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Kerckhoff-Klinik, Zentrum für Kardiologie und Herzchirurgie

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Biomarker in kardialen Remodelling-Prozessen

[Stand April 2010]

Projektleiter: C. Liebetrau

Der Myokardinfarkt, als akute Verlaufsform einer koronaren Herzkrankheit, stellt eine der häufigsten Todesursachen in der industrialisierten Welt dar.

Der Diagnostik und der Risikostratifizierung sowie der unverzüglichen Therapie des Myokardinfarkts kommt deshalb große klinische Bedeutung zu.
Die Entwicklung von Biomarkern zur Erfassung einer kardialen Ischämie, bevor es zur Nekrose kommt, ist durch Spezifitätsprobleme und durch die Schwierigkeit eines entsprechenden klinischen Referenzzustands wesentlich erschwert.
Die kardialen Troponine TnT und TnI sind fest etablierte Nekroseparameter in der Routinediagnostik des akuten Myokardinfarktes, die jedoch erst Stunden nach dem ischämischen Ereignis positive Werte zeigen.
Zwar konnte die Einführung der Messung hochsensitiver Troponine die Detektion einer Mikroläsion weiter verbessern, allerdings bleibt der früheste Zeitpunkt 1-2 Stunden nach Ischämie bestehen.

Ziel unserer Arbeitsgruppe ist es, neue Ischämiemarker an einem charakterisierten Kollektiv zu untersuchen.

Hierbei soll von Patienten, mit stattgehabtem Myokardinfarkt zu definierten Zeitpunkten Plasma asserviert werden.
Hierdurch kann die Erhöhung eines Biomarkers sowie dessen Kinetik im Rahmen einer umschriebenen myokardialen Ischämie möglichst genau dokumentiert werden.
Darüber hinaus sollen Ischämie-Studien am Schweinemodell durchgeführt werden. Hierbei erfolgt die Ischämieinduktion durch Ligatur einer Koronararterie (Ramus interventricularis anterior). Anschließend werden serielle Biopsien aus dem Infarktareal entnommen. Durch die molekularbiologische und histologische Aufarbeitung dieser Proben kann eine sehr genaue Charakterisierung der Expression interessanter Marker erfolgen.

Unser Forschungsvorhaben soll dazu führen, verschiedene Biomarker im Plasma, welche nach einem Myokardinfarkt freigesetzt werden, zu identifizieren und ein zeitliches Freisetzungsprofil erstellen zu können. Damit wäre es möglich, früher als bisher die Diagnose eines akuten Koronarsyndroms zu stellen und entsprechende Therapiemaßnahmen einleiten zu können.

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