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Zunehmend wichtigere Indikationen zur CT ergeben sich für die Darstellung der Arterien, da hier die gute Auflösung der Methode im Hochkontrastbereich entscheidend ist. Die CT-Angiographie wird generell unter Gabe eines Kontrastmittelbolus durchgeführt. Eine Triggerung oder ein Gating über EKG ist nicht erforderlich. Im Bereich der Kopf-Halsarterien liefert die CT ähnlich gute Ergebnisse wie die MR-Angiographie, allerdings ist deutlich mehr Aufwand in der Rekonstruktion zum Herausrechnen von ossären Strukturen notwendig. Die thorakale und abdominelle Aorta und ihre Seitäste sind zuverlässig hinsichtlich Aneurysma, Dissektion oder Stenosen auch in der CT abzuklären, wenn dünne Schichten und gute Nachverarbeitung garantiert sind. In der Untersuchung der Becken-/Beinarterien ist wiederum die MRT durch Einsatz von speziellen Spulen, Schrittverschiebetechnik und Software der CT überlegen.
Seit den hervorragenden Studien des Ehepaars Remy-Jardin ist die CT die Methode der ersten Wahl in der Darstellung der Pulmonalarterien und der Diagnose einer akuten und chronisich rezidivierenden Lungenembolie, was durch die neueste Generation der Mehrzeiler-CT noch untermauert wird. Die Lungenembolien hat eine hohe Inzidenz und Mortalität. Die klinischen Symptome können fehlen oder sind irreführend. Bei ca. 50% der Patienten mit letalem Verlauf wird die Diagnose einer Lungenembolie antemortem nicht gestellt werden. Anderseits werden bei 2/3 aller Patienten, die mit der klinischen Anfangsdiagnose einer Lungenembolie zur weiteren Diganotik kommen, dann andere schwerwiegende Erkrankungen diagnostiziert, wie Pneumonie, Pneumothorax, Dissektion, Pleura– und Perikarderguss etc. Daher ist eine schnelle und sichere Diagnose wichtig. Die früher häufig durchgeführte Szintigraphie ist weitgehend verdrängt worden, da sie wenig spezifisch ist . Die Angiographie wird ebenfalls nur noch selten eingesetzt, wenn bei massiver Embolie gleich eine lokale Lyse geplant ist. Die CT ist meist einfach verfügbar, schnell, nicht invasiv und liefert hochaufgelöste Bilder mit gutem Gefäßkontrast nach Kontrastmittelagabe. Daher gilt die Methode in der Diagnostik der akuten Lungenembolie heute als diagnostischer Standard. Hiermit können Embolien in Gefäßen bis hinunter auf Segmentebene sicher erfasst werden. Mit der Mehrzeiler-Technolgie wird die Untersuchung noch schneller und die Auflösung für den Nachweis embolischen Materials noch besser. Das ist insbesondere vor dem Hintergrund wichtig, dass ca ¼ aller Patienten mit nachgewiesener akuter Lungenembolie das Thrombusmaterial ausschließlich in den kleinen Lungengefäßen akkumuliert haben und die zentralen Gefäße frei sind. Zudem kann mit der CT der gesamte Thorax ohne zusätzlichen Aufwand mit untersucht werden und andere Ursachen für die klinische Symptomatik abgeklärt werden. Ein diagnostisches Problem bleibt weiterhin der Nachweis sehr kleiner wandständiger Thromben in den feinen Subsegmentarterien, wenn es um die Abklärung der chronisch rezidivierenden Lungenembolie bei pulmonaler Hypertonie geht. Bei dieser Frage ist nach Arbeiten von Stein und Mitarb. (1999) mit einem Nachweis in 66% zu rechnen.

CT - Lungenembolie vor / nach Therapie : Die CT gilt als Goldstandard in der Diagnostik der Lungenembolie. Das linke Bild zeigt eine ausgeprägte Embolie mit reichlich Material in allen Pulmonalarterien. Nach Lyse über 7 Tage sind nur noch kleine Reste nachweisbar (rechts).
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