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Arbeitsgruppe Experimentelle Kardiologie: Forschungsarbeit ausgezeichnet

2012-05-25

S. Szardien Sebstian Szardien


Kardiologe der Kerckhoff-Klinik erhält Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin – Wegweisende Arbeit zeigt therapeutische Wirksamkeit des körpereigenen Signalstoffs G-CSF gegen die krankhafte Vermehrung des Bindegewebes im Herzmuskel (kardiale Fibrose) bei Patienten mit Herzschwäche.


(BvT) Auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin hat Sebastian Szardien aus der Abteilung für Kardiologie der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim den 2. Preis des angesehenen Paul-Schölmerich-Preises für die, in der Forschungsgruppe Experimentelle Kardiologie entstandene, Forschungsarbeit zur kardialen Fibrose erhalten.

In der bereits mehrfach ausgezeichneten Arbeit mit dem Titel "Regression of cardiac hypertrophy by granulocyte-colony-stimulating factor stimulated interleukin-1ß synthesis" konnten Szardien und seine Kollegen zeigen, dass die Gabe des körpereigenen Signalstoffes G-CSF bei Patienten mit einer krankhaften Vermehrung des Bindegewebes im Herzmuskel zu einer kompletten Rückbildung der Gewebeveränderung im vergrößerten Herzen führt. Signalstoffe - auch Botenstoffe genannt - sind chemische Stoffe, die in einem Organismus für die Übermittlung von Signalen zuständig sind bzw. der Informationsübertragung dienen (Beispiel: Hormone).

Die Vermehrung des Bindegewebes im Herzmuskel, gegen die es bislang keine wirksame Therapie gibt, ist häufig eine Folge von Herzerkrankungen wie z. B. eine Verengung der Hauptschlagader oder langjährigem Bluthochdruck. Durch die Forschungsarbeit an der Kerckhoff-Klinik stellt sich nun erstmals ein Therapieansatz dar, der bei Patienten mit Herzschwäche, die durch Bindewebsveränderungen hervorgerufen werden, eingesetzt werden kann. Der Paul-Schölmerich-Preis gilt als einer der wichtigsten Preise für Innere Medizin.

Weitere Informationen unter:

Experimentelle Kardiologie

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