TRANSPLANTATIONSZENTRUM - SEKTION HERZ

DSO

Koordinierung der Organspende in Deutschland durch die Deutsche Stiftung Organtransplantation
 
In Deutschland hoffen mehr als 10.000 schwer kranke Menschen auf die Transplantation eines Organs. Für sie ist die Transplantation die einzige Möglichkeit, um zu überleben oder die Lebensqualität erheblich zu verbessern. Dies ist jedoch nur möglich, wenn Menschen bereit sind, ihre Organe nach dem Tod zu spenden. 

Diesen Wunsch der Verstorbenen umzusetzen, ist gemeinsame Aufgabe der Krankenhäuser, der Transplantationszentren und der DSO: Sie nimmt die Meldungen möglicher Organspender entgegen, koordiniert die »Gemeinschaftsaufgabe Organspende« und sorgt dafür, dass alle notwendigen medizinischen und organisatorischen Schritte vollzogen werden, damit Organe entnommen, an geeignete Patienten vermittelt und transplantiert werden können.

mehr unter:

www.dso.de 

Eurotransplant

Die Stiftung Eurotransplant ist verantwortlich für die Vermittlung (Allokation) von Spenderorganen in acht europäischen Ländern und arbeitet hierzu eng mit den Organspende-Organisationen, Transplantationszentren, Laboratorien und Krankenhäusern zusammen. Eurotransplant ist mit Vollversammlung, Vorstand, Beirat und neun Beratungskommissionen, in denen Experten aus allen Mitgliedsländern vertreten sind, demokratisch organisiert. Mediziner, wissenschaftliche Mitarbeiter und andere Entscheidungsträger nehmen bei Eurotransplant gemeinsam Einfluss auf die Arbeitsprozesse und deren Weiterentwicklung.

mehr unter:

www.eurotransplant.org

Kontakt

 

Kerckhoff-Klinik GmbH

Herzzentrum

Sekretariat Herzchirurgie

OA Dr. M. Richter

Transplantationsbeauftragter der Klinik

Leiter des Transplantationsprogrammes an der Kerckhoff-Klinik

Benekestr. 2 - 8

61231 Bad Nauheim

Tel.: + 49 60 32. 9 96 25 02

OA Dr. M. Richter
Transplantations-
beauftragter
Leiter des Transplantations-
programms

Liebe Patienten, Gäste, Angehörige und Interessierte,

eine Herztransplantation ist für Patienten mit schwersten, irreversiblen Herzerkrankungen im Endstadium die letzte Therapieoption. So wurden im Jahr 2016 in Deutschland insgesamt 297 Herzen transplantiert. Demgegenüber stehen mehr als 725 Patienten, die aufgrund ihrer schweren Herzerkrankungen auf ein Spenderorgan warten (Quelle: Deutsche Stiftung Organtransplantation / DSO).

In der Kerckhoff-Klinik werden bereits seit Ende der 1980iger Jahre regelmäßig Herztransplantationen mit Erfolg durchgeführt. Leider reduzierte sich die Zahl der durchgeführten Transplantationen in unserer Klinik zu Beginn des neuen Jahrtausends auch u.a. durch die eingebrochenen Organspenderzahlen erheblich. Die Herztransplantation erlebte in der Kerckhoff-Klinik im Jahr 2007 eine Renaissance, da sich die hessische Landesregierung bewusst für die Kerckhoff-Klinik als neues Zentrum für Herztransplantation und Kunstherztherapie entschied. Daraufhin wurden umfangreiche Fördergelder bewilligt und somit konnten entscheidende und dringend notwendige Umbau- sowie infrastrukturelle Maßnahmen durchgeführt werden. Mit Gründung des Zentrums für Transplantations- und Kunstherztherapie wurde eine bestehende Versorgungslücke in Hessen geschlossen und eine wohnortnahe Patientenversorgung ermöglicht. Die hervorragende personelle und apparative Ausstattung, das konsequente Prozessmanagement und die vorbildliche interdisziplinäre Zusammenarbeit machen das Transplantationszentrum der Klinik zu einer der leistungsfähigsten Therapieeinheiten. Mit einer Kapazität für mehr als 20 Transplantationen und 40 Kunstherzimplantationen pro Jahr bildet das Zentrum für Herztransplantation und Kunstherztherapie in Bad Nauheim zudem das größte seiner Art in Hessen. Nutzen Sie die nächsten Seiten, um sich umfassend zu dem Thema Herztransplantation und Kunstherztherapie zu informieren.

