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Kerckhoff-Klinik, Zentrum für Kardiologie und Herzchirurgie

Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim

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„Ein Herz – ein Team“: Kardiologischer Direktor der Kerckhoff-Klinik leitet als erster Kardiologe den Kongress der Herzchirurgen

2012-02-16

Prof. Hamm Prof. Dr. Christian Hamm, Ärztlicher Direktor der Kerckhoff-Klinik
Mit Prof. Dr. Christian Hamm wird erstmals in der Geschichte der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie ein Kardiologe Präsident der Jahrestagung der Herzchirurgen – Interdisziplinäre Zusammenarbeit von Herzchirurgen und Kardiologen in „HerzTeams“ stehen im Mittelpunkt

„Mit der inhaltlichen Ausrichtung der diesjährigen Tagung wollen wir ganz bewusst gemeinsame Entscheidungswege und die Schnittstellen von Herzchirurgie und Kardiologie bei der Therapie von Herzerkrankungen in den Vordergrund stellen“, erläutert Prof. Christian Hamm, Chefarzt der Abteilung Kardiologie und Ärztlicher Direktor an der Kerckhoff-Klinik.
Er ist diesjähriger Präsident der 41. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG), die vom 12. bis 15. Februar in Freiburg stattfindet.

Unter dem Motto „Ein Herz – ein Team“ sollen konventionelle chirurgische und interventionelle kardiologische Therapiemöglichkeiten verglichen, diskutiert und bewertet werden. Zum Hintergrund erläutert Hamm: „Je schwerwiegender die Herzerkrankung ist, umso dringlicher ist es, dass sich Kardiologen und Herzchirurgen über den richtigen therapeutischen Weg abstimmen.“
Dazu fordere die europäische Behandlungsleitlinie seit letztem Jahr die Einrichtung so genannter interdisziplinärer „HerzTeams“ aus Kardiologen und Herzchirurgen, die sich in jedem Einzelfall beraten sollen, welche die Therapieoptionen die geeignetere ist.
Dass die Umsetzung dieser Leitlinie derzeit noch nicht erfolgt ist, verdeutlichen die Zahlen: Nur in rund jedem fünften der insgesamt 79 herzchirurgischen Zentren in Deutschland beraten Kardiologen und Herzchirurgen gemeinsam die Behandlung der Patienten, in den zahlreichen Katheterlabors niedergelassener Kardiologen ist eine koordinierte Zusammenarbeit sogar noch seltener.
Mit der Berufung des Kardiologen Hamm als Präsident der herzchirurgischen Jahrestagung will die DGTHG nun einen Beitrag leisten, diese Zusammenarbeit und den fachlichen Austausch zu stärken. Umgekehrt hatte die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie vor zwei Jahren bereits einen Herzchirurgen mit der gleichen Zielsetzung als Präsidenten ihrer Jahrestagung benannt.


Kerckhoff-Klinik ist erprobt in der interdisziplinären Zusammenarbeit

Mit Prof. Hamm tritt ein Kardiologe den Vorsitz der herzchirurgischen Fachtagung an, der aus einer Klinik mit langer interdisziplinärer Tradition und Erfahrung kommt.
„Wir haben an der Kerckhoff-Klinik schon sehr früh Strukturen für einen intensiven interdisziplinären Austausch beider Fachdisziplinen etabliert“, erläutert er.
Bei nahezu allen Fragestellungen im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen seien Kardiologen und Herzchirurgen im Sinne der „Herz-Teams“, wie sie von der neuen Leitlinie gefordert werden, eingebunden, so Hamm, der sich auch als Ärztlicher Direktor für die Weiterentwicklung interdisziplinärer Strukturen an seiner Klinik einsetzt.
„Ob bei der Therapie der Herzinsuffizienz, bei Schrittmachertherapien oder der koronaren Herzerkrankung, bei all diesen Erkrankungen ist eine enge Abstimmung zwischen Kardiologen und Herzchirurgen auf Chef- und Oberarztebene klinischer Alltag an der Kerckhoff-Klinik. Auf diese Weise können wir gemeinsam die individuell jeweils beste Therapieentscheidung für einen Patienten treffen“, erläutert Hamm.

Prof. WaltherProf. Dr. Thomas Walther, Direktor der Abt. Herzchirurgie an der Kerckhoff-Klinik

Der Chefarzt der Abteilung für Herzchirurgie an der Kerckhoff-Klinik, Prof. Dr. Thomas Walther, ergänzt dazu: „Gerade bei Indikationen wie der schweren Herzmuskelschwäche, bei der häufig eine Transplantation die letzte Therapieoption ist, oder bei der koronaren Herzerkrankung, bei der es um die Entscheidung Gefäßstütze (Stent) oder Bypass geht, können die richtigen Therapieentscheidungen meist nur im interdisziplinären Team getroffen werden.“
Insbesondere erforderten auch neue Techniken wie die kathetergestützte Implantation von Herzklappen eine enge Kooperation der Experten beider Fachrichtungen. Als wohl eine der wenigen Kliniken in Deutschland hat die Kerckhoff-Klinik dieser Entwicklung zur stärkeren interdisziplinären Zusammenarbeit durch eine eigens darauf ausgerichtete Personalstruktur Rechnung getragen: „Zur Diagnostik und ambulanten Betreuung von Hochrisikopatienten mit Herzklappenfehlern haben wir eigens eine interdisziplinäre Oberarzt Stelle eingerichtet, die die Koordination der kardiologischen und herzchirurgischen Versorgung eines Patienten steuert“, so Hamm abschließend.

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