HERZINSUFFIZIENZAMBULANZ & RECHTSHERZKATHETER

Anmeldung &Terminierung

Eine Anmeldung für die Herzinsuffizienzambulanz kann bei fortgeschrittener Herzschwäche mit Luftnot unter mittlerer bis leichter Belastung (sogen. NYHA-Stadien III und IV, Erklärung s.u.) durch eine Überweisung vom Hausarzt oder niedergelassenen Facharzt (Internist / Kardiologe) erfolgen (LANR 1-3).

Soll eine Vorstellung erfolgen, obwohl aktuell keine gravierende Luftnot vorliegt (z.B. zur medikamentösen Einstellung), dann ist eine Überweisung vom fachärztlich tätigen niedergelassenen Internisten / Kardiologen erforderlich (LANR 23 - 33).

Weiterhin sind ambulante Kontrollen nach einem stationären Aufenthalt wegen verschlechterter Herzschwäche möglich und häufig sinnvoll, die entsprechenden Termine werden bei Krankenhausentlassung vereinbart, falls gewünscht.

Die Nachbetreuung sollte stets in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt und dem betreuenden niedergelassenen Facharzt (Internist/Kardiologe) stattfinden. Dabei ergänzen sich die Untersuchungen beim Facharzt und in der Klinikambulanz auf sinnvolle Weise.

Kontakt

Kerckhoff-Klinik GmbH

Abt. f. Kardiologie - Herzinsuffizienzambulanz

Bereichsleitung:

OA Dr. A. Rieth
Benekestr. 2-8
61231 Bad Nauheim

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Tel.: + 49 60 32. 9 96 23 48

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Dr. A. Rieth
OA Dr. A. Rieth

Liebe Patientinnen, liebe Patienten, liebe Gäste,

bereits vor Jahren wurde durch Prof. Dr. V. Mitrovic für betroffene Patienten eine spezialisierte Herzinsuffizienzambulanz eingerichtet, in der den Erfordernissen des Krankheitsbilds Rechnung getragen werden kann.

Heute ist für den Bereich der Herzinsuffizienz Dr. Andreas Rieth, Oberarzt der Abt. Kardiologie, zuständig. Durch das Team wurden im Jahr 2016 über 1000 Patienten ambulant betreut und über 650 Rechtsherzkatheteruntersuchungen durchgeführt. Die möglichst weitgehende Konstanz in der ärztlichen Betreuung macht eine individuelle und kontinuierliche Betreuung möglich, die als Vertrauensbasis für alle weiteren anstehenden Entscheidungen dienen kann. Eine ebensolche Konstanz in der Betreuung der Herzschwächepatienten gilt auch für das Assistenzteam, um den wichtigen Bereich der nichtärztlichen Fürsorge mit Beratungen und Gesprächen ebenfalls optimal abzudecken.

Herzlichst Ihr OA Dr. A. Rieth, Bereichsleitung

Notfälle

Der diensthabende Arzt der Abt. f. Kardiologie ist zu erreichen unter

Telefon: + 49 60 32. 9 96 0 (Zentrale der Klinik)

Mitarbeiter

Oberarzt Dr. A. Rieth
Bereichsleitung

Ärztlicher Mitarbeiter

Dr. Dr. med. M. Rademann

 

Assistenz Herzinsuffizienzambulanz

  • Herr H. Loreth (Krankenpfleger)

Assistenz Rechtsherzkatheter

  • Frau H. Schlüppmann
  • Frau N. Guth
  • Frau M. Kosta
  • Frau S. Marx
  • Frau J. Kraft

Leitung Pflegeteam

  • Frau C. Szardien

Krankheitsbild der Herzinsuffizienz

Nyha 1
Nyha 2
Nyha 3
Nyha 4

Die fortgeschrittene Herzschwäche (= Herzinsuffizienz) betrifft heute eine Vielzahl von Patienten. Intensive Untersuchungen und eine wohlüberlegte, für den einzelnen Patienten maßgeschneiderte Behandlung sind unbedingt erforderlich.

Die Erhebung der aktuellen Krankengeschichte und Beschwerdesymptomatik, die spezielle Diagnostik und die Besprechung der erforderlichen therapeutischen Maßnahmen benötigen einen erweiterten zeitlichen Rahmen.