Mit freundlichen Grüßen OA Dr. M. Richter, Transplantationsbeauftragter, Leiter des Transplantationsprogramms an der Kerckhoff-Klinik

Notfälle

 

Sie erreichen den diensthabenden Arzt der Abt. Herzchirurgie über

Tel.: + 49 60 32. 9 96 0 (Zentrale der Klinik)

Transplantationsambulanz

Kontakt

Frau Dr. med. K. Classen
Ärztliche Leitung der Herzchirurgischen / Transplantationsambulanz

Frau S. Spies, verantwortliche Pflegekraft

Tel.:

Herzchirurgische Ambulanz  + 49 60 32. 9 96 25 28
Tel.:

Transplantationsambulanz   + 49 60 32. 9 96 26 85

Anfrage stellen

Station

Station 3 - Transplantation

3. OG, Gebäude Z

Stationsleitung:

Frau S. Stöhr

Stellvertr. Leitung:

Frau R. Langhammer

Tel.: +49 60 32. 9 96 23 97

Quelle Grafiken: DSO

Mitarbeiter

OA Dr. M. Richter
Leiter des Transplantations-
programms
OA Dr. A. Rieth
Kardiologie
Leiter Herzinsuffizienz-
ambulanz
Fr. Dr. K. Classen
Herzchirurgie
Leitung Transplantations-
ambulanz
FOA Dr. T. Ziegelhöffer
Herzchirurgie

Transplantationsambulanz

Frau S. Spies

 

Herzinsuffizienzambulanz

Herr H. Loreth

Frau H. Schlüppmann

 

Kardiotechnik

Mitarbeiter der Kardiotechnik unter der Leitung von Herr G. Erhardt

 







 

 

Transplantations- und Kunstherzzentrum

 
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Voraussetzung für höchste Qualität -

 

Unter der Leitung des herzchirurgischen Oberarztes und Transplantationsbeauftragten Dr. med. Manfred Richter steht unseren Patienten ein erfahrenes interdisziplinäres Ärzteteam zur Verfügung.

Um eine erfolgreiche Herztransplantation durchführen zu können ist es notwendig neben der eigentlichen Organtransplantation, die richtige Auswahl der Patienten zu treffen sowie eine optimale Vorbereitung und Betreuung der Patienten vor und nach der Transplantation zu gewährleisten.

Entscheidend für die Leistungsfähigkeit des Transplantationszentrums und das hohe Qualitätsniveau der Transplantationschirurgie ist die optimale und konsequente Zusammenarbeit von Medizinern aus unterschiedlichen Fachabteilungen.

Wir begleiten die Patienten während der meist langen Wartezeiten auf ein Spenderherz und führen die umfangreiche und komplexe Nachbetreuung der Patienten nach einer erfolgten Transplantation durch.

Nur mit einer genau abgestimmte Koordination aller beteiligten Fachdisziplinen, der Herzchirurgie, Kardiologie, Pneumologie, Psychokardiologie, Pathologie, Rehabilitationsmedizin und speziell geschulten Pflegekräften in den verschiedenen Behandlungsstadien – von der ambulanten Versorgung der Herzinsuffizienz über die Herztransplantation bis zur Nachsorge – ist unser Anspruch auf höchste medizinische Qualität zu erreichen.

Diesen komplexen Behandlungsprozess kann die Kerckhoff- Klinik aufgrund langjähriger Erfahrung optimal leisten und ist ein entscheidender Baustein des Erfolges.

Transplantationsambulanz

Um unseren transplantierten Patienten konstante Bezugspersonen anbieten zu können, wurde die HTx-Ambulanz eingerichtet.

Leitung: mit Frau Dr. med. Katharina Classen steht unseren Patienten eine kompetente und erfahrene Medizinerin für alle Problem die vor und nach einer Transplantation auftreten können, als Ansprechpartner zur Verfügung. In der TX- Ambulanz können Patienten Fragen und Probleme ansprechen, die sich evtl. vor aber insbesondere nach einer Transplantation ergeben.

