähligen Menschen das Leben gerettet und wieder lebenswert gemacht. Die Kerckhoff-Klinik im hessischen Bad Nauheim ist seit 30 Jahren ein Teil dieser Erfolgsgeschichte und zählt heute zu den größten und renommiertesten Herzchirurgischen Kliniken in Deutschland. Das Jubiläum wurde nun mit einem Festsymposium am Freitag, den 08. Februar 2019 gefeiert.

Prof. Dr. Markus Schönburg, derzeit kommissarischer Direktor und Chefarzt der Abteilung Herzchirurgie, begrüßte die Gäste, unter ihnen auch Herr Klaus Kress, Oberbürgermeister der Stadt Bad Nauheim, im gut gefüllten Justus-Liebig-Saal der Kerckhoff-Klinik.
Prof. Dr. Hossein-A. Ghofrani überbrachte die Grußworte der Geschäftsführung, des Aufsichtsrats und der Gesellschafterversammlung und gab einen kurzen Einblick in die Geschichte der Klinik.
Einen ausführlichen historischen Rückblick in die letzen 30 Jahre der Kerckhoff-Klinik unternahm Prof. Dr. Christian Hamm, Ärztlicher Direktor des Hochleistungszentrums auf dem Gebiet Herz-, Lunge-, Gefäß- und Rheuma. Er selbst ist bereits seit 20 Jahren als Direktor der Abteilung für Kardiologie an der Klinik tätig und hat die Entwicklung der Herzchirurgie miterlebt. Bilder und Zahlen machten die positive und erfolgreiche Weiterentwicklung deutlich.
Besondere Erwähnung fanden zwei prägende Mediziner: Prof. Dr. Martin Schlepper, der als Kardiologe die Notwendigkeit einer herzchirurgischen Abteilung für die Kerckhoff-Klinik erkannte und Anfang der 1980er Jahre die hessische Landesregierung davon überzeugte. Und Prof. Dr. Wolf-Peter Klövekorn, der die Herzchirurgische Abteilung nach seinem Eintreten 1992 wesentlich formte und unter dessen Leitung die Herzchirurgie zu einer Abteilung mit nationalem und internationalem hohen Ansehen wurde.

Einen Blick zurück auf die letzten 30 Jahre in der Entwicklung der Herzchirurgie im Allgemeinen warf Prof. Dr. Markus Heinemann, Herausgeber der Fachzeitschrift “The Thoracic and Cardiovascular Surgeon“, das wissenschaftliche Publikationsorgan der Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie.
Im Anschluss stellte Prof. Dr. Thomas Voigtländer, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung und leitender Kardiologe im CCB in Frankfurt die aktuellsten Zahlen des Deutschen Herzberichts 2018 vor. Dieser publiziert alljährlich die neuesten Zahlen zur Entwicklung der Versorgung von Herzpatienten in Deutschland.

Einen Blick in die Zukunft der Herzchirurgie und die sich immer weiterentwickelnden medizinischen Möglichkeiten gaben anschließend Prof. Mirko Doss, stellvertretender Direktor der Abt. Herzchirurgie und PD Dr. Manfred Richter, Oberarzt und Leiter der AG neue Biomarker im insuffizienten Herzen und außerdem Transplantationsbeauftragter der Kerckhoff-Klinik.

Wie die zukünftige und heute schon praktizierte Zusammenarbeit der Abteilungen Herzchirurgie und Kardiologie an der Kerckhoff-Klinik aussieht und aussehen wird, das skizzierte Prof. Dr. Christof Liebetrau, Geschäftsführender Oberarzt der Abt. Kardiologie an der Kerckhoff-Klinik. So wird u.a. die heute schon bestehende enge und erfolgreiche Zusammenarbeit in Teams, wie z. B. bei interventionellen Klappenimplantationen, sogenannten TAVI, zunehmend erweitert werden, um Patienten an der Kerckhoff-Klinik jederzeit die bestmögliche medizinische Therapie zukommen zu lassen.

Sicher ist: Unter dem Einfluss der stetigen Veränderungen und Verbesserungen medizinscher Diagnostik und Therapien werden sich Methodik und Behandlung von Patienten immer weiter verändern und verbessern.
Im Schlusswort von Prof. Schönburg wurde deutlich: Die Kerckhoff-Klinik sieht sich gut gerüstet für die Zukunft. Als Kooperationspartner der JLU Gießen auf dem Campus Kerckhoff ist die Klinik auch im Bereich der Forschung und der klinischen Ausbildung der Studierenden im Fachbereich Medizin hervorragend aufgestellt.
Die nächsten 30 Jahre können also in Angriff genommen werden.


 

PRESSEMELDUNG  4/2019 / PDF

Hygienebeauftragte in der Pflege  -  15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kerckhoff-Klinik absolvierten Fortbildung
Die Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim sorgt für noch bessere Hygienestandards sowie beugt Infektionskrankheiten vor: 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereichen der Pflege- und Funktionsabteilungen an der Kerckhoff-Klinik absolvierten jetzt erfolgreich eine Fortbildung im Bereich der Hygiene.

Nach 40 Stunden Theorie und Praxis zu verschiedenen Themen, wie z. B.  den gesetzlichen Vorgaben, der Versorgung von infektiösen Patienten oder auch der hygienischen Anforderung an Krankenhauskleidung und Schutzausrüstung wurde die Fortbildungsmaßnahme jetzt erfolgreich mit einer schriftlichen Prüfung abgeschlossen.

Die Aufgaben der Hygienebeauftragten in der Pflege leiten sich vom jeweiligen Tätigkeitsgebiet mit all seinen Facetten ab. Der Schwerpunkt liegt in der Funktion als Bindeglied und Ansprechpartner zwischen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einerseits und dem Hygienefachpersonal anderseits. Sie unterstützen die Kolleginnen und Kollegen bei der Einhaltung von Hygienestandards sowie bei der Vorbeugung von Infektionskrankheiten. Sie beraten und schulen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezüglich hygienerelevanter Maßnahmen und Produkte und überwachen Pflegetechniken.  Daher wurden in ihrem Tätigkeitsbereich besonders erfahrene und hygieneinteressierte Pflegekräfte für die Fortbildung ausgewählt. Unter Anleitung des Hygienefachpersonals der Kerckhoff-Klinik und Fr. Dr. Katharina Madlener, Direktorin der Abt. Labormedizin und Krankenhaushygiene sowie vieler hygienebeauftragter Ärzte aus verschiedenen Fachbereichen wurden die Lehrinhalte praxisbezogen vermittelt. Das jetzige Hygieneteam freut sich über die Unterstützung. Denn gemeinsam sind die Aufgaben und Herausforderungen besser zu bewältigen.