 

Beschwerdebild

Hauptanzeichen (= Symptome) einer unzureichenden Herzleistung sind Luftnot und Flüssigkeitsansammlungen im Körper, häufig zuerst in den Unterschenkeln. Darüber hinaus kann es zu allgemeiner Leistungsschwäche und Störungen vieler anderer Organsysteme kommen. Die Krankheitszeichen können allmählich und kaum merklich auftreten, so dass sie nicht bewusst wahrgenommen werden und der betroffene Patient sich unwillkürlich an die zunehmenden Einschränkungen anpasst. Die Erkrankung kann aber auch ganz akut mit schwerster Luftnot in Ruhe und Flüssigkeitsansammlung im Lungengewebe, dem sogenannten Lungenödem beginnen.

 

Schweregrade

Um den Schweregrad der Symptome einzuordnen, wird versucht, das Ausmaß der Einschränkung durch Luftnot oder Erschöpfung im Alltag vier Schweregraden zuzuordnen.

Hierzu ist ein Schema der Herzvereinigung von New York (New York Heart Association) weltweit verbreitet, die sogenannten NYHA-Stadien.
In den Stadien I bis IV wird ein zunehmender Schweregrad der Beschwerden beschrieben.

  1. Nyha 1: NYHA I bezeichnet dabei einen Zustand, in dem die Herzschwäche zwar objektiv vorhanden ist (d.h. beispielsweise mittels Ultraschall gesichert ist), im Alltag aber so gut wie keine Beschwerden verursacht.
  2. Nyha 2: Im Stadium NYHA II besteht eine Einschränkung der Belastbarkeit durch Luftnot/ Schwäche nur bei starken Anstrengungen wie ununterbrochenes Treppensteigen über mehrere Etagen.
  3. Nyha 3: Fällt bereits das Steigen einer Etage oder längeres Gehen in der Ebene schwer, spricht man von NYHA III.
  4. Nyha 4: NYHA IV bezeichnet Symptome der Herzschwäche bei geringsten Bewegungen oder in Ruhe.

Bemerkung:

Zu dieser Einteilung muss bemerkt werden, dass sie relativ unscharf ist und häufig keine ganz klare Zuordnung erfolgen kann. Das liegt unter anderem daran, dass der / die Einzelne ganz unterschiedlich mit den Einschränkungen umgeht und sie verschieden schwer erlebt. So spiegelt die NYHA- Klassifikation das subjektive Empfinden wider, die Übereinstimmung mit z.B. in Belastungstests gemessener Leistungsfähigkeit ist relativ gering. Trotzdem dient die Einteilung der Beschwerdenschwere vielfach als Grundlage für die Entscheidung über die weiteren Behandlungsschritte.

 

Pumpversagen

Bei der „klassischen“ Form des Herzversagens liegt eine Pumpschwäche der linken Herzkammer vor. Das Herz als „Schlauchpumpe“ kann das heranströmende Blut nicht in ausreichendem Maß weitertransportieren, und es kommt zu zwei Haupteffekten:

1. zum Rückstau des Blutes in den Lungenkreislauf und unter Umständen auch in den zum Herzen führenden Körperkreislauf.

2. es wird zu wenig Blut in den vom Herzen wegführenden Teil des Körperkreislaufes befördert. Dieses hat eine Mangelversorgung der Organe zur Folge.

Diese beiden Effekte – „Rückstau“ und „Vorwärtsversagen“ können ganz unterschiedlich stark ausgeprägt sein, auch fast unabhängig voneinander.
Eine Vielzahl weiterer Effekte soll hier nur kurz erwähnt werden, z.B. die Aktivierung verschiedener Hormonsysteme, des Nervensystems (Stressreize), des Immunsystems, einer gestörten Funktion vieler Organsysteme u. v. a. m..

 

Entspannungsstörung

Eine immer noch weniger bekannte, aber fast genau so häufig vorkommende Form der Herzschwäche ist das „Herzversagen bei erhaltener Pumpfunktion“, auch „Entspannungsstörung mit Überdruck in der linken Herzkammer“ (diastolische Dysfunktion) genannt.
Hierbei spielt eine mangelnde Erschlaffung des Herzmuskels in der Füllungsphase des Herzens (Diastole) die entscheidende Rolle. Diese führt zu vergleichbaren Beschwerden wie die Pumpschwäche, da der Weitertransport des Blutes ähnlich behindert wird. Auch die Schwere der Symptome und die Einschränkung von Lebensqualität und Überlebensaussichten sind ähnlich.
Zur Behandlung der diastolischen Herzschwäche stehen jedoch bis jetzt nur eingeschränkte, indirekte Möglichkeiten zur Verfügung.

