Anfahrt per PKW
Fußweg Parkplatz "Am Großen Teich"


Mit unserem Newsletter erhalten Sie regelmäßig aktuelle Informationen.
Alle Felder müssen ausgefüllt werden.
2011-10-07
Auch in diesem Jahr hat die Deutsche Herzstiftung mit ihrer Aktion „Rauchzeichen“ Schüler der siebten Klassen der St. Lioba-Schule und der Ernst-Ludwig-Schule in Bad Nauheim umfassend und altersgerecht über die Gefahren des Rauchens aufgeklärt.
Im Mittelpunkt standen diesmal die Gefahren, die vom Rauchen der Shisha – der bei Jugendlichen äußerst beliebten Wasserpfeife – ausgehen.
Unterstützt wurde die Aktion, die für die Deutsche Herzstiftung federführend von Michaela Nedela-Morales betreut wird, durch die beiden Ärzte der Kerckhoff-Klinik, Dr. Stefan Lehinant und Dr. Jörg Wilhelm.
(BvT) „Wie dringend und wichtig die Aufklärung über die Gefahren des Rauchens ist, wird an einem einfachen Vergleich deutlich“, erläutert Michaela Nedela-Morales, die das Aufklärungsprojekt „Rauchzeichen“ als Koordinatorin der deutschen Herzstiftung federführend begleitet, und führt dazu aus: „Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund zehn Mal mehr Patienten neu an Lungenkrebs, als Menschen durch Verkehrsunfälle ums Leben kommen. Weniger als zehn Prozent der Betroffenen überleben diese Diagnose im Fünf-jahreszeitraum.“
Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen am Lungenkrebs liegt in Deutschland bei rund 40.000, hinzu kommen noch die Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die durch Rauchen ausgelöst werden.
„Insgesamt müssen wir in Deutschland von rund 140.000 Todesfällen pro Jahr ausgehen, die durch das Rauchen bedingt sind“, so Nedela-Morales. Angesichts dieser dramatischen Zahlen hat die Deutsche Herzstiftung die Aktion „Rauchzeichen“ vor sechs Jahren ins Leben gerufen, das sich als Präventionsprogramm an die Altersgruppe der 12- bis 13-jährigen in Ober- und Gesamtschulen richtet.
„Die typischen Raucherkarrieren beginnen in der Regel nach dem 12. Lebensjahr. Daher setzen wir gerade in dieser Altersphase mit unserem Programm der Prävention durch Aufklärung an“, erläutert Nedela-Morales.
Die Idee dabei ist, dass die Schülerinnen und Schüler in ihrem gewohnten schulischen Umfeld von entsprechenden Ärzten direkt angesprochen werden, die aus medizinischer Sicht erläutern, welche negativen Auswirkungen das Rauchen auf den jungen Körper hat.
„Die Ansprache der Schüler durch Ärzte in der Schule hat ohnehin einen besonderen positiven Effekt, der durch die verschiedenen Elemente des Programms noch verstärkt wird“, macht die Koordinatorin der Aktion deutlich. Neben der Aufklärung über die theoretisch bekannten Risiken des Rauchens werden die Schüler im Rahmen der zwei Unterrichtsstunden auch aktiv in das Thema eingeschaltet und für eine kritische Auseinandersetzung begeistert. Sie erfahren, wie sich verschiedene Formen von Kreislaufstörungen erkennen lassen und lernen, Notfallmaßnahmen durchzuführen oder selbst Herztöne mit dem Stethoskop abzuhören. Die Vorstellung eines betroffenen Patienten hilft, das Thema lebensnah zu vermitteln. Rund 60 Schulen im Rhein-Main-Gebiet und etwa 80 Ärzte aus Kliniken und Praxen nehmen mittlerweile an der Aktion teil.
In den siebten Klassen der Bad Nauheimer St. Lioba-Schule und der Ernst-Ludwig-Schule wurde die diesjährige Aktion durch die beiden Ärzte der Kerckhoff-Klinik, den Internisten Dr. Stefan Lehinant und den Kardiologen Dr. Jörg Wilhelm, unterstützt.
„Dieses Präventionsprogramm der Herzstiftung ist eine wirklich gute Sache, weil sie direkt am Ort des Geschehens, nämlich der Schule als wichtigem Umfeld für soziales Lernen, ansetzt“, zeigt sich Dr. Lehