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Thema: Transplantationsmedizin
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2010-08-30
Verleihung des Publikationspreises 2010 des Verein der Freunde und Förderer der Kerckhoff-Klinik e. V.
Den mit 2.500 Euro dotierten ersten Preis erhielt Dr. rer. nat.Stephanie Lefèvre, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung für Rheumatologie und klinische Immunologie.
Im international hoch angesehenen Wissenschaftsmagazin Nature Medicine veröffentlichte Lefèvre Ergebnisse ihrer Arbeit zur Rheumatoiden Arthritis. Darin konnte Lefèvre erstmals zeigen, wie sich diese Krankheit von erkrankten auf gesunde Gelenken ausbreitet. Verantwortlich sind spezielle Bindegewebszellen, die in erkrankten Gelenken aktiv in Blutgefäße einwandern und über den Blutstrom in gesunde Gelenken gelangen, um dort einen neuen Arthritisherd zu bilden.
Der zweite Preis ging an Prof. Dr. med. Tibo Gerriets, Konsiliarneurologe an der Kerckhoff-Klinik und Oberarzt an der Neurologischen Notaufnahme der Universitätsklinik Gießen/Marburg. Gerriets hatte, in Kooperation mit Privatdozent Dr. med. Markus Schönburg,Oberarzt in der herzchirurgischen Abteilung der Kerckhoff-Klinik, untersucht, ob der Einsatz von Gasfiltern in Herzlungenmaschinen sinnvoll ist. Das renommierte European Heart Journal veröffentlichte ihre Arbeit.
Darin konnten Gerriets und Schönburg nachweisen, dass der Einsatz von Gasfiltern wirkungsvoll verhindert, dass winzige Gasbläschen während einer Operation über den Blutstrom ins Gehirn der Patienten gelangen und dort Nervengewebe schädigen. Mittlerweile ist der Einsatz solcher Gasfilter an der Kerckhoff-Klinik Standard.
Auf dem dritten Platz wurde Dr. phil. nat. Christian Troidl, Leiter der Arbeitsgruppe experimentelle Kardiologie des kerckhoffeigenen Franz Groedel-Instituts, geehrt.
Troidl veröffentlichte im bekannten Journal of Cellular and Molecular Medicine Untersuchungen zur Rolle zweier Untergruppen spezieller Blutzellen, sogenannter Macrophagen, die maßgeblich an den Heilungsprozessen des Herzgewebes nach einem überstandenen Infarkt beteiligt sind.
Den vierten Platz belegte Dr. med. Johannes Rixe, Assistenzarzt der Abteilung Kardiologie.
Rixe veröffentlichte im internationalen Wissenschaftsjournal Heart eine Untersuchung zur Strahlenbelastung von Patienten, deren Herzkranzgefäße mit dem Computertomogaphen (CT) untersucht wurden.
Rixe konnte dabei nachweisen, dass die Verwendung eines modernen Dual-Source-CT (DSCT), der mit zwei Röntgenquellen arbeitet, nicht zwangsläufig zu einer höheren Belastung mit Röntgenstrahlung führt, als eine Untersuchung mit älteren CT, die nur eine einzige Röntgenquelle besitzen. Vielmehr lässt sich die Strahlenbelastung einer DSCT-Untersuchung sogar deutlich unter die Belastungswerte herkömmlicher CT-Untersuchungen senken, wenn der DSCT gemäß spezieller Untersuchungsprotokolle programmiert wird.
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