ANÄSTHESIOLOGIE

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

 

ich möchte Sie im Namen meiner gesamten Abteilung herzlich willkommen heißen. Interessierte Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige finden erste Informationen über den Ablauf der anästhesiologischen Versorgung in der Kerckhoff-Klinik.

Unsere größten Ziele während Ihrer anästhesiologischen und intensivmedizinischen Versorgung sind Ihre Sicherheit, Ihr Patientenkomfort sowie eine fremdblutsparende effektive Hämotherapie und postoperative Schmerztherapie. Als fächerübergreifende Abteilung ermöglichen wir unseren chirurgischen und interventionell tätigen ärztlichen Kollegen eine bestmöglich anästhesiologische Unterstützung zur optimalen Durchführung der notwendigen Operationen und Eingriffen.

Wir freuen uns, für unsere Patientinnen und Patienten da zu sein und unser Wissen an engagierte und interessierte ärztliche Kolleginnen und Kollegen sowie Studentinnen und Studenten weitergeben zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

Priv.-Doz. Dr. med. Matthias Arlt
Direktor Abteilung für Anästhesiologie


Leistungen & Tätigkeitsbereiche

 

Das Team der Ärztinnen und Ärzte der Abteilung Anästhesiologie betreut unsere Patienten/innen sowohl während der verschiedenen Operationen und Interventionen als auch im anästhesiologischen Aufwachraum und auf unserer interdisziplinären, anästhesiologisch geleiteten Intensivstation.

Die Patientenversorgung bleibt daher anästhesiologisch innerhalb unserer Abteilung in einer Hand und in enger vertrauensvollen Absprache mit den anderen Fachabteilungen und Berufsgruppen unserer Klinik.
Die Abteilung für Anästhesiologie besteht aus einem Team von erfahrenen Oberärztinnen und Oberärzten sowie Fachärztinnen/ärzte und engagierten Assistenzärztinnen/ärzte in Weiterbildung.

Wir engagieren uns für eine sichere und komfortable Patientenversorgung ebenso wie für eine zukunftsorientierte Aus- und Weiterbildung unserer ärztlichen und nichtärztlicher Kolleginnen und Kollegen sowie unserer Studentinnen und Studenten. An unseren modern ausgerüsteten Arbeitsplätzen im OP und auf der Intensivstation unterstützen wir die Abteilungen für Herzchirurgie, Thoraxchirurgie, Kardiologie, Gefäßchirurgie und Angiologie bei sämtlichen, teilweise sehr komplexen invasiven Prozeduren und Operationen. Die Anforderungen an unsere anästhesiologischen Leistungen werden bestimmt durch die stetige Weiterentwicklung der bestehenden Operations-, Transplantations- und Interventionstechniken in einem der größten deutschen Schwerpunktzentren für Herz- und Lungenerkrankungen. Gerade die schonenden Operationsverfahren der minimal-invasiven Herzchirurgie stellen besondere Herausforderungen auch an die anästhesiologische Versorgung unserer Patientinnen und Patienten.

Gemeinsam mit kommunalen und universitären Partnerkrankenhäusern der Justus-Liebig Universität Gießen können wir neben den Kolleginnen und Kollegen in Ausbildung auch interessierten Fachärzten die Möglichkeiten zur weiteren Spezialisierung und wissenschaftlichen Arbeiten bieten.

Neben einem Zentral-OP mit 12 Operationsälen (inkl. 2 Hybrid-OPs) versorgt die Abteilung für Anästhesiologie einen Endoskopie-Arbeitsplatz sowie mehrere interventionelle Arbeitsplätze im Bereich der Elektrophysiologie und Kardiologie. Notfallpatienten werden in einem interdisziplinären Team akutmedizinisch behandelt und im Falle eines therapierefraktären kardialen oder pulmonalen oder kardiopulmonalen Organversagen differenziert extrakorporal unterstützt zur effektiven Weiterbehandlung in den OP oder auf die Intensivstation verlegt.

Zur optimalen Versorgung unserer Patienten/innen stehen alle gängigen Überwachungssysteme zur Verfügung. Die professionelle Anwendung der perioperativen transösophagealen TEE-Diagnostik ist in unserem Arbeitsbereich heute unverzichtbarer Standard. Diese Diagnostik liefert dem Operateur/in in zunehmendem Maße wichtige Informationen zur Durchführung des Eingriffs und verbessert die Qualität der Kreislaufüberwachung. Neben der sehr guten technischen Ausstattung unserer Arbeitsplätze ist die enge interdisziplinäre und berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit mit den chirurgischen und inter-ventionellen Abteilungen die Grundlage für unsere erfolgreiche Arbeit zum Wohle der uns anvertrauten Patienten/innen.