Eine wesentliche Aufgabe der Transplantationsambulanz ist die dauerhafte Patientennachsorge. Nach einer Transplantation ist eine engmaschige Überwachung der Spenderorganfunktion und der immunsupressiven Therapie dringend notwendig. Neben der Planung, Organisation und medizinischen Beurteilung der Routinekontrollen ist ein Schwerpunkt die Einstellung der individuellen medikamentösen Dauertherapie insbesondere der immunsuppressiven Therapie. Durch regelmäßige Befragungen der Patienten nach dem Befinden, den Kontrollen von Laborwerten, Blutdruck und EKG sowie den wiederholten Ultraschalluntersuchungen und Herzbiopsien kann die Organfunktion sicher beurteilt werden. Somit kann das Risiko für einen Funktionsverlust des Spenderorgans oder eine mögliche Abstoßungs-reaktion entscheidend gesenkt werden. Hierbei ist die Mitarbeit der Patienten unabdingbar. Im Falle einer Abstoßungsreaktion wird hier schnell und kompetent reagiert. Im Bedarfsfall erfolgt die unkomplizierte sofortige stationäre Aufnahme und umgehend werden alle medizinisch notwendigen Maßnahmen zur Erhaltung der Organfunktion eingeleitet.

 

Die HTx-Ambulanz ist Montags bis Freitags von 9.00 bis 12.00 Uhr geöffnet.

In dringenden Fällen ist der diensthabende Herzchirurg rund um die Uhr über den Empfang der Kerckhoff-Klinik zu erreichen. Frau Dr. Classen wird in ihrer Arbeit durch die besonders im Bereich HTx geschulten Krankenschwestern Frau Sabine Spies und Frau Oya Genzmer unterstützt.

Kunstherztherapie an der Kerckhoff-Klinik

Ergänzt wird das Leistungsspektrum durch die Möglichkeiten der Kunstherztherapie, die Patienten in weit fortgeschrittenen Stadien einer Herzinsuffizienz helfen kann, die Wartezeit auf ein Spenderherz zu überbrücken.

Die geringe Bereitschaft zur Organspende in Deutschland ist für diese Patienten einer der größten Belastungsfaktoren: Die Wartezeit auf ein Spenderherz beträgt heute immer noch weit mehr als 12 Monate. Jahr für Jahr erhalten mehr als die Hälfte aller Patienten auf der Warteliste kein Spenderherz.

In der Kerckhoff-Klinik stehen implantierbare Herzunterstützungssysteme zur Verfügung, die zum Teil in den Brustkorb eingebracht werden können. Es besteht aber auch Erfahrungen mit neuen „kleinen Pumpenmaschinen“, die von außen an den Kreislauf im Akutzustand angeschlossen werden können.

Verschlechtert sich der Gesundheitszustand eines Patienten auf der Warteliste trotz maximaler Therapie, kann ein Kunstherz die Wartezeit überbrücken. Die Pumpleistung des eingepflanzten Kunstherzens ist dann deutlich besser als die des kranken Herzen. Die lebenswichtigen übrigen Organe wie Lunge, Leber oder Niere können sich in der Folge soweit erholen, so dass der Patient eine deutlich verbesserte Ausgangssituation für eine geplante Transplantation hat. Das Kunstherz ist somit häufig die einzige noch verbleibende lebensrettende Maßnahme.

Das Kunstherz, ein elektronisch gesteuertes Pumpsystem, unterstützt ein erkranktes Herz oder ersetzt es vollständig. Die häufigste Form ist das linksventrikuläre Unterstützungssystem (LVAD), das bei herzinsuffizienten Patienten zur Unterstützung der linken Herzkammer eingesetzt wird. Die Pumpe sitzt zwischen Rippenfell und dem Herzbeutel und ist über zwei Kunststoffschläuche mit dem Herzen und der Aorta (Hauptschlagader) verbunden. Über ein Kabel wird sie elektronisch gesteuert und mit Strom versorgt. Das Kabel wird durch die Haut nach außen geleitet und verbindet das Kunstherz mit Akkus und der elektronischen Steuereinheit. Durch die Unterstützung wird das Herz entlastet und gleichzeitig die übrigen Organe wieder optimal mit Blut versorgt.

 
 
 
 
 

Zentrale Kerckhoff-Klinik
+49 60 32. 99 60

Ärztlicher Bereitschaftsdienst (bundesweit)
116117

Euronotruf
112

Polizei
110

 

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