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Kerckhoff-Klinik, Zentrum für Kardiologie und Herzchirurgie

Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim

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Forschungsberichte

Sensitivität und Spezifität einer zellgebundenen ELISA Technik zum Nachweis von anti-endothelialen Antikörpern

Gebiet/Fachrrichtung: Hämostaseologie

Datum der Fertigstellung: 07.11.2003

Autor: Dr. Katharina Madlener

Koautoren: Prof. Dr. Bernd Pötzsch, Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn; Dr. Elena Sushko, Hämostaseologie und Transfusionsmedizin, Kerckhoff-Klinik; Prof. Dr. E. Seifried, Blutspendedienst DRK, Frankfurt; Prof. Dr. E. G. Müller-Berghaus, Kerckhoff-Klinik

Mitarbeiter: Bettina Gissel; Christine Kendall

Drittmittel: Finanzmittel aus dem Forschungsetat von Prof. Dr. G. Müller-Berghaus Gesellschaft für Thrombose und Hämostase (GTH) Förderhöhe
Sachmittel:
20.000,00 DM

Kurzfassung

Dr. Katharina MadlenerDr. Katharina MadlenerAutoantikörper, die gegen endotheliale Antigene gerichtet sind (AECA - anti-endothelial cell antibodies), werden nach aktuellen Untersuchungen nicht nur bei Patienten mit primärer und sekundärer Vaskulitis gefunden, sondern sind auch bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit, bei Patienten nach Herz- und Nierentransplantation oder bei Patientinnen nach rezidivierenden Aborten nachweisbar. Im Einzelfall ist die pathophysiologische Bedeutung dieser Antikörper unklar.

Der spezifisch diagnostische Wert dieser Autoantikörper ist einerseits eingeschränkt. Sie können in Zusammenhang mit verschiedenen Erkankungen nachgewiesen werden, denen als gemeinsames Merkmal meist ein unterschiedlicher Grad an Gefäßschädigung zugrunde liegt. Andererseits häufen sich die Indizien für die pathogenetische Rolle der AECA im vaskulären Entzündungsgeschehen.

Meroni und Mitarbeiter konnten nachweisen, dass die Zielantigene der AECA auf der Endothelzelloberfläche gelegen und so für zirkulierende Antikörper zugänglich sind. Der Anstieg ihrer Serumkonzentration in der akuten Erkrankungsphase sowie ihr Abfall in Phasen der Remission z.B. des akuten Systemischen Lupus erythemadosus (SLE) und Vaskulitiden deuten auf ihr Mitwirken in der Pathogenese des endothelialen Entzündungsgeschehen hin. In einigen Fällen geht ein Titeranstieg der AECAs sogar einer vaskulitischen Episode voraus. Belegt ist auch, dass AECA-positive Seren zu Komplement-vermittelter oder Antikörper-vermittelter zytotoxischer Immunantwort führen können.

An das Endothel angelagerte AECAs führten in vitro zu einer Aktivierung der Endothels im Sinne einer gesteigerten Zytokin- und Chemokinsekretion, sowie zu vermehrter Expression von Adhäsionsmolekülen an der Endothelzelloberfläche (ICAM-1, VCAM-1, E-Selektin. Auch in situ konnte die Expression von ICAM-1, VCAM-1 und/oder E-Selektin demonstriert werden. Die Aktivierung des Endothels fördert die Leukozytenrekrution und -adhäsion an die endotheliale Oberfläche und kann damit zur Entstehung von vaskulitischen und granulomatösen Läsionen beitragen.

Die Zielantigene der anti-endothelialen Antikörper werden seit mehr als zwei Jahrzehnten mit unterschiedlichen Methoden untersucht. Verschiedene Antigene werden zum Teil kontrovers diskutiert. Prinzipiell kann zwischen konstitutiv exprimierten, kryptischen und adhärierenden Antigenen unterschieden werden, wobei die Übergänge zum Teil fließend sind.

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