Als moderne Operationsverfahren werden unter anderem Aortokoronare-Bypass Operationen mit und ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine, minimalinvasive Herzklappen-operationen sowie kathetergestützte Aortenklappenoperationen sowie Rekonstruktionen der Mitralklappe durchgeführt. Im Bereich der Gefäßchirurgie und Angiologie finden ebenfalls kathetergestützte, endovaskuläre Verfahren zum Aortenersatz vornehmlich in Regionalanästhesie statt.

Für die anästhesiologische Betreuung unserer thoraxchirurgischen Patienten ist die intraoperative flexible Bronchoskopie nicht nur ein Werkzeug zum Atemwegsmanagement, sondern liefert auch Informationen die den Operationsverlauf beeinflussen können. Die Operationen der pulmonalen Endarteriektomien (PEA) bei Patienten mit chronisch-thromboembolischer pulmonaler Hypertonie (CTEPH) erfolgt im hypothermen Kreislaufstillstand und gehört mit zu den aufwendigsten Operationen in der Herz-Thoraxchirurgie. Unser anästhesiologisches „know-how“ über die Pathophysiologie und die Therapieoptionen der Rechtsherzinsuffizienz sowie das Management der extrakorporalen Zirkulation sind hierfür ein unverzichtbarer Bestandteil eines eng abgestimmten Behandlungskonzeptes im OP-Saal und auf der Intensivstation.

Im Bereich der Transplantationsmedizin gehören extrakorporale Bridging-Verfahren und deren differenzierte perioperative Anwendung im OP und auf der Intensivstation zu unseren Behandlungsmöglichkeiten am Campus Kerckhoff.

Notfallmedizin

 

Notfälle

Der diensthabende Arzt der Abt. Anästhesiologie ist jederzeit unter Telefon: + 49 60 32. 9 96 0 (Zentrale der Klinik) zu erreichen.

 

An der Kerckhoff-Klinik ist seit 2009 in fester Rotation ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) stationiert, das in die notfallmedizinische Versorgungsstruktur des Wetteraukreises eingebunden ist. Unsere Abteilung ist an der personellen Ausstattung beteiligt. Die innerklinische Behandlung von Notfällen ist ebenfalls Bestandteil unserer Aufgaben. Bei kritischen Situationen kann in allen Bereichen der Klinik ein Notruf abgesetzt werden (Crash-Funk). Neben einem anästhesiologischen Team (Arzt/Pflegekraft) sind zwei Ärzte (Kardiologie/Herzchirurgie) und die Pflegekräfte der Einsatzbereiche in die Notfallversorgung integriert.

Schmerztherapie

 

Zur größtmöglichen Reduktion von perioperativen Schmerzen bietet die Abteilung für Anästhesiologie sowohl einen Akutschmerzdienst als auch die multimodale individuelle Schmerztherapie bei Menschen mit chronischen Schmerzzuständen, welche sich einer Operation unterziehen müssen.
Neben dem Einsatz geeigneter Arzneistoffe welche die Schmerzentstehung, Weiterleitung und Schmerzwahrnehmung beeinflussen, kommen perioperativ sowohl zentrale als auch  periphere Regionalanästhesie Verfahren zum Einsatz.

Information Patienten

 

In der Kerckhoff-Klinik werden seit vielen Jahren die unterschiedlichsten herzchirurgischen Eingriffe und kardiologischen Interventionen in Vollnarkose oder in (Analgo-) Sedierung, einer abgeschwächten Form der Vollnarkose, durchgeführt. Auch bei Patienten mit schweren Herz- und/oder Lungenerkrankungen ist eine professionell durchgeführte Vollnarkose in einer darauf ausgerichteten Umgebung ein sicheres Verfahren zur Schmerz-und Bewusstseinsausschaltung während eines operativen Eingriffs.

Das Team:

In der Regel besteht ein Anästhesie-Team aus einem Facharzt für Anästhesiologie oder einem Assistenzarzt, der den Facharztstandard erfüllt und einer Anästhesie-Pflegekraft. Je nach Bedarf wird das Team durch weitere Ärzte oder Pflegekräfte ergänzt.

Vor der Operation:

Wenn bei Ihnen eine Narkose für eine Operation in der Kerckhoff-Klinik geplant ist, werden Sie spätestens am Vortag im Rahmen eines Aufklärungsgespräches mit einem Anästhesisten mehr über die Narkose erfahren.

