Führungswechsel in der Angiologie der Kerckhoff-Klinik

PD Dr. Jörg Herold ist neuer Direktor der Abteilung Angiologie im größten Gefäßzentrums Hessens

PD Dr. Jörg Herold

 

Generationswechsel im Gefäßzentrum der Kerckhoff-Klinik: Seit Januar 2024 ist PD Dr. Jörg Herold neuer Direktor der Abteilung Angiologie. Der Facharzt für Angiologie, Innere Medizin und Kardiologie tritt die Nachfolge von Dr. Karlfried Kainer an, unter dessen fachkundiger Leitung die Abteilung bereits vor dem Übergang der William Harvey Klinik in die Kerckhoff-Klinik 2014 stand. Neben der Ambulantisierung soll der Bereich der Prävention von Gefäßkrankheiten zukunftsorientiert ausgebaut werden.

 

Die Abteilung Angiologie ist neben der Gefäßchirurgie Teil des Gefäßzentrums und befasst sich sowohl mit der Funktion als auch mit den Erkrankungen von Arterien, Venen und Lymphgefäßen. Für den neuen Direktor PD Dr. Jörg Herold ist der Wechsel an die Kerckhoff-Klinik etwas Besonderes: „Ich freue mich sehr, wieder in der Kurstadt zu sein und die Leitung der Angiologie am größten Gefäßzentrum Hessens zu übernehmen.“

Das große Ziel des 49-Jährigen ist es, den bevorstehenden strukturellen gesundheitspolitischen Anforderungen gerecht zu werden. Hierzu zählt z.B. der Ausbau des minimal-invasiven und interventionellen Bereichs in der Behandlung von Gefäßkrankheiten wie Thrombosen, Lungenembolien, Gefäßverletzungen oder Durchblutungsstörungen. „Gleichzeitig haben wir im Zuge der geplanten Eröffnung des Ambulanten Operativen Zentrums der Kerckhoff-Klinik schon bald die Möglichkeit, Patient:innen auch ohne stationäre Aufnahme unter modernsten medizinschen Bedingungen zu diagnostizieren und therapieren“, betont der Gefäßspezialist. Besonders die minimal-invasiven Hybrid-Operationen, die in einem speziellen Operationssaal mit modernster radiologischer Bildgebung in Form einer High-Tech-Angiografieanlage stattfinden, werden eine bedeutende Rolle in der modernen Medizin spielen.

Nach seinem Studium an der Justus-Liebig-Universität in Gießen promovierte der Mediziner am Max-Planck-Institut in Bad Nauheim und entdeckte sein Interesse am Gefäßsystem. Anschließend war er an den Universitätskliniken Magdeburg und Dresden als Angiologe und Kardiologe tätig. Später arbeitete er an der Klinik für Gefäßmedizin am Klinikum Darmstadt und leitete ab 2021 als Direktor die Klinik für Angiologie.


Gefäßerkrankungen erfordern interdisziplinäre Betreuung

Gefäßerkrankungen betreffen oft das gesamte Gefäßsystem und treten häufig in Kombination mit anderen Krankheitsbildern wie Herzkreislauf-, Lungenerkrankungen, Rheumaerkrankungen oder der Zuckerkrankheit auf. Daher werden in der Kerckhoff-Klinik solche Erkrankungen interdisziplinär durch verschiedene medizinische Fachkompetenzen behandelt, um eine umfassende Betreuung der Patient:innen sowohl vor als auch nach therapeutischen Eingriffen zu gewährleisten.

„Unser Leistungsspektrum umfasst verschiedene Ansätze, darunter minimal-invasive, kathetergestützte oder offene chirurgische Verfahren. Dieses breit aufgestellte Portfolio sorgt dafür, dass wir unseren Patient:innen individuelle und maßgeschneiderte Therapieoptionen anbieten können. PD Dr. Herold bereichert das hochmotivierte Team des Gefäßzentrums  durch seine Expertise und bietet die ideale Grundlage, die langjährige hervorragende Arbeit von Dr. Kainer fortzusetzen und zukunftsfähig zu gestalten“, erklärt Dr. Simon Classen, Chefarzt der Gefäßchirurgie und Direktor des Gefäßzentrums der Kerckhoff-Klinik.