Bildunterschrift:
Die frischgebackenen Hygienebeauftragten mit den Ausbildern und Fr. Dr. Katharina Madlener (hintere Reihe re.)


 

PRESSEMELDUNG 5/2019 / PDF

Neuer Premium-Bereich für Patienten im Rehabilitationszentrum der Bad Nauheimer Kerckhoff-Klinik fertiggestellt

Frisch, modern und komfortabel: Ab sofort können Patienten, die eine Anschlussheilbehandlung nach einer Herz-, Gefäß- oder Lungenerkrankung im Kerckhoff-Klinik Rehabilitationszentrum in Bad Nauheim absolvieren wollen, auch im neuen Premium-Bereich der Klinik untergebracht werden.
Insgesamt elf Einzelzimmer wurden bereits im Zuge der umfangreichen Renovierungsmaßnahmen des 2005 gegründeten Rehabilitationszentrums auf Hotelniveau mit komfortabler Ausstattung und hochwertiger Möblierung modernisiert. Barrierefreie Dusche, Haartrockner, Kosmetikspiegel und eine Auswahl an Pflegeproduktionen sowie auf Wunsch täglich frische Dusch- und Handtücher machen das neue Bad zu einer kleinen Wellnessoase. Zusätzlich dürfen sich die Patienten im Premium-Bereich auf weitere Service- und Zusatzleistungen wie Telefon, TV, Mini-Bar und Mineralwasser sowie kostenfreie Internetnutzung freuen. Der neue Premium-Bereich steht allen Patienten - aus dem In- und Ausland – gegen einen entsprechenden Aufpreis zur Verfügung.
„Unser Ziel ist es, neben einer hoch qualitativen medizinischen und pflegerischen Betreuung, unseren Patienten auch im Bereich Service mehr zu bieten, damit sie sich noch wohler fühlen und in einem angenehmen Ambiente schneller wieder genesen“, betont Prof. Dr. Thomas Mengden, Ärztlicher Leiter der Abteilung Rehabilitation der Kerckhoff-Klinik.
„Die exponierte Lage direkt am wundervollen Bad Nauheimer Kurpark, wenige Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt und insbesondere die medizinisch-therapeutische Kompetenz haben dazu geführt, dass die Reha-Abteilung der Kerckhoff-Klinik einen sehr hohen Beliebtheitsgrad genießt“, so Matthias Müller, der seit Januar 2019 die Position des kaufmännischen Geschäftsführers der Kerckhoff-Klinik GmbH übernommen hat. „Unsere Patienten sind begeistert von der herrlichen Parklandschaft und den wunderbaren Wanderwegen der Kurstadt, die sie am Ende der Behandlung in unserem Rehabilitationszentrum wieder nutzen können“, freut sich Müller.
Seit 2010 ist das Rehabilitationszentrum eine Abteilung der Kerckhoff-Klinik. Der Vorteil für die Patienten liegt damit ganz klar auf der Hand: Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Ärzten im Akutbereich und den Ärzten im Bereich der Rehabilitation schafft die besten Voraussetzung für eine optimale medizinische Versorgung während der Rehabilitation.
Weitere Informationen unter www.kerckhoff-klinik.de oder 06032/999.


 

PRESSEMELDUNG  6/2019 / PDF
 
Trotz Rheuma erfolgreich den Alltag meistern - Voller Erfolg der Infoveranstaltung der Rheuma-Liga Hessen e.V. in Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim
 
Schmerzen bekämpfen – Lebensqualität gewinnen: Am Samstag, den 6. April 2019, fand eine Veranstaltung der Rheuma-Liga Hessen e.V. mit dem Thema „Rund um Rheuma“ in der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim statt. Rund 150 Mitglieder der Selbsthilfegruppe folgten der Einladung und erhielten nützliche Informationen von Experten, wie das Leben mit und trotz Rheuma möglichst gut zu meistern ist.
„Wir freuen uns sehr über den großen Erfolg dieser Informationsveranstaltung hier im Rheuma-Zentrum der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim“, so Dr. Walter Hermann, Oberarzt der Abteilung Rheumatologie & Klinische Immunologie der Kerckhoff-Klinik und Präsident der Rheuma-Liga Hessen.
Schon in der Bedeutung des Wortes ‚Rheuma‘ stecken die Hauptbeschwerden – nämlich fließende, reißende und ziehende Schmerzen, die nicht nur die Bewegungsfreiheit einschränken, sondern auch die Lebensqualität der Millionen Betroffenen enorm einschränken. Bis heute ist Rheuma nicht heilbar – die Behandlung richtet sich daher auf die Therapie der Entzündung und gegen das weitere Fortschreiten der Erkrankung.
„Bewegung ist aus mehreren Gründen besonders effektiv für Rheumatiker. Sie unterstützt  einerseits den  Erhalt bzw. die Verbesserung der Gelenkfunktion und der Muskulatur, dient auch zur Vorbeugung einer Osteoporose und verbessert vor allem die Lebensqualität der Betroffenen. Diese Dinge werden durch die Kombination Rheumatologie, Osteologie und Physikalische Medizin in der Kerckhoff-Klinik besonders intensiviert“, so das Fazit von  Prof. Dr. Uwe Lange, Direktor der Abteilung Physikalische Medizin und Osteologie der Kerckhoff-Klinik, in seinem Vortrag.
Weitere wesentliche Themen rund um Rheuma und rheumatische Erkrankungen, über die referiert und intensiv diskutiert wurde, waren u.a. Ergotherapie, Ernährung, Begleiterkrankungen von Rheuma sowie der immer wichtiger werdende Umgang mit Krankenkassen und Behörden. Der Arbeitskreis rheumakranker Mütter und Frauen stellte sich vor und die Veranstaltung wurde mehrfach durch Saalgymnastik für alle buchstäblich aufgelockert.