Eine Sonderform stellt die isolierte Schwäche der rechten Herzkammer dar, die sich im Prinzip genau wie die anderen Formen äußern kann.

Diagnostik

Basisuntersuchungen

Die körperliche Untersuchung mit Blutdruckmessung, EKG, Herzultraschall und eine Blutuntersuchung gehören zu den grundsätzlich notwendigen Verfahren zur Erkennung einer Herzschwäche.

Schweregrad der Erkrankung und häufig auch schon Hinweise auf mögliche Ursachen können unkompliziert und für den Patienten völlig unbelastend vor allem mit dem Herzultraschall (UKG) gewonnen werden.

Seit einigen Jahren hat sich eine Blutuntersuchung auf den Herzschwächemarker „BNP“ / „NTproBNP“ bewährt, der bei Druckbelastung des Herzens erhöht ist.
Dies gibt dann einen Hinweis auf von einer Herzschwäche herrührende Luftnot und je nach Höhe des Wertes auf den Schweregrad.

Der Schweregrad der Herzschwäche kann auch mit einer Rechtsherz – Katheter- Untersuchung (sogen. „kleiner Herzkatheter“, Druckmessungen im rechten Herzen und Lungenkreislauf) näher bestimmt werden.

Zwei Krankheitsbilder stellen mit ca. 2/3 aller Fälle die Hauptursachen der chronischen Herzinsuffizienz dar:

1. die Herzdurchblutungsstörung (koronare Herzkrankheit = KHK; Herzinfarkt) und
2. der Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) mit der Folge eines „Hochdruckherzens“.

Im übrigen Drittel finden sich Herzklappenerkrankungen, Herzmuskelentzündung, Rhythmusstörungen, Stoffwechselstörungen u. v. a. m.

 

Was ist praktisch immer notwendig?

Entsprechend dieser Häufigkeitsverteilung muss immer nach einem Bluthochdruck geforscht und in der Regel mittels Herzkatheter eine KHK ausgeschlossen / nachgewiesen werden.

Häufig wird heute auch eine Kernspinuntersuchung (Cardio- MRT) als Basisuntersuchung durchgeführt, da verschiedene wichtige Ursachen einer Herzmuskelschädigung (z. B. Verdacht auf Muskelentzündung = Myokarditis) nur hiermit erkannt werden können.
Die weiter oben beschriebene „Herzschwäche bei erhaltener Pumpfunktion“ kann unter Umständen im Ultraschall festgestellt werden, häufig ist bei unklarer Luftnot und normaler Pumpfunktion jedoch eine Rechtsherzkatheteruntersuchung zur Diagnosestellung notwendig.

 

Was ist nur im Einzelfall notwendig?

Weitere Untersuchungen richten sich nach den individuellen Erfordernissen:

  • Gewebeprobenentnahme (Biopsie) aus dem Herzmuskel bei Verdacht auf Muskelentzündung oder z.B. Ablagerungskrankeiten
  • Herzkatheter zur Erforschung / Behandlung von Rhythmusstörungen (EPU)
  • Schluckultraschall (TEE) zur Erkundung von Herzfehlern (Klappen und andere), etc.

Therapie

Allgemeinmaßnahmen

Eine Fülle von allgemeinen Maßnahmen wird zur Einhaltung bei Herzschwäche empfohlen, die meisten davon beruhen nicht auf wissenschaftlich, sondern aus der Erfahrung heraus gewonnenen Erkenntnissen.
Hierzu gehört eine Beschränkung der Trinkmenge und des Kochsalzverzehrs, tägliches Wiegen und Blutdruckmessen, gesunde Lebensweise mit vernünftiger Ernährung, Verzicht auf Rauchen, gemäßigtem Alkoholkonsum, und viele andere mehr. Eine Maßnahme ist aber wissenschaftlich sehr gut belegt: körperliches Ausdauertraining. Es kann, in richtig individuell festgelegtem Ausmaß sowohl Beschwerden als auch Verlauf der Erkrankung deutlich positiv beeinflussen.

