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Netzwerk

Netzwerk Herzinfarkt

Netzwerk, dargestellt auf einer Landkarte mit allen Netzwerk-Krankenhäusern


Etwa 1.500 Menschen erleiden pro Jahr in unserer Region einen Herzinfarkt. Mit dem ersten Schmerz in der Brust beginnt für die Betroffenen ein Wettlauf mit der Zeit. Denn: Der Patient hat nur dann die größten Überlebens- und besten Erholungschancen, wenn er schnellstmöglich von Spezialisten in einem Katheterlabor durch eine gezielte Öffnung der verschlossenen Gefäße behandelt wird. Um dies zu gewährleisten, ist eine lückenlose und schnell funktionierende Rettungskette und die sofortige Therapie in einer geeigneten Klinik erforderlich.


Engagierte Ärzte der Kerckhoff-Klinik haben daher in Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten und den umliegenden Krankenhäusern das Netzwerk Herzinfarkt aufgebaut, um sicher zu stellen, dass alle Patienten mit akutem Herzinfarkt ohne Zeitverzögerung in einem Herzkatheterlabor nach den derzeit besten Standards behandelt werden können.

HerzkatheterlaborIm Netzwerk Herzinfarkt vergehen so durchschnittlich nur 69 Minuten vom ersten Kontakt mit dem Notarzt bis zur Eröffnung des Infarktgefäßes im Herzkatheterlabor.

Aus Sicht der Akut-Kliniken im Wetteraukreis bietet das Netzwerk Herzinfarkt die Option, für die hiesigen Herzinfarkt Patienten eine optimale Versorgung zu organisieren.
Dieses erfolgt in Abstimmung mit dem Rettungsdienst, da die Notärzte die Patienten mit akutem Herzinfarkt zuerst sehen und behandeln. Jede Minute zählt beim Herzinfarktpatienten. Durch eine standardisierte Vorgehensweise mit 12 Kanal EKG (Standard auf allen Notarzteinsatzfahrzeugen) in der prähospitalen Diagnostik ist eine sichere Identifikation der Patienten mit akutem Herzinfarkt möglich. Damit ist das unspezifisch Symptom „Brustschmerz“ soweit zu klären, dass eine indikationsbezogene Klinikzuweisung möglich ist und die betroffenen Patienten sofort in das Katheterlabor der Kerckhoff-Klinik gebracht werden können. Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst (ÄLRD) des Wetteraukreises und Mitinitiator des Netzwerkes, Dr. Reinhold Merbs, betont die Schlüsselrolle des Rettungsdienstes und insbesondere der Notärzte im Netzwerk: „Wir Notärzte sind diejenigen, die in den ersten Minuten entscheiden müssen, wie der Notfallpatient versorgt werden muss. Den Ablauf der Notfallversorgung zu optimieren, ist natürlich eines unserer wichtigsten Ziele.“

„Circa 1/3 aller Menschen die einen Herzinfarkt erleiden, versterben noch vor der Aufnahme in einer Klinik. Die übrigen Patientinnen und Patienten werden medikamentös versorgt (Thrombolyse) oder im Katheterlabor (PTCA) behandelt“, erläuterte Rau. „Neuste wissenschaftliche Untersuchungen belegen“, so der Oberarzt, „dass die besten Überlebenschancen die Patienten mit akutem Herzinfarkt besitzen, die sofort in einem Katheterlabor behandelt werden können“. Merbs ergänzte, dass die medikamentöse Behandlung mittels der Thrombolyse in einer Akut-Klinik oder prähospital auf einem Notarztwagen durchaus ihre Berechtigung habe, aber sofern ein Interventionszentrum, wie die Kerckhoff Klinik erreichbar sei, wäre dies die derzeit optimale Behandlung.

In der Kerckhoff-Klinik stehen dazu an 365 Tage im Jahr und rund um Uhr qualifizierte Teams von Spezialisten zur Verfügung.

HubschrauberlandeplatzDie Kerckhoff-Klinik kann dabei nicht nur mit dem Rettungswagen sondern auch per Hubschrauber erreicht werden. Das Modell wurde – dank seines Erfolges – deutschlandweit bekannt und kopiert.

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