Unüberschaubar und unvorhersehbar
Es gibt bis zu 300 unterschiedliche rheumatische Erkrankungen und Diagnosen. Zu den entzündlich-rheumatischen Erkrankungen zählen z.B. die rheumatoide Arthritis und der Morbus Bechterew, während die Arthrosen zu den „degenerativen“ Formen gehören. Hinzu kommen Stoffwechselstörungen wie die Gicht, die rheumatische Beschwerden verursachen. Bei den entzündlich-rheumatischen Systemerkrankungen, beispielsweise dem systemischen Lupus erythematodes oder den Gefäßerkrankungen, können auch innere Organe oder die Haut betroffen sein.
Aufgrund der unüberschaubaren Vielfalt an möglichen Symptomen ist es eine Herausforderung, eine wirksame Strategie für die Behandlung zu finden. Zudem sind rheumatische Erkrankungen unberechenbar: Sie verlaufen häufig in Schüben, verursachen mal mehr und mal weniger Schmerzen, können sich überraschend verschlechtern oder unter bestimmten Medikamenten sogar zum Stillstand kommen.  Im Kampf gegen den Schmerz können die Patienten aber auch selbst einiges tun: indem sie in Bewegung bleiben, nicht rauchen, sich gesund ernähren und über ihre Erkrankung und alle damit zusammenhängenden Aspekte so gut wie möglich informieren. Dies ist auch eine der Hauptanliegen der Rheuma-Liga Hessen und hat bei dieser Veranstaltung offensichtlich gut geklappt.
Weitere Informationen unter www.kerckhoff-klinik.de oder 06032/996 0.
 
Über die Rheuma-Liga
Die Rheuma-Liga ist die größte Patientenorganisation Deutschlands und hat es sich zum Ziel gesteckt, die Interessen aller betroffenen Patienten auf vielen verschiedenen Ebenen zu vertreten. Die Arbeit der Rheumaliga wird ehrenamtlich ausgeübt und geht von der Interessenvertretung in politischen Gremien über Ausrichtung von Informationsveranstaltungen bis zur praktischen Organisation von Funktionstraining.


 

PRESSEMELDUNG 7/2019 / PDF
 
Kerckhoff-Klinik: Rheumatologisches Frühlingssymposium - Neue Impfleitlinien der ständigen Impfkommission der Bundesregierung im Kindes- und Erwachsenenalter

Unter dem Motto „Impfung und Immunsystem“ fand am Mittwoch, den 15. Mai 2019, das 15. Rheumatologische Frühlingssymposium des Campus Kerckhoff der JLU Gießen in der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim statt. Präsentiert wurden u.a. brandneue Impfempfehlungen der ständigen Impfkommission der Bundesregierung (STIKO) und der europäischen Rheumatologengesellschaft im Kindes- und Erwachsenenalter. 
Schon das Thema „Impfen für Gesunde“ wird in der Bevölkerung momentan kontrovers und intensiv diskutiert. Impfungen bei krankhaft verändertem Immunsystem, wie z.B. bei rheumatischen Erkrankungen im Kindes- und Erwachsenenalter, sind medizinisch und wissenschaftlich noch schwieriger. Diese Patienten leiden in der Regel auch unter Veränderungen ihres Immunsystems, so dass die notwendigen Schutzimpfungen unter besonderen Bedingungen ablaufen müssen.
„Neueste Studien und Untersuchungen haben jetzt gezeigt, dass in der Regel alle Patienten mit rheumatischen Erkrankungen zuverlässig mit den gleichen Impfstoffen geimpft werden können wie gesunde Menschen“, so Prof. Dr. med. Ulf Müller-Ladener, Direktor der Abteilung Rheumatologie und klinische Immunologie der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim. „Auch wenn Patienten rheumatologisch therapiert werden, ist nach neuesten Erkenntnissen eine Impfung möglich. Auch weil diese Patienten sehr Infekt gefährdet sind, ist es besonders wichtig, dass sie zuverlässig gegen Erreger geimpft sind, damit weitere Probleme, wie z. B. Lungenentzündungen oder Gürtelrose, zuverlässig verhindert werden können.“
Besonderer Schwerpunkt der Veranstaltung war das Thema „Impfen in der Kinder- und Jugendzeit“. So ist – laut Prof. Dr. Zepp, Experte aus dem Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin an der Universitätsmedizin Mainz – ein kompletter Impfschutz und die Durchführung aller Impfungen im Kindesalter entscheidend für den späteren Schutz im Erwachsenenalter. Weiter konnte er zeigen, dass nicht nur die Kinder von den Impfungen profitieren, sondern auch Familienmitglieder und betreuende Personen, da durch den vorhandenen Schutz entsprechende Keime oder Bakterien weniger zur Ausbreitung kommen. 


 

PRESSEMELDUNG 8/2019 / PDF

Kerckhoff-Klinik gehört zu den besten Kliniken der Welt - Newsweek und Statista veröffentlichen aktuelles Ranking auf Website

Die Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim wurde als eines der „World’s best Hospitals 2019“ gekürt. Das Ranking der weltweit besten Krankenhäuser wurde nun auf einer Rangliste der US-amerikanischen Wochenzeitung Newsweek und des globalen Marktforschungs- und Verbraucherdatenunternehmen Statista veröffentlicht. Demnach gehört das Hochleistungszentrum auf dem Gebiet Herz-, Lungen-, Gefäß- und Rheuma-Versorgung zu den 1.000 besten Kliniken weltweit und in der Kategorie „Top Specialized“ zu den 110 besten Fachkliniken in Deutschland. So wurde die Kerckhoff-Klinik insbesondere von medizinischen Experten (Ärzte, medizinisches Fachpersonal und Krankenhausmanager) aus Deutschland häufig empfohlen. In der Dimension Patientenzufriedenheit weist die Klinik einen Spitzenwert auf.
„Wir freuen uns sehr über diese internationale Auszeichnung, denn sie unterstreicht das Leitbild der Kerckhoff-Klinik: Unsere qualifizierten und motivierten Mitarbeiter leisten hervorragende Arbeit auf Weltklasse-Niveau und unsere Patienten sind mit der qualitativ-hochwertigen Versorgung sehr zufrieden. Gleichzeitig ist die Prämierung Ansporn, unsere Leistung und unser Leistungsspektrum stetig weiter zu optimieren“, freut sich Matthias Müller, Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik GmbH.
Das Ranking umfasst 1.000 Krankenhäuser aus den elf Ländern USA, Kanada, Deutschland, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Schweiz, Südkorea, Japan, Singapur, Australien und Israel mit einer Mindestkapazität von 100 Betten. Es bewertet Empfehlungen von Ärzten und Krankenhauspersonal, Erfahrungen von Patienten und medizinische Leistungskennzahlen wie Behandlungsqualität, Sicherheit und Hygiene. Über 40.000 Mediziner, Krankenhausmanager und Gesundheitsexperten nahmen an der Online-Umfrage zwischen Oktober 2018 und Januar 2019 teil. Die Patientenzufriedenheit wurde hauptsächlich aus vorhandenen Krankenhausdaten ermittelt. Das höchste Gewicht bei der Berechnung im Bewertungsmodell erhielt die Expertenempfehlung mit 55 Prozent.
Fachkliniken wurden ohne Score in einer separaten, alphabetisch sortierten Liste aufgeführt, da sie aufgrund ihrer unterschiedlichen Schwerpunkte nicht mit allgemeinen Krankenhäusern und auch nicht untereinander verglichen werden konnten.
Mehr Infos unter: https://www.newsweek.com/best-hospitals-2019/top-specialized