 

Medikamente

Vor allem zwei Medikamentengruppen sind erwiesenermaßen geeignet, die Herzschwäche grundsätzlich zu bessern:
• sogen. ACE-Hemmer (ersatzweise sogen. Angiotensin-Rezeptor-Blocker ARB) durch Gefäßerweiterung und hierdurch Entlastung des Herzens
• ß-Blocker durch Abschirmung des Herzens vor Stressreizen

Beiden ist gemeinsam, dass sie den Blutdruck senken können.
Vorsicht: ß-Blocker können die Beschwerden vorübergehend auch leicht verschlechtern, weshalb sie mit besonderer Vorsicht sehr langsam und in kleinen Schritten in der Dosis gesteigert werden müssen!

Wichtig ist aber für beide Medikamente, bis zur sogenannten „Zieldosis“ die Dosierung möglichst hoch zu steigern. Denn der Nutzen der Medikamente zur Linderung der Beschwerden und die Beeinflussung des Erkrankungsverlaufs ist nur für mittlere bis hohe Dosierungen erwiesen.

Das wissen wir aus großen wissenschaftlichen Untersuchungen:
diejenigen Patienten zeigten bessere Ergebnisse, die mit höheren Dosierungen behandelt wurden. Die Grenze der Dosissteigerung wird meist durch niedrigen Blutdruck vorgegeben; allerdings spielt weniger die Höhe des Blutdrucks (oberer Wert um 80 mmHg wird von manchen Patienten noch problemlos vertragen) eine Rolle, als vielmehr gravierende Beschwerden (wie ständiger Schwindel oder Kollapsereignisse) in Verbindung mit einem oberen Blutdruckwert unter 100 mmHg.

 

Hormonblockade

ACE-Hemmer und Angiotensin-Blocker wirken im Prinzip als „Hormonblocker“, also durch Verhinderung einer bestimmten Signalübertragung. Ein anderes Wirkprinzip macht sich die Blockade eines Hormons der Nieren zunutze und sollte regelmäßig im fortgeschrittenen Krankheitsstadium eingesetzt werden: ein bei der Herzschwäche überaktives Hormonsystems, das von den Nieren seinen Ausgang nimmt beinhaltet unter anderem das sogen. Aldosteron. Durch Unterdrückung seiner Wirkungen kann die Erkrankung gebessert werden.

Die beiden derzeit verfügbaren „Aldosteron - Blocker“ gehören im weitesten Sinne zu den entwässernden Medikamenten, entfalten ihre Wirkung aber vielmehr über Effekte gegen Bindegewebsneubildung und Entzündungsprozesse.

Die älteste Substanz gegen Herzschwäche war ursprünglich ein Pflanzenextrakt aus dem Fingerhut (Digitalis), demzufolge werden die auch heute noch verwendeten, in neuerer Zeit aber künstlich hergestellten Medikamente „Digitalispräparate“ genannt. Sie spielen heute aber nur noch eine untergeordnete Rolle, z.B. bei zu schnellem Herzschlag oder häufiger Verschlechterung der Beschwerden.

 

Entwässerungsbehandlung

Entwässernde Medikamente sind aus der Therapie nicht mehr wegzudenken, sie bessern Flüssigkeitsansammlungen und Luftbeschwerden oft rasch und stark. Sie wirken aber nicht ursächlich auf die Herzschwäche und wirken sich im Prinzip eher ungünstig auf die o. g. Hormonaktivierung in den Nieren und auf Stressreize aus. Liegt aber ein akuter Überwässerungszustand vor, sind entwässernde Präparate unverzichtbar. Sie sollten sobald möglich in der Dosis reduziert und an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Die entsprechende Steuerung kann über das Gewicht erfolgen – Entwässerung nur bis zum „Trockengewicht“. Sobald es im Zuge einer Dosisverminderung zu erneuten Einlagerungen und einer Gewichtszunahme kommt, sollte wieder etwas erhöht werden, bis es zu einem stabilen „Gleichgewicht“ kommt.