Lesen Sie bitte vorher die ausgehändigten Informationsbögen und füllen Sie den Fragebogen aus. Fragen, die Sie nicht ohne weiteres beantworten können, können Sie problemlos überspringen. Alle offenen Fragen können im persönlichen Gespräch mit dem Anästhesisten besprochen werden. Am Ende der Aufklärung steht Ihre Einwilligung in die mit Ihnen besprochenen Maßnahmen, die Sie mit einer Unterschrift auf dem Patientenbogen dokumentieren.

Bitte beachten Sie die besprochenen Verhaltensregeln
wie z.B. das Nüchternheitsgebot oder die Bettruhe nach Einnahme der Schlaftabletten.

Unmittelbar vor einer Narkose-Einleitung wird zunächst Ihre Identität und die Nüchternheit überprüft. Achten Sie mit darauf, angenehm zu liegen. Gerne können Sie uns darauf aufmerksam machen, wenn Sie noch weitere Kissen oder Polster benötigen.

Ein EKG, eine Blutdruckmessung und ein Finger-Clip zur Messung der Sauerstoffsättigung des Blutes
gehören zur Standard-Überwachung bei Narkosen in der Kerckhoff-Klinik. Des weiteren führen wir während des Eingriffes eine Überwachung der Narkosetiefe mittels einer Hirnstrommessung durch,  die über einen Aufkleber auf Ihrer Stirn abgeleitet wird. Je nach den speziellen Anforderungen können weitere Katheter oder Ultraschalluntersuchungen notwendig sein, mit denen wir Sie überwachen, ohne dass diese von Ihnen wahrgenommen werden.

Nach der Operation:

Große Operationen erfordern häufig nicht nur eine intensive Überwachung, sondern auch therapeutische Maßnahmen, die nur auf einer Intensivstation zu leisten sind.
Lesen Sie hierzu auch gerne die Informationen unter dem Menüpunkt „Intensivmedizin“.

Ein Besuch von Angehörigen ist am Tag der Operation üblicherweise nicht sinnvoll, daher möchten wir Sie bitten, hiervon abzusehen. An allen weiteren Tagen ist die Intensivstation für jeweils zwei Angehörige gleichzeitig im Rahmen der Besuchzeiten von 15 Uhr bis 18 Uhr zugänglich. Gerne geben wir einem Ansprechpartner auch telefonisch Auskunft. Kinder unter 14 Jahren sollten nicht an den Patientenbesuchen teilnehmen. 

Nach kleinen Eingriffen ist häufig nur ein kurzer Überwachungszeitraum auf unserer Wachstation notwendig.

 

Mitarbeitende - Ärztlicher Dienst


Direktor der Abteilung

Priv.-Doz. Dr. M. Arlt

Sekretariat:

Tel.: + 49 (0) 6032 996 2602

Fax: + 49 (0) 6032 996 2600

E-Mail: m.arlt(at)kerckhoff-klinik.de


Stellvertr. Direktorin der Abteilung

Leitende Oberärztin

Fr. Dr. S. Voelkel

Sekretariat:

Tel.: + 49 (0) 6032 996 2602

Fax: + 49 (0) 6032 996 2600

E-Mail: s.voelkel(at)kerckhoff-klinik.de


Geschäftsführender Oberarzt

Dr. H. - S. Sim

Sekretariat:

Tel.: + 49 (0) 6032 996 2602

Fax: + 49 (0) 6032 996 2600

E-Mail: h.s.sim(at)kerckhoff-klinik.de


Ärztliche Bereichsleitung Gefäßzentrum

Oberärztin

Fr. Dr. N. Strecker

Sekretariat:

Tel.: + 49 (0) 6032 996 2602

Fax: + 49 (0) 6032 996 2600

E-Mail: n.strecker@kerckhoff-klinik.de


Oberarzt

Herr F. Alhaidar

Sekretariat:

Tel.: + 49 (0) 6032 996 2602

Fax: + 49 (0) 6032 996 2600

E-Mail: f.alhaidar@kerckhoff-klinik.de


Oberarzt

Herr S. Dix

Sekretariat:

Tel.: + 49 (0) 6032 996 2602

Fax: + 49 (0) 6032 996 2600

E-Mail: s.dix(at)kerckhoff-klinik.de


Oberärztin

Fr. N. Ganceva

Sekretariat:

Tel.: + 49 (0) 6032 996 2602

Fax: + 49 (0) 6032 996 2600

E-Mail: n.ganceva(at)kerckhoff-klinik.de


Oberarzt

Dr. N. Hoffmann

Sekretariat:

Tel.: + 49 (0) 6032 996 2602

Fax: + 49 (0) 6032 996 2600

E-Mail: n.hoffmann(at)kerckhoff-klinik.de


Oberärztin

Fr. Dr. N. Hülpüsch

Sekretariat:

Tel.: + 49 (0) 6032 996 2602

Fax: + 49 (0) 6032 996 2600

E-Mail: n.huelpuesch(at)kerckhoff-klinik.de


Oberarzt

Dr. O. Ihnken

Sekretariat:

Tel.: + 49 (0) 6032 996 2602

Fax: + 49 (0) 6032 996 2600

E-Mail: o.ihnken(at)kerckhoff-klinik.de


Oberarzt

Herr H. Jorgall

Sekretariat:

Tel.: + 49 (0) 6032 996 2602

Fax: + 49 (0) 6032 996 2600

E-Mail: h.jorgall(at)kerckhoff-klinik.de


Oberarzt

Dr. H. P. Michel

Sekretariat:

Tel.: + 49 (0) 6032 996 2602

Fax: + 49 (0) 6032 996 2600

E-Mail: h.michel(at)kerckhoff-klinik.de


Oberarzt

Dr. E. Ortmann, DESA, MRCA

Sekretariat:

Tel.: + 49 (0) 6032 996 2602

Fax: + 49 (0) 6032 996 2600

E-Mail: e.ortmann(at)kerckhoff-klinik.de


Oberarzt

Herr T. Risch

Sekretariat:

Tel.: + 49 (0) 6032 996 2602

Fax: + 49 (0) 6032 996 2600

E-Mail: t.risch(at)kerckhoff-klinik.de


Oberarzt

Herr C. Stock

Sekretariat:

Tel.: + 49 (0) 6032 996 2602

Fax: + 49 (0) 6032 996 2600

E-Mail: c.stock(at)kerckhoff-klinik.de


Oberarzt

Herr M. Werner

Sekretariat:

Tel.: + 49 (0) 6032 996 2602

Fax: + 49 (0) 6032 996 2600

E-Mail: m.werner(at)kerckhoff-klinik.de


 

Fachärzte der Abteilung


Frau Dr. K. Bartz, Fachärztin


Frau K. Burkert, Fachärztin


Herr Dr. D.A. Hriscu, Facharzt


Frau Dr. med. M. Horstick, Fachärztin


Frau C. Jung, Fachärztin


Herr M. Kenz, Facharzt


Frau Dr. med. M. Korfmann, Fachärzti


Frau S. Meyer, Fachärztin


Frau O. Niehage-Gödde, Fachärztin


Frau M. Pytel-Bieganski, Fachärztin


Herr G. Sulava, Facharzt


Frau Dr. med. V. Urbach, Fachärztin


Herr Ch. Wassmann, Facharzt


Frau Dr. med. C. Zeitler, Fachärztin


 

Assistenzärzte der Abteilung


Herr A.Alaqqad, Assistenzarzt


Herr W. Boubaker, Assistenzarzt


Herr D. Herget, Assistenzarzt Intensivstation


Herr L. Matthies, Assistenzarzt


Frau A. Mehmedovic, Assistenzärztin


Frau M. Sammet, Assistenzärztin


Frau Dr. S. Schwarz, Assistenzärztin

 

Interesse an einer Famulatur?

Sehr geehrte Famulantinnen und Famulanten, liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Kerckhoff-Klinik ist eine überregional tätige Schwerpunktklinik für Herz-, Lungen-, Gefäß- und Rheumaerkrankungen, Transplantations- und Rehabilitationsmedizin.

Kerndisziplin der Abteilung für Anästhesiologie ist die perioperative und bei Bedarf periinterventionelle Betreuung der Patienten. Jährlich werden von uns etwa 7500 Anästhesien durchgeführt, davon ca. 2500 unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine. Neben Allgemeinanästhesien kommen auch Analgosedierungen und verschiedene Regionalanästhesieverfahren zur Anwendung.Als Teil des interdisziplinären Behandlungsteams betreuen unsere Ärztinnen und Ärzte auch die Patienten auf der Intensivstation und bei innerklinischen Notfällen.


Haben wir Ihr Interesse an einer Famulatur in der Abteilung für Anästhesiologie der Kerckhoff-Klinik geweckt?