 

PRESSEMELDUNG 9/2019 / PDF

Wechsel im Personalmanagement der Kerckhoff-Klinik

  • Personaldirektor Detlef Schneider geht nach 31 Jahren Betriebszugehörigkeit in den Ruhestand
  • Kathrin Di Russo tritt am 1. Juni 2019 als Leiterin des Personalmanagements seine Nachfolge an
  • Hohe Mitarbeiterbindung: Knapp 18 Prozent der 1400 Mitarbeiter seit über 20 Jahren in der Klinik beschäftigt

Über drei Jahrzehnte in einem Unternehmen – in der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim nichts Ungewöhnliches: Jetzt verabschiedet sich Detlef Schneider, zuletzt viele Jahre Personaldirektor im Schwerpunktzentrum für Herz-, Lungen-, Gefäß- und Rheuma-Versorgung, nach 31 Jahren Betriebszugehörigkeit in den Ruhestand. Seine Nachfolgerin ist Kathrin Di Russo, die bisher den Bereich Personalentwicklung der Kerckhoff-Klinik geleitet hat.
Vor 31 Jahren startete Detlef Schneider seine beachtliche Karriere in der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim. Angefangen als Fachkrankenpfleger im Funktionsdienst Anästhesie, stieg er bereits ein Jahr später zum stellvertretenden Leiter dieser Abteilung auf. 1994 wurde er zum stellvertretenden Leiter des Zentralen Pflegedienstes ernannt. Schon im folgenden Jahr setzten ihn die Gremien der Klinik, zunächst kommissarisch, als Leiter der Personalverwaltung ein. Im Laufe seiner weiteren beruflichen Entwicklung wurde er zunächst zum Stellv. Verwaltungsdirektor, später zum Prokuristen und zusätzlich zum Pflegedirektor berufen. 2015 wurde dem ihm die Position des Personaldirektors übertragen und er übernahm zeitgleich die Geschäftsführung der Kerckhoff-Klinik Gebäudebetriebsgesellschaft.
„Wir danken Herrn Schneider für seine hervorragende Arbeit in den vergangenen drei Jahrzehnten und wünschen ihm für die Zukunft und seinen wohlverdienten Ruhestand alles Gute. Sein großer Sachverstand und sein Engagement haben maßgeblich zum Erfolg der Klinik beigetragen und dafür gesorgt, die Mitarbeiterbindung stetig zu steigern“, resümiert Matthias Müller, Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik GmbH. Immerhin sind knapp 18 Prozent der über 1400 Mitarbeiter seit über 20 Jahren in der Kerckhoff-Klinik beschäftigt.
Am 1. Juni 2019 tritt Kathrin Di Russo die Nachfolge von Detlef Schneider an. „Wir sind überzeugt davon, mit Frau Di Russo eine sehr gute Wahl getroffen zu haben. Mit ihr wollen wir zukünftig durch weitere innovative Personalkonzepte noch mehr als guter Arbeitgeber punkten – schließlich sind unsere engagierten Mitarbeiter die Basis unseres Erfolgs“, so Müller.

Zuvor hatte die Psychologin (M.Sc.) schon den Bereich Personalentwicklung in der Kerckhoff-Klinik verantwortet. „Auf die neue Aufgabe und die damit verbundenen Herausforderungen freue ich mich sehr – ganz besonders mit Blick auf die bisherige gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen im Kerckhoff-Team“, betont die neue Personalleiterin.


 

 

PRESSEMELDUNG 10/2019 / PDF

Spitzenmedizin zum Anfassen
„Inside Kerckhoff“ ermöglichte Studierenden und Auszubildenden erstmals Blick hinter die Kulissen der Kerckhoff-Klinik

„Inside Kerckhoff“ – das war Spitzenmedizin zum Anfassen: Rund 90 Studierende der Humanmedizin und Nachwuchskräfte im Gesundheitswesen durften erstmals hinter die Kulissen des Schwerpunktzentrums für Herz-, Lunge-, Gefäß- und Rheuma-Versorgung schauen. So konnten sie schon während ihrer Ausbildung bzw. des Studiums „Krankenhausluft“ schnuppern, Einblicke in den spannenden Klinikalltag bekommen und gleichzeitig das Kerckhoff-Team kennenlernen.
Für die Medizinstudenten der Justus-Liebig-Universität Gießen, Krankenpflegeschülerinnen- und schüler der Theodora-Konitzy-Akademie, angehende Medizinische Fachangestellte der Beruflichen Schulen am Gradierwerk sowie Studierende der Technischen Hochschule Mittelhessen wurde ein buntes und umfangreiches Programm organisiert – mit vielen praktischen Angeboten.
Zu  den Highlights der zweitägigen Veranstaltung zählten, neben spannenden Vorlesungen, Hospitationen im OP, auf der Intensivstation oder im Herzkatheter- und Forschungs-Labor. Im Workshop „Wet Lab – Hands on“ durfte selbst Hand angelegt und mit chirurgischen Techniken Haut zugenäht werden. Hier lernten die Teilnehmer aktiv verschiedene Nahttechniken und Nahtmaterialien kennen, erfuhren, was ein chirurgischer Knoten ist, wie eine schöne Hautnaht gelingt und welche Hürden es zu bewältigen gilt.
Sehr interessant für die Studierenden und Schüler war auch die Begleitung der Visiten von Patienten mit rheumatologischen Krankheitsbildern. Zusätzlich vermittelte das Team der Hygiene-Beauftragten Wissenswertes rund um die richtige Händedesinfektion. Ob Live-Demonstrationen physikalisch-therapeutischer Techniken, Präsentationen der Kardiologie, Sterilisationsabteilung, Medizintechnik oder Wundversorgung – alle zeigten sich begeistert vom Programmangebot der Mitarbeitenden der Klinik.
Interprofessionelle Zusammenarbeit in der Kerckhoff-Klinik
Besonders essentiell für die Kerckhoff-Klinik ist die interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen pflegendem und ärztlichem Personal im Krankenhaus. Denn nur so kann die qualitativ-hochwertige Patientenversorgung am besten gewährleistet werden. „Deshalb haben wir ‚Inside Kerckhoff‘ so konzipiert, dass möglichst viele verschiedene Berufsgruppen teilnehmen. So hatte der Nachwuchs z.B. aus dem ärztlichen Bereich, der Pflege, dem Funktionsdienst, der Verwaltung oder der Medizintechnik Gelegenheit, sich losgelöst vom Arbeitsalltag in lockerer Atmosphäre kennen zu lernen und zusammen viele praxisorientierte Kursangebote zu besuchen. Das gemeinsame Lernen sollte dabei die ein oder andere neue Perspektive eröffnen und zum Austausch anregen“, betont Kathrin Di Russo, die seit dem 1. Juni 2019 die Personalabteilung der Kerckhoff-Klinik leitet.
„Unser Dank geht an das gesamte Team für die tatkräftige Unterstützung und das Engagement, so ein buntes und vielfältiges Programm auf die Beine zu stellen – auch bei laufendem Betrieb“, freut sich Matthias Müller, Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik GmbH. „Jungen Leuten schon während ihres Studiums oder ihrer Ausbildung einen Blick hinter die Kulissen einer Klinik zu gewähren, halten wir für extrem wichtig und sind begeistert über das große Interesse an ‚Inside Kerckhoff‘.“