Eigenverantwortung des Patienten: Die Anpassung und Mitarbeit der Patienten ist bei dieser Therapie sehr wichtig, da es unter den verschiedensten Einflüssen (heißes Wetter, unterschiedliche Trinkmengen) zu wechselndem Bedarf kommen kann. Die Gewichtskontrollen dienen letztlich der Steuerung der Entwässerungstherapie, die idealerweise durch den Patienten weitgehend selbst mitbestimmt wird.

 

Andere Medikamente

Weitere Medikamente werden vor allem über die Venen bei akuter Verschlechterung verabreicht (z.B. Stresshormone). Neue Medikamente sind in Erprobung, z.B. weitere Hemmstoffe der o.g. überaktiven Hormonsysteme.

 

Andere Therapien

Defibrillator: In vielen Fällen benötigen Patienten mit Herzschwäche einen sogen. Defibrillator (auch „ICD = Implantierbarer Cardioverter Defibrillator“) genannt. Es handelt sich dabei um ein herzschrittmacherähnliches Gerät, was unter den Brustmuskel eingepflanzt wird und über elektrische Kabel mit dem Herzen verbunden wird. Dieses soll vor lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen schützen.

CRT: Sind die Voraussetzungen dafür gegeben (bestimmte EKG-Veränderungen mit Verbreiterung – „das Herz eiert“), dann kann der ICD mit einer besonderen Schrittmacherfunktion ausgestattet werden, die eine zusätzliche elektrische Leitung (Elektrode) erfordert. Hierüber wird die Aktion der Herzmuskelzellen zeitlich koordiniert, also gebündelt, wodurch die Pumpleistung gebessert wird (das Herz eiert nicht mehr).

Dieses wird abgekürzt „CRT“ (Cardiale Resynchronisations Therapie) genannt. Meist (aber nicht immer) bessern sich hierdurch die Beschwerden deutlich.

Neuentwicklungen: Moderne ICD können mit Sonderfunktionen wie Überwachung des Flüssigkeitsgehaltes der Lunge oder Möglichkeit zur Datenfernübertragung ausgestattet sein.
Neuentwicklungen der Gerätetherapie umfassen z.B. die Abgabe kurzer hochenergetischer Impulse, die nicht zu einem zusätzlichen Herzschlag, aber Verbesserung des Zellgleichgewichts führen.

Stationäre Behandlung

Patienten, die aufgrund ihrer Herzschwäche stationär behandelt werden müssen, werden gemeinsam von den zuständigen ÄrztInnen auf der Station und dem Team der Herzinsuffizienzambulanz betreut, was im besonderen die Prüfung neuer medikamentöser Therapiemöglichkeiten und die Besprechung des weiteren diagnostischen und therapeutischen Vorgehens betrifft.

Hier wird z.B. geklärt, ob ein Patient für eine Behandlung mittels Kunstherzsystem oder für die weitere Evaluierung einer Herztransplantation in Frage kommt. Derartige Entscheidungen werden stets in Zusammenarbeit zwischen Kardiologen und Herzchirurgen getroffen, ggf. auch in der sogenannten Transplantationskonferenz.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Zusammenarbeit mit den Abteilungen Elektrophysiologie und Herzchirurgie

In fortgeschrittenen Stadien der Herzschwäche werden Therapiemöglichkeiten immer wichtiger, die über eine optimierte medikamentöse und begleitende Therapie hinausgehen.

Hier kommt der Zusammenarbeit innerhalb des Hauses eine zentrale Bedeutung zu: zum einen innerhalb der Kardiologie mit der Abteilung Elektrophysiologie (OA PD Dr. J. Sperzel) zur Abstimmung einer u. U. notwendigen Versorgung mit einem implantierbaren Defibrillator (ICD) und der möglichen Durchführung einer sogen. Cardialen ResynchronisationsTherapie (CRT).

Zum anderen spielt die bereits oben erwähnte interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den herzchirurgischen Kollegen im Rahmen des Zentrums für Herztransplantation und Kunstherztherapie (Transplantationsbeauftragter der Kerckhoff-Klinik: Herzchirurg OA Dr. Manfred Richter) eine große Rolle. Hier ermöglichen kurze Wege und regelmäßiger Austausch bezüglich einzelner Patienten eine rasche und effiziente Problemlösung.

 
 
 
 
 

Zentrale Kerckhoff-Klinik
+49 60 32. 99 60

Ärztlicher Bereitschaftsdienst (bundesweit)
116117

Euronotruf
112

Polizei
110

 

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