Schreiben Sie uns doch, gerne per E-Mail und teilen uns mit wann Sie bei uns famulieren wollen.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung an:

Kerckhoff-Klinik GmbH

Abt. f. Anästhesiologie

Priv.-Doz. Dr. M. Arlt

Benekestr. 2-8, 61231 Bad Nauheim

Sekretariat:Frau D. Wolf-Mennen

Tel.: + 49 60 32. 9 96 26 02

Fax: + 49 60 32. 9 96 26 00

d.wolf-mennen@kerckhoff-klinik.de

anaesthesiologie@kerckhoff-klinik.de

Bitte fügen Sie Ihrer Bewerbung noch folgende Unterlagen bei:

  • Lebenslauf
  • Aktuelle Studienbescheinigung
  • Ggf. Nachweis des betriebsärztlichen Dienstes über die gesundheitliche Eignung

Wir freuen uns von Ihnen zu hören.

IhrPD Dr. med. Matthias Arlt

Direktor Abteilung für Anästhesiologie

Weitere Informationen finden Sie schon jetzt in unserem Willkommensschreiben: "Willkommen in der Anästhesie.pdf"


 

 

Kontakt

 

Kerckhoff-Klinik GmbH

Abt. f. Anästhesiologie

Priv.-Doz. Dr. M. Arlt

Direktor der Abteilung

Benekestr. 2-8

61231 Bad Nauheim

Sekretariat:

Frau D. Wolf-Mennen

Tel.: + 49 60 32. 9 96 26 02

Fax: + 49 60 32. 9 96 26 00


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Kerckhoff-Klinik: Organtransplantationen trotz Corona

Ärzteteams transplantieren erfolgreich vier Herzen und eine Lunge

Von hinten links nach rechts: Prof. Dr. Yeong-Hoon Choi, Chefarzt der Abteilung Herzchirurgie, Prof. Dr. Birgit Aßmus, Oberärztin Kardiologie, Dr. Kai Arne Nikolaus, Leitender Oberarzt der Pneumologie Von vorne links nach rechts: Dr. Stefan Guth, Chefarzt der Thoraxchirurgie Prof. Dr. H. A. Ghofrani, Ärztlicher Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik und Direktor der Abteilung für Pneumologie

Hervorragende Infrastruktur, beste Schutzmaßnahmen und beispielhafte Zusammenarbeit:  Die Herzchirurgen unter der Leitung von Prof. Dr. Yeong-Hoon Choi und die Thoraxchirurgen unter der Leitung von Dr. Stefan Guth der Kerckhoff-Klinik transplantieren erfolgreich – auch in Zeiten von Covid-19. Die Patienten konnten bereits erfolgreich den anschließenden Rehabilitationsmaßnahmen zugeführt werden.

Mit Beginn der Corona-Pandemie wurden Krankenhäuser deutschlandweit verpflichtet Bettenkapazitäten freizuhalten, um für SARS-CoV-2-Patienten mit schweren Verläufen gewappnet zu sein. Planbare Operationen, die keine akuten Notfälle waren, wurden auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Kerckhoff-Klinik als Zentrum für thorakale Organtransplantationen für Erwachsene in Hessen ist dieser Aufforderung der Regierung zeitnah gefolgt, hat aber gleichzeitig die Versorgung von Notfallpatienten weiterhin sichergestellt. So konnten in den letzten Wochen vier Herzen und eine Lunge erfolgreich transplantiert und fünf Menschen die Chance auf ein neues Leben gegeben werden. Organtransplantationen können nicht verschoben werden, Spenderorgane sind rar und jede Minute zählt. Daher fallen diese Eingriffe unter absolute Notfallindikationen, die trotz der erschwerten Bedingungen und dem hohem Risiko zwingend durchgeführt werden müssen.

 

Transplantationen an der Kerckhoff-Klinik

Prof. Dr. Yeong-Hoon Choi, seit Januar 2020 Chefarzt der Herzchirurgie der Kerckhoff-Klinik, erläutert: „Wenn das Herz immer schwächer wird und ein endgültiges Versagen droht, ist eine Herztransplantation die einzige Behandlung, die das Leben der schwer kranken Patienten retten kann. Glücklicherweise verfügen wir in der Kerckhoff-Klinik über eine hervorragende Infrastruktur, die auch unter erschwerten Bedingungen diese komplexen lebensrettenden Eingriffe ermöglicht.“ Die aktuelle Covid-19 Situation stellt eine besondere Herausforderung dar. Prof. Choi, der gleichzeitig die W3-Professur für Herzchirurgie mit Schwerpunkt Erwachsenenherztransplantation und Herzersatzverfahren an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) inne hat, ergänzt: „Selbstverständlich werden aufgrund der erschwerten Bedingungen und dem bestehendem allgegenwärtigem Infektionsrisiko die Sicherheitsmaßnahmen noch zusätzlich zu den sonst üblichen Isolationsmaßnahmen verschärft, um diese Hochrisikopatienten in Zeiten von Corona zu transplantieren. Denn Transplantationen haben oberste Priorität, sie sind nicht aufschiebbar. Wenn ein Organ eines Spenders zu einem Empfänger passt, muss transplantiert werden.“