 

PRESSEMELDUNG 11/2019

Präsentation Kerckhoff-Klinik

Bereits seit einigen Jahren nimmt die Kerckhoff-Klinik an der deutschlandweiten Kampagne „Aktion Saubere Hände“ teil mit dem Ziel, die Hygiene in der Klinik zu fördern und Infektionen zu senken. 2019 erhielt die Bad Nauheimer Schwerpunktklinik für Herz-, Lunge-, Gefäß- und Rheumabehandlungen zum ersten Mal das Silber-Zertifikat für den hohen Hygiene-Standard.
„Wir nehmen an der Aktion ‚Saubere Hände‘ teil, weil wir in unserer Klinik eine sehr gute Hygienearbeit vorweisen können. Das Silber-Zertifikat unterstreicht einmal mehr, dass wir die Qualitätsanforderungen sowie das hohe Niveau der Maßnahmen zur Prävention von Krankenhausinfektionen sehr erfolgreich kontinuierlich umsetzen“, betont Dr. Katharina Madlener, Direktorin der Abteilung für Labor und Krankenhaushygiene an der Kerckhoff-Klinik. „Möglich ist das durch unsere engagierten und hoch motivierten Mitarbeiter, die täglich mit großer Sorgfalt die korrekte Händedesinfektion anwenden. Das Zertifikat belohnt diese Leistungen, weil sie entscheidend zur Sicherheit unserer Patienten beiträgt. Denn eine gute Händehygiene kann nur dann funktionieren, wenn alle mitmachen – das gesamte medizinische Personal, aber auch Patienten und Besucher“ so Dr. Madlener weiter.


 

 

PRESSEMELDUNG 12/2019  /  PDF

Goldene Ehrennadel für Professor Hamm - Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) ehrt Ärztlichen Direktor der Kerckhoff-Klinik für Verdienste um Herzen und Gefäße

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) hat in diesem Jahr die goldene Ehrennadel an den renommierten Mediziner Prof. Dr. Christian Hamm, Direktor der Abteilung Kardiologie und Ärztlicher Direktor der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim, vergeben.
„Der Fortschritt im Bereich der Herzmedizin ist mir schon seit Jahren eine persönliche Herzensangelegenheit. Deswegen engagiere ich mich seit vielen Jahren im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und bei der Verfassung von vielen nationalen und internationalen Leitlinien zur Behandlung von Herzerkrankungen. Mich freut es sehr, diese Auszeichnung entgegen nehmen zu dürfen“, betont Prof. Dr. Hamm.
Die Abteilung Kardiologie der Kerckhoff-Klinik zählt zu den größten Spezialzentren für kardiovaskuläre Erkrankungen in Deutschland. Jährlich suchen über 20.000 Patienten aus dem In- und Ausland diese kardiologische Abteilung auf, um sich von hochqualifizierten Fachärzten nach den neusten medizinischen Standards und Leitlinien untersuchen und behandeln zu lassen. Um das zu garantieren, investiert die Kerckhoff-Klinik aktiv in die Fort-und Weiterbildungen der Mitarbeitenden. Denn die exzellente medizinische Versorgung der Patienten ist nur mit professionellen und motivierten Mitarbeitern zu realisieren.
Professor Hamm war über 8 Jahre im Vorstand und als Präsident der deutschen Gesellschaft für Kardiologie- Herz- und Kreislaufforschung (DGK) tätig. Neben seiner Aufgabe an der Kerckhoff-Klinik ist Hamm zudem Direktor der Medizinischen Klinik I (Kardiologie und Angiologie) des Universitätsklinikums Gießen und Marburg am Standort Gießen. Die Kerckhoff-Klinik, Justus-Liebig-Universität und UKGM kooperieren eng in Forschung und Lehre. Prof. Hamm selbst hat Lehrbücher und mehr als 900 wissenschaftliche Publikationen verfasst.
Die Ehrennadel in Gold wird vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. als Auszeichnung in Anerkennung für besondere Verdienste um die Kardiologie vergeben. Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. setzt sich hauptsächlich für die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der sogenannten kardiovaskulären Erkrankungen ein, also Krankheiten, die Herz und Gefäße betreffen.


 

 

PRESSEMELDUNG 13/2019 / PDF

Der Sekunden-Herztod: plötzlich und unerwartet

  • Kerckhoff-Klinik bietet kostenlose Seminare für Patienten, Angehörige und Interessierte im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung an
  • Keine Angst vor Wiederbelebung! Jeder kann Leben retten

Der plötzliche Herztod reißt Menschen buchstäblich aus dem Leben. Innerhalb von Augenblicken kippen die Betroffenen um, binnen Minuten sind sie nicht mehr am Leben. 65.000 Menschen erleiden jedes Jahr in Deutschland eine Herzattacke, 60.000 sterben daran. Unter dem Motto „Plötzlicher Herztod – Wie kann ich mich davor schützen?“ im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung, engagiert sich die Kerckhoff-Klinik auch in diesem Jahr wieder aktiv bei der bundesweiten Aufklärungskampagne.
Der plötzliche Herztod ist in aller Regel kein schicksalhaftes Ereignis, vor dem es kein Entkommen gibt, sondern Komplikation einer meist langjährigen Herzerkrankung, wobei das Spektrum der zugrundeliegenden Erkrankung zumeist altersabhängig ist. Auffällig dabei: Männer sind immer noch deutlich gefährdeter als Frauen.
Anlässlich der Herzwochen veranstaltet die Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Hamm, Ärztlicher Direktor der Kerckhoff-Klinik und Direktor der Abteilung Kardiologie, zwei kostenlose Seminare und eine Telefonaktion für Patienten, Angehörige und Interessierte.  Ziel ist es, so viele Menschen wie möglich darüber aufzuklären, wie es zu den bedrohlichen Herzkrankheiten kommt, mit welchen Symptomen sie sich bemerkbar machen und wie man sich am effektivsten vor dem plötzlichen Herztod schützt. Außerdem werden leicht erlernbare Übungen zur Wiederbelebung präsentiert, denn: Jeder kann Leben retten!
„Das Risiko für einen plötzlichen Herztod nimmt mit steigendem Lebensalter zu. Besonders gefährdet sind Menschen mit einer Herzerkrankung, die vorher nicht bekannt war“,  betont PD Dr. Johannes Sperzel, leitender Oberarzt der Abteilung Kardiologie in der Kerckhoff-Klinik. „Unser diesjähriges Angebot an Experten-Vorträgen und der Möglichkeit, sich auch telefonisch zu informieren, soll dabei unterstützen, so viele Menschen wie möglich vor einem solchen Schicksal zu bewahren.“


