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Bis in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts reicht die Geschichte der Kerckhoff-Klinik zurück. Es begann damit, dass der deutsch-amerikanische Unternehmer William G. Kerckhoff wegen eines Herzleidens regelmäßig den damals schon berühmten Kurort Bad Nauheim aufsuchte. Der wohlhabende Unternehmer wollte einen Stiftungsfonds zur Förderung der Herzforschung ins Leben rufen. Bevor er dieses Vorhaben verwirklichen konnte, erlag er zwar seinem Herzleiden, aber seine Ehefrau führte den Plan durch. Mit einer großzügigen Spende initiierte sie den Aufbau eines Herzforschungsinstituts.
Erster Leiter der Forschungseinrichtung war der mit dem Ehepaar Kerckhoff eng befreundete Arzt Professor Dr. Franz Groedel. Groedel, der sowohl zu den Gründervätern der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als auch des American College of Cardiology zählt, führte das Institut bis zu seiner Emigration in die USA im Jahre 1931 mit großem wissenschaftlichen Erfolg.
Im Jahr 1951 übernahm die renommierte Max-Planck Gesellschaft die Leitung des Herzforschungsinstituts.
Im Jahr 1963 gründete man in unmittelbarer Nähe des Kerckhoff Institutes die Kerckhoff- Klinik.
Patienten konnten so schneller von den Errungenschaften der Forschung profitieren.
1972 wurde schließlich die Versorgung von Kur- und Rehapatienten nicht mehr fortgeführt und statt dessen das medizinische Leistungsspektrum zur Akutversorgung von Herzpatienten konsequent ausgebaut.
Parallel zum Ausbau des Leistungsspektrums stiegen die Betten- und Patientenzahlen.
Im Jahre 1979 wurden 3.000 Patienten stationär und 1.200 Patienten ambulant behandelt. Die Klinik verfügte über insgesamt 101 Betten, davon 9 Intensivbetten, die ausschließlich mit Akutpatienten belegt werden.
Ende der achziger Jahre ist die Kerckhoff-Klinik ein Hochleistungszentrum von hohem nationalen und internationalen Renommee für die Versorgung von Menschen mit allen bekannten Herzkrankheiten.
1999 erwirbt die Kerckhoff-Klinik gGmbH die in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene "Rheumatologie, Physikalische Medizin und Balneologie", die bis dahin zum Klinikum der Justus-Liebig-Universität gehörte.
Beide Krankenhäuser werden in eine gemeinsame Stiftung überführt, die den Namen "Stiftung William G. Kerckhoff Herz- und Rheumazentrum Bad Nauheim" trägt.
Die rheumatologische Abteilung wird zur dritten bettenführenden Abteilung der Kerckhoff-Klinik.
Um die Qualität der Patientenversorgung weiter zu steigern, errichtet die Kerckhoff-Klinik gGmbH in den Jahren 2002 bis 2005 für 27 Millionen Euro ein neues Krankenhausgebäude auf dem Gelände der mittlerweile abgerissenen Rheumatologie. Das neue Gebäude stellt eine topmoderne Patientenversorgung für alle Patientinnen und Patienten sicher.
Gleichzeitig bietet der Neubau auch Kardiologie und Herzchirurgie neue Möglichkeiten, ihre medizinische Spitzenposition in Deutschland und in einigen Bereichen sogar europaweit auszubauen.
Im Januar 2008 wird das Leistungsspektrum der Klinik abermals erweitert, als vierte bettenführende Abteilung kommt die Abteilung für Thoraxchirurgie hinzu.
Im Jahr 2009 verfügt die Kerckhoff-Klinik über 267 Planbetten, jährlich werden mehr als 43.000 Patienten stationär und ambulant behandelt.
Durch die enge Verknüpfung mit der Max-Planck-Gesellschaft und zahlreichen Kooperationen mit Hessischen Universitätskliniken werden neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in der Klinik patientenorientiert umgesetzt.
Im Jahre 2000 eröffnete die Kerckhoff-Klinik das Franz-Groedel-Institut.
Hier suchen Forschergruppen nach Möglichkeiten, mittels Gentechnik Herzkrankheiten zu heilen oder ihnen vorzubeugen. Die enge Verbindung der Kerckhoff-Klinik zur medizinischen Forschung und ihre Erfahrung in Verbindung mit hochmoderner Medizintechnik ermöglichen eine Vielzahl von Spezialisierungen, wie sie sonst kaum verfügbar sind.
Basis jeder individuell abgestimmten und erfolgreichen Therapie ist eine präzise Diagnose. In der Kerckhoff-Klinik werden bevorzugt nicht-invasive, also nicht in den Körper eingreifende Techniken eingesetzt. So zählt die Kerckhoff-Klinik in der Anwendung und Weiterentwicklung der Magnetresonanztomographie (MRT) des Herzens zu den fortschrittlichsten Zentren Deutschlands.
Die Klinik beteiligt sich an der regionalen Notfallversorgung. So können in der Notaufnahme lebensbedrohliche Herzerkrankungen behandelt werden. Für akute thoraxchirurgische und rheumatologische Erkrankungen stehen ebenfalls erfahrene Teams bereit.
Die Klinik kann per Hubschrauber auf dem hauseigenen Landeplatz angeflogen werden.
© 2008-2010 Kerckhoff Klinik