Gleiches gilt für die Organtransplantation von Lungen. Dr. Stefan Guth, Chefarzt der Thoraxchirurgie der Kerckhoff-Klinik und Experte für Lungentransplantationen, konnte mit seinem Team trotz der besonderen Umstände einem Patienten eine neue Lunge transplantieren.

Im Rahmen des Lungentransplantationsprogramms kooperiert die Kerckhoff-Klinik eng mit dem Universitätsklinikum Gießen/Marburg  und ihres Fachbereichs für Pneumologie. Zusammen bilden die beiden Kliniken das mittelhessische Lungentransplantationszentrum. „Dank der guten Zusammenarbeit aller involvierten Abteilungen wie Anästhesie, Chirurgie, Intensivmedizin, Hygiene und vieler anderer können wir trotz der  erforderlichen COVID-Logistik mit den entsprechenden Schutzmaßnahmen erfolgreich transplantieren“, freut sich Dr. Guth.

 

 

Spendenbereitschaft in Deutschland gestiegen – trotz Corona Pandemie

Auch die Kerckhoff-Klinik leistet seit Jahren Aufklärungsarbeit zum Thema Organspende, u.a. an Schulen und Universitäten. Laut der Deutschen Stiftung für Organspende (DSO) zeichnet sich trotz der Covid-19–Infektionen in Deutschland eine erhöhte Bereitschaft zur Organspende ab. Im Januar und Februar 2020 lag die Zahl der Organspender deutlich über der des Vorjahres. Auch im März und April ist es im Vergleich zu 2019 und trotz der Pandemie nicht zu einem deutlichen Rückgang der Organspende in Deutschland gekommen. Damit weicht die Entwicklung von der in vielen anderen europäischen Ländern ab: So wurde z. B. aus Italien von einem Rückgang der Organspende um 30%, aus Spanien um mehr als 50% berichtet. Auch in anderen benachbarten Eurotransplant (ET)-Ländern ist die Organspende tendenziell rückläufig. In der letzten von ET berichteten Woche (KW 15) erfolgten 75% der Spendermeldungen an ET aus Deutschland. Im gesamten Vorjahr wurden im Mittel lediglich 45% aller Spender aus Deutschland gemeldet.

 

Herztransplantation: Zahlen und Fakten

In Deutschland werden jährlich etwa 300 Herzen transplantiert. Etwa 700 Patientinnen und Patienten warten derzeit auf eine Herztransplantation. Krankenhäuser melden jährlich etwa 500 neue Patientinnen und Patienten, die ein Spenderherz benötigen. Die Erfolgsaussichten einer Herztransplantation verbessern sich mit neuen Entwicklungen in der Medizin stetig. Heute schlagen von 100 transplantierten Herzen ein Jahr nach der Operation noch etwa 75. Nach fünf Jahren sind es noch 65. Zum Vergleich: Die erste Herztransplantation fand 1967in Kapstadt / Südafrika) statt. Der Patient überlebte damals mit dem neuen Herzen nur 18 Tage. Quelle: organspende-info.de

 

Lungentransplantation: Zahlen und Fakten

Ca. 350 Lungentransplantationen werden in Deutschland jährlich durchgeführt. Etwa 300 Patientinnen und Patienten warten aktuell auf die Transplantation einer Lunge. Jährlich kommen etwa 400 neue Patientinnen und Patienten hinzu. Die Lebendorganspende eines Teils der Lunge ist medizinisch möglich, wird jedoch in Deutschland eher selten durchgeführt. Die Erfolgsaussichten von Lungentransplantationen haben sich in den vergangenen Jahren durch medizinische Entwicklungen deutlich verbessert. Von 100 transplantierten Lungen funktionieren ein Jahr nach der Operation noch 75. Nach fünf Jahren sind es noch mehr als 50 Organe. Quelle: organspende-info.de

 
 
 
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