Ergänzend hierzu fasst Matthias Müller, Kaufmännischer Geschäftsführer der Klinik, zusammen: „Mit Herrn PD Dr. Herold haben wir einen der Position entsprechend qualifizierten Experten und Nachfolger für Dr. Kainer gefunden. Gemeinsam mit Dr. Classen werden sie das größte Gefäßzentrum Hessens in seiner Bedeutung weiter stärken und über die Grenzen hinaus etablieren.“

In der Wetterau, speziell in Bad Nauheim, hat die Diagnostik und Therapie von Gefäßerkrankungen Tradition, seit in den 1980er Jahren am Kaiserberg die William Harvey Klinik als Fachklinik für Gefäßkrankheiten eröffnet worden.

Heute ist daraus das Gefäßzentrum der Kerckhoff-­Klinik hervorgegangen, das größte seiner Art in Hessen. Am Campus Kerckhoff­ befindet sich auch die GZW Diabetes­ Klinik. Weitere Partner in diesem Kontext sind die auch auf interventionelle Radiologie und die Versorgung von Gefäßstenosen spezialisierten Kliniken für Radiologe im Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim und in der Keckhoff­-Klinik sowie die Stroke Unit (Schlaganfallstation) des GZW im Bürgerhospital Friedberg. Gemeinsam bilden sie das „Gefäßzentrums Mittelhessen“.


Lehre und Forschung am Campus Kerckhoff der Justus-Liebig-Universität Gießen und ihres Fachbereichs Medizin

PD Dr. Herold hat in Stanford, Brisbane und der Universitätsklinik in Magdeburg wissenschaftlich an Therapiestrategien zur Behandlung der Schaufensterkrankheit, einer gefährlichen Durchblutungsstörung in Beinen und Füßen, gearbeitet und leitet seit mehr als zehn Jahren die Sektion vaskuläre Biologie in der Deutschen Gesellschaft für Angiologie.

Auch in Bad Nauheim am Campus Kerckhoff der Justus-Liebig-Universität Gießen soll die Ausbildung von PJlern und Medizinstudent:innen sowie die Forschungstätigkeit des Gefäßzentrums im interdisziplinären Austausch der Chirurg:innen und Angiolog:innen gelebt und erweitert werden.


Dank an Dr. Karlfried Kainer

Dr. Karlfried Kainer hat seine internistische Facharztausbildung im ehemaligen Konitzky-Stift, heute Rehabilitationszentrum der Klinik, abgeschlossen und ist im Anschluss in die damalige William Harvey Klinik gewechselt. Zu dieser Zeit war das Fachgebiet Angiologie noch kein eigenständiges Teilgebiet. Nach der Übernahme durch Helios wurde der Gefäßexperte Leiter des Bereiches und führte die Abteilung auch mit Integration in die Kerckhoff-Klinik im Jahr 2014 mit großem Fachwissen und viel Empathie für die Patient:innen und seine Mitarbeitenden weiter.

„Dr. Kainer wird PD Dr. Herold noch bis Ende März unterstützen. Damit wird der reibungslose Übergang in der angiologischen Versorgung der Patient:innen gewährleistet. Wir danken ihm für seinen ausgezeichneten Einsatz in den letzten Jahren und seine Bereitschaft, sein Wissen auch jetzt noch weiter zur Verfügung zu stellen,“ soMüller.

Der Facharzt für Innere Medizin wird sich nicht vollends aus seiner medizinischen Tätigkeit zurückziehen, sondern noch im Ärztehaus am Park als hausärztlicher Internist tätig sein. Daneben berät er die Arbeitsgruppe „Geschichte Bad Nauheim“ in medizinischen Fragen.

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