Programm in der Kerckhoff-Klinik

  • Samstag, 09.11.2019, 09:00 – 13:00 Uhr, Bedrohliche Herzrhythmusstörungen: Wie schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod? Das halbtägige Seminar mit wichtigen Vorträgen und leicht erlernbaren Übungen zur Wiederbelebung und Infoständen findet im Reha-Zentrum der Kerckhoff-Klinik, Ludwigstr. 41 in Bad Nauheim statt.
  • Mittwoch, 20.11.2019, 16:00 – 18.00 Uhr, Was sie schon immer über den plötzlichen Herztod wissen wollten – Fragen und Antworten. Zweistündiges Seminar im Reha-Zentrum der Kerckhoff-Klinik, Ludwigstr. 41. mit unseren Kardiologen PD Dr. Johannes Sperzel und Dr. Andreas Hain sowie Herzchirurg Dr. Heiko Burger
  • Telefonaktion, Dienstag, 26.11.2019, 16:00 – 18:00 Uhr, Stellen Sie Ihre Fragen: PD Dr. Johannes Sperzel, Kardiologie, Dr. Andreas Hain, Kardiologie und Herzchirurg Dr. Heiko Burger geben am Telefon Auskunft. Tel: 06032 / 996 7000

     

Wie kommt es zum plötzlichen Herztod?

Unmittelbar eingeleitet wird der plötzliche Herztod vor allem durch das plötzliche Auftreten der bösartigsten Herzrhythmusstörung – dem Kammerflimmern. Diese führt innerhalb weniger Sekunden zum Kreislaufkollaps: Das Herz hört auf zu schlagen, der Blutdruck sinkt auf „Null“. Der Patient verspürt nach vier Sekunden eine „Leere“ im Kopf. Nach acht Sekunden bricht er bewusstlos zusammen. Nach zwei bis drei Minuten hört er auf zu atmen. Nach ca. zehn Minuten tritt der Tod ein.
„Wir müssen alles daran setzen, um Menschen davor zu schützen. Die beste Strategie gegen den plötzlichen Herztod lautet, Herzerkrankungen – allen voran die Herzkranzgefäßerkrankung und ihre Risikofaktoren – frühzeitig zu erkennen und zu behandeln“, so Prof. Dr. Christian Hamm, Ärztlicher Direktor der Kerckhoff-Klinik und Direktor der Abteilung Kardiologie. „Daher raten wir Männern und Frauen ab 40 regelmäßige Früherkennungs-Check-Ups durchführen zu lassen. Sollte eine familiäre Belastung vorliegen, sogar noch früher.“ Denn auch jüngere Menschen kann es treffen, wenn auch seltener. Die Ursachen sind meist Herzmuskelentzündungen, angeborene Herzfehler, genetisch bedingte Herzerkrankungen oder Drogenkonsum.


Herzzentrum der Kerckhoff-Klinik
Die Kardiologie im Herzzentrum der Klinik  zählt zu den größten Spezialabteilungen für kardiovaskuläre Erkrankungen in Deutschland. Jährlich suchen über 20.000 Patienten aus dem In- und Ausland die kardiologische Abteilung der Kerckhoff-Klinik auf, um sich von hochqualifizierten Fachärzten nach den neuesten medizinischen Standards untersuchen und behandeln zu lassen.  Die Abteilung verfügt über alle modernen diagnostischen und therapeutischen Verfahren im Bereich Kardiologie.
In der Herzchirurgie werden jährlich über 3000 Patienten operativ versorgt. Neben der Aorten-, Bypass und Klappenchirurgie ist der Bereich der Elektrochirurgie (Implantation von Herzschrittmachern u. Defibrillatoren) führend in Deutschland.
Um für den Patienten ein individuelles und optimales Behandlungskonzept zu entwickeln, arbeiten Kardiologen und Herzchirurgen im sogenannten „Herzteam“ eng zusammen. Ergänzend verfügt die Kerckhoff-Klinik über eine eigene Abteilung für Psychokardiologie, die Patienten vor und nach Erkrankungen des Herzens, nach Herzoperationen oder gar einer Herztransplantation psychologisch unterstützt und so die ganzheitliche Betreuung der Patienten sicherstellen kann.


Über die Herzwochen
Unter dem Motto „Bedrohliche Herzrhythmusstörungen: Wie schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod?“ stehen die bundesweiten Herzwochen, initiiert von der Deutschen Herzstiftung, vom 1. bis zum 30. November 2019. In den Herzwochen beantworten Herzspezialisten in Herz-Seminaren, bei Gesundheitstagen sowie in Telefon- und Online-Aktionen häufige Fragen von Patienten und informieren mit Kurz-Schulungen in Kliniken. Die Herzwochen bieten Betroffenen und Angehörigen sowie Fachkreisen und Medien die Möglichkeit, sich kompetent und laienverständlich über wichtige Fragestellungen zu informieren.
Über die Kerckhoff-Klinik GmbH
Die Kerckhoff-Klinik ist mit etwa 400 Akut- und 130 Reha-Betten eines der größten Schwerpunktzentren für die Behandlung von Herz-, Lungen-, Gefäß- und Rheumaerkrankungen sowie Transplantations- und Rehabilitationsmedizin in Deutschland mit exzellentem Ruf und internationalem Renommee. Zudem ist die Bad Nauheimer Klinik das Zentrum für thorakale Organtransplantationen (Herz und Lunge) in Hessen. Im Jahr werden rund 15.000 Patienten stationär und 35.000 ambulant versorgt. Als gemeinnützige GmbH und wird sie von der Stiftung William G. Kerckhoff, Herz-, und Rheumazentrum Bad Nauheim getragen. In der Stiftung sind das Land Hessen, die Max-Planck-Gesellschaft, die Stadt Bad Nauheim und die ursprüngliche Kerckhoff-Stiftung vertreten. Seit 2018 ist die Kerckhoff-Klinik Campus der Justus-Liebig-Universität Gießen und beteiligt sich auch an der klinischen Ausbildung der Studierenden an der JLU Gießen. Das Schwerpunktzentrum ist mit 1400 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber der Stadt Bad Nauheim. www.kerckhoff-klinik.de

© Bilder mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Herzstiftung


 

 

PRESSEMELDUNG 14/2019 / PDF

Klövekorn- Award 2019 für Dr. Katharina Classen

  • Gestifteter Preis für besonderes Engagement an medizinischen Projekten der Kerckhoff-Klinik
  • Weltweit einzigartiges Studienergebnis: Tablette statt Infusion nach Transplantation zur Vermeidung von Osteoporose

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des „Verein der Freunde und Förderer der Kerckhoff-Klinik e.V.“, unter der Leitung von Frau Dr. Katharina Madlener, wurde der Klövekorn-Award in diesem Jahr bereits zum vierten Mal verliehen. Ziel des Preises ist es, Herzchirurgen an der Kerckhoff-Klinik für besondere Projekte oder wissenschaftliche Tätigkeiten zu ehren. Gewürdigt wurde Frau Dr. Katharina Classen, Leiterin der Transplantationsambulanz, für ihr besonderes Engagement in einem Forschungsprojekt der Kerckhoff-Klinik.
Seit mehr als 25 Jahren ist Frau Dr. Classen als Ärztin in der Kerckhoff-Klinik tätig. Ausgezeichnet wurde sie jetzt für ihre Mitarbeit  an der Studie „1 x wöchentliche Bisphosphonatgabe verhindert eine Abnahme der Knochendichte bei Patienten mit Herztransplantation“. Die Studie wurde 2018 in Clinical Transplantation veröffentlicht.
„Der Klövekorn-Award ist ein ganz besonderer Preis, über den ich mich sehr freue“, so Frau Dr. Katharina Classen. „Dieser gilt aber nicht nur mir, sondern insbesondere auch meinen Kollegen der Rheumatologie, Prof. Dr. Ulf Müller-Ladner und Prof. Dr. Uwe Lange sowie PD Dr. Manfred Richter aus der Herzchirurgie. Ohne die gemeinsame Arbeit wäre es kaum möglich gewesen, eine solche Studie erfolgreich abzuschließen“, betont die Preisträgerin.
Tablette statt Infusion nach Transplantation zur Vermeidung von Osteoporose
Patienten nach Transplantationen entwickeln durch die Gabe von Immunsuppresiva häufig eine Osteoporose, die auf die Medikamente zurückzuführen ist. Bisher wurden die Bisphosphonate vor allem über Infusionen verabreicht. Mit der nun vorliegenden weltweit einzigartigen Studie konnte jetzt nachgewiesen werden, dass auch die orale Gabe zu einer Verbesserung der Knochenstruktur führt und die Knochendichte stabil gehalten werden konnte. Für Patienten ist das eine enorme Erleichterung, denn sie müssen nicht mehr zum Arzt für eine Infusion, sondern können eine Tablette ganz einfach oral zu Hause einnehmen. Zusätzlich werden die Kosten durch diese Behandlung wesentlich gesenkt.
„Unsere interdisziplinäre Studie ist richtungsweisend und es freut mich besonders, dass der Klövekorn – Award in diesem Jahr Frau Dr. Katharina Classen aus unserer AG überreicht wurde. Dank der akribischen Patienteneinschlüsse von Frau Dr. Classen erreichten wir mit der Studie ein Spitzenergebnis“, betonte Prof. Dr. Uwe Lange, 2. Vorsitzender des Vereins, Direktor der Abteilung Physikalische Medizin und Osteologie sowie stellvertretender Direktor der Rheumatologie und klinische Immunologie der Kerckhoff-Klinik bei seiner Laudatio.

Über den Klövekorn-Award
Der Klövekorn-Award wurde 2013 von Diana Klövekorn, der Ehefrau des 2010 verstorbenen langjährigen Direktors der Herzchirurgischen Abteilung der Kerckhoff-Klinik, Professor Wolf-Peter Klövekorn, ins Leben gerufen. Er war Gründungsmitglied und erster Vorsitzender dieses Fördervereins. Der Preis wird alljährlich an Herzchirurgen der Kerckhoff-Klinik verliehen, die sich in besonderer Weise mit medizinischen Projekten beschäftigt haben und ist mit 1.000 Euro Preisgeld dotiert.

Über den „Verein der Freunde und Förderer der Kerckhoff-Klinik“
Der Verein wurde im Jahr 2008 mit dem Ziel gegründet, die wissenschaftliche Forschung an der Kerckhoff-Klinik finanziell zu unterstützen. Aufgaben sind unter anderem die finanzielle Unterstützung von Forschung und Lehre, Preisverleihungen für die Nachwuchsforschung und Einwerben von Geld- und Sachspenden. Zusätzlich unterstützt der Verein soziale Projekte und Stipendien. Vorsitzende ist Dr. Katharina Madlener, Direktorin der Abteilung Labormedizin & Krankenhaushygiene an der Kerckhoff-Klinik.
Weitere Informationen unter : http://www.freunde-kerckhoff-klinik.de/Unser-Verein/


 

 

PRESSEMELDUNG 15/2019 / PDF

Lernen von Experten
Herzchirurgen der Kerckhoff-Klinik unterrichten Abiturienten

Krankenhausluft schnuppern und von Experten lernen: Bereits zum 7. Mal unterrichten Herzchirurgen der Bad Nauheimer Kerckhoff-Klinik eine Abiturientenklasse der Kaufmännischen Schulen Hanau. Hinter der Kooperation steht die Idee, Schülerinnen und Schüler für die Medizin zu begeistern.
Für den Leistungskurs „Gesundheitslehre“ der Kaufmännischen Schulen Hanau stellten die beiden Herzchirurgen der Kerckhoff-Klinik, Dr. Tibor Ziegelhöffer und Dr. Heiko Burger, ein spannendes und umfangreiches Programm zusammen. Ob interessante Vorträge rund um die Funktionsprozesse des menschlichen Herzens, Herzkrankheiten oder die Einsicht in Behandlungs- und Diagnosemöglichkeiten mit hochtechnisierten und faszinierenden Vorgängen – alle zeigten sich begeistert vom Programmangebot der Mediziner. Absolutes Highlight für die 14 Schülerinnen und Schüler war der Besuch eines Operationsaals im Rahmen des Klinikrundgangs.
„Die Aktion mit der Kerckhoff-Klinik ist einer der Höhepunkte in den 3 Jahren der Oberstufe. Die Schülerinnen und Schüler erfahren hier, dass alles, was sie im Unterricht in Bezug auf das Organ Herz gelernt haben, tatsächlich in der Praxis von Bedeutung ist. Besonders begeistert waren die Teilnehmer davon, dass die beiden Herzchirurgen trotz ihrer sehr hohen Qualifikation und Reputation so nahbar sind“, resümiert Lehrerin Stefanie Ott, die den Leistungskurs auf den Besuch inhaltlich vorbereitet hat.
Für die Schülerinnen und Schüler ist es eine gute Gelegenheit, nicht nur das ärztliche Berufsbild kennenzulernen, sondern gleichzeitig einen Überblick über eine Vielzahl von medizinischen Berufsmöglichkeiten zu bekommen.
„Jungen Leuten schon während ihrer Schulzeit einen Blick hinter die Kulissen einer Klinik zu gewähren, halten wir für extrem wichtig und sind begeistert über das große Interesse. Es ist toll, den jungen Menschen zu zeigen, wie vielfältig unser Beruf ist. Am schönsten ist es, wenn man die Teilnehmer zukünftig in der Klinik wiedertrifft.“ so Dr. Heiko Burger.


 

 

 

 

PRESSEMITTEILUNG 16/2019 / PDF

Schon lange praktiziert – seit dem 1. Dezember 2019 offiziell:

Die Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim etabliert das „Aortenzentrum am Campus Kerckhoff“ – mit modernster OP-Ausrüstung. Das Besondere: Hier arbeiten Experten der Gefäß- und der Herzchirurgie gemeinsam mit Kardiologen und Angiologen zusammen, um die hochspezialisierte Versorgung bei der Behandlung der komplexen Krankheiten an der Hauptschlagader zu gewährleisten. Bereits seit vielen Jahren deckt die Kerckhoff-Klinik das gesamte Spektrum der Gefäßmedizin ab und hat im Bereich der Brustkorb- und Bauchaorta hessenweit ein Alleinstellungsmerkmal.
Unter der Leitung von Dr. Simon Classen, Direktor des Harvey Gefäßzentrums, Prof. Dr. Christian Hamm, Ärztlicher Leiter und Direktor der Abteilung Kardiologie sowie Prof. Dr. Markus Schönburg, kommissarischer Chefarzt der Herzchirurgie der Kerckhoff-Klinik gehört das neue Aortenzentrum am Campus Kerckhoff zu den ganz wenigen Spezialzentren in Deutschland, welche nicht das Zwerchfell als anatomische Grenze sehen. Dies ist essenziell, insbesondere vor dem Hintergrund der vielschichtigen Aortenerkrankungen wie Aussackungen (Aneurysmen) oder Einrisse (Dissektionen).
Von der Diagnostik bis zur Therapie, von der Operation bis zur Nachkontrolle, von der Intensivbehandlung bis zur Nachbetreuung in der angegliederten Rehabilitations-Abteilung – die Spezialisten der Kerckhoff-Klinik arbeiten von Beginn an Hand in Hand. Der Austausch unter den Medizinern und dem medizinischen Fachpersonal zur Behandlung erfolgt stringent, zeitnah und auf einem hohen Qualitätsniveau zum Wohl der Patienten.
 „Wir sind stolz darauf, das Aortenzentrum am Campus Kerckhoff jetzt offiziell zu etablieren“, freut sich Dr. Simon Classen. Auch Prof. Dr. Christian Hamm und Prof. Markus Schönburg heben den interdisziplinären Ansatz hervor, der in der Klinik bereits in anderen Bereichen erfolgreich gelebt wird. „Die Bildung und Weiterentwicklung von Zentren spielt für die Qualitätssicherung eine bedeutende Rolle – und unsere Patienten können sich darauf verlassen, dass sie sich von Beginn an in den besten Händen befinden und umfassend behandelt werden“, betont Prof. Hamm.

Beste Überlebenschancen in hochspezialisiertem Aortenzentrum
Erkrankungen der Hauptschlagader (Aorta) sind potentiell lebensbedrohlich und stellen eine enorme Herausforderung in der Diagnostik und Behandlung dar. Aussackungen (Aneurysmen) und Einrisse (Dissektionen) in der Gefäßwand gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern. Aussackungen werden meist zufällig entdeckt, können aber geplant versorgt werden. „Patienten mit Rissen in der Wand der Hauptschlagader hingegen kommen häufig als Notfälle in die Klinik und müssen zum Teil sofort operiert werden, denn dann besteht absolute Lebensgefahr“, berichtet Dr. Classen. Und um eine optimale Notfallversorgung zu gewährleisten, kommt es entscheidend darauf an, dass sowohl die Operierenden als auch die Klinik mit dem gesamten Team über möglichst viel Erfahrung mit Eingriffen an der Aorta und über die dafür notwendigen medizinischen Vorrichtungen und kurze Wege verfügen.
„Aufgrund zahlreicher Fortschritte in der Herz- und Gefäßmedizin sowie modernster technischer Ausstattung sind wir in unserem hochspezialisierten Aortenzentrum in der Lage, alle Erkrankungen der Hauptschlagader schnell und sicher zu behandeln, so dass unsere Patienten auch im Notfall die besten Überlebenschancen haben,“ so Prof. Schönburg.

Herausragende Notfallversorgung dank Hybrid-OP
Über eine Notaufnahme mit dem jederzeit einsatzbereiten CT können Notfallpatienten innerhalb von wenigen Minuten in den Hybrid-OP gelangen. Dieser hochmoderne OP-Saal bietet unter anderem eine exzellente Röntgen-Bildgebung, die dem operierenden Team bei der Operation dreidimensionale Bilder der Gefäße liefert und damit die rasche Versorgung der Gefäße ermöglicht. Weiterer Pluspunkt ist die daraus resultierende Möglichkeit, sowohl offene als auch neueste, minimal-invasive Operationen innerhalb des Gefäßes (endovaskulär) an der gesamten Aorta vorzunehmen. Bei diesen Eingriffen werden die beschädigten Stellen in der Gefäßwand durch Prothesen oder Stents (Gefäßstützen) überbrückt.
Um den besonderen Umständen und Bedürfnissen dieser Patienten gerecht zu werden, bietet die Kerckhoff-Klinik neben seinen üblichen Aortensprechstunden auch separate Kontrollsprechstunden an. „Denn mit der Operation ist vielleicht das Leben des Patienten gerettet, aber die Behandlung noch lange nicht beendet“, betont Dr. Classen.


 

 

 

 

 
 
 
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