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Information für Patienten

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Patientenverfügung

Eine Patientenverfügung ist eine Anweisung an die Ärzte.

Darin kann jeder Mensch bestimmen, welche Behandlungsmethoden er im Falle eines Falles wünscht oder nicht wünscht.

Etwa keine lebenserhaltende Apparatemedizin, wenn dadurch nur noch das Leiden bis zum Tode verlängert wird.

Keine Wiederbelebung nach einem Herzstillstand, wenn damit eine Schädigung des Gehirns verbunden ist.

Oder den Einsatz von Schmerzmitteln, auch wenn der Eintritt des Todes damit beschleunigt wird. Liegt eine solche wirksame Patientenverfügung vor, ist dies ein wichtiger Hinweis für die Ärzte.

Doch wie verfasst man eine wirksame Verfügung?

Zahlreiche Organisationen bieten Vordrucke an, die der Patient nur noch unterschreiben muss. Natürlich preisen dabei viele dieser Anbieter ihre Version als die einzig wirksame an und kritisieren die der "Konkurrenz". Doch letztlich sind sie wahrscheinlich alle mehr oder weniger gleich hilfreich, wenn man beim Abfassen der Verfügung einige wichtige Punkte beachtet.

  • Schreiben Sie eine Verfügung stets handschriftlich. Sie können dabei ruhig einen der zahlreichen Vordrucke verwenden, die es gibt, und diesen dann abschreiben. Für den Arzt ist eine handschriftlich verfasste Verfügung ein wichtiges Indiz: Er erkennt, dass der Patient sich mit jedem einzelnen Satz, den er geschrieben hat, inhaltlich auseinander gesetzt hat.
  • Besprechen Sie den Inhalt der Verfügung mit Ihrem Hausarzt. Lassen Sie sich von ihm über die Folgen Ihrer Wünsche genau aufklären. Der Hausarzt sollte in die Verfügung kurz hineinschreiben, dass er mit Ihnen über alle wesentlichen Punkte gesprochen und Sie aufgeklärt hat.
  • Hinterlegen Sie die Verfügung an einem Ort, wo man sie leicht finden kann. Zur Sicherheit sollten Sie auch eine Kopie der Verfügung bei Ihrem Hausarzt hinterlegen.
  • Tragen Sie eine Karte in Ihrem Geldbeutel mit sich, auf der auf die Existenz der Patientenverfügung hingewiesen wird. Im Notfall wissen die Ärzte dann sofort Bescheid.
  • Sprechen Sie mit Ihrer Familie über die Patientenverfügung. Klären Sie sie auf, wo Sie die Verfügung aufbewahren.
  • Unterschreiben Sie die Verfügung jedes Jahr wieder neu: Bei einer älteren Verfügung könnte der Arzt davon ausgehen, dass Sie Ihre Meinung in der langen Zeit wieder geändert haben und jetzt die Dinge ganz anders sehen.
  • Sie können Ihre Unterschrift auch von zwei Zeugen bestätigen oder von einem Notar beglaubigen lassen.

Kommen Sie in eine Situation, in der Sie sich nicht mehr selbst über Ihre Behandlungswünsche äußern können, richten sich die Ärzte nach den Wünschen Ihrer Verfügung. Wichtig ist, dass die Ärzte davon ausgehen können, dass Sie sich ernsthaft mit diesem Thema auseinander gesetzt haben. Es kann daher auch sinnvoll sein, alle Beweggründe, die Sie zum Verfassen der Verfügung veranlasst haben, darin niederzuschreiben.

Wichtig!

Hier finden Sie das Muster einer Patientenverfügung von der Ärztekammer Hamburg. Dies ist nur eine Möglichkeit, den Text zu formulieren; er soll Ihnen lediglich als erste Formulierungshilfe dienen. Natürlich wird der Mustertext nicht genau auf Ihre persönlichen Lebensumstände passen. Deshalb empfehlen wir Ihnen dringend, dies noch einmal mit Ihrem Hausarzt und ggf. mit einem Notar zu besprechen. Nur dann ist gewährleistet, dass Sie eine Verfügung oder auch Vollmacht entwerfen, die wirklich Ihren Wünschen entspricht.

PDF-Datei Patientenverfügung (PDF, 51 KB).

Einige Internetadressen für Vorlagen zur Formulierung einer Patientenverfügung:

  • Christliche Patientenverfügung (PDF, 891 KB)
  • Kreisseniorenrat Ludwigsburg e.V.
  • ARD-Ratgeber Recht.
Anzahl der Besuche: 166
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