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Die Tako-Tsubo Kardiomyopathie (syn. „apical-ballooning“) ist ein in nur wenigen Patienten beschriebenes neues kardiales Syndrom. Charakterisiert ist dieses durch eine akut einsetzende, jedoch vollständig reversible Einschränkung der regionalen kontraktilen Funktion. Ursprünglich wurde dieses Syndrom in Japan beschrieben, es gewinnt jedoch auch in Europa an zunehmender Bedeutung. Über die pathophysiologischen Mechanismen weiß man bis heute relativ wenig. Einige potentielle Ursachen werden diskutiert. Eine systematische Aufarbeitung von bioptischem Material bezüglich Morphologie, Struktur, Energetik und Genexpression ist bislang noch nicht erfolgt.
Deshalb liegt diesem Forschungsvorhaben die Absicht zugrunde, nach eingehender klinischer Diagnostik mittels Magnetresonanztomographie, Echokardiographie und spezifischer kardialer Biomarker eine Biopsieentnahme aus betroffenen Arealen des linken Ventrikels durchzuführen. Nach funktioneller Wiedererholung erfolgt eine weitere Biopsieentnahme. Das entnommene Probenmaterial wird mittels Elektronenmikroskopie Immunhistochemie hinsichtlich morphologischer und struktureller Veränderungen untersucht.
Des Weiteren wurde ein komplettes Transkriptionsprofil mittels Microarray-Analyse erstellt. Die Validierung dieser Daten erfolgt mittels real time-PCR und Western-Blot.
Dieses Forschungsvorhaben soll zur Erkenntnis wichtiger pathophysiologischer Mechanismen der Tako-Tsubo Kardiomyopathie beitragen und dessen Phänotyp mit myokardialem „Stunning“ und humanem „hibernating myocardium“ als etablierte Formen von regionalen und globalen Wandbewegungsstörungen vergleichen.
© 2008-2012 Kerckhoff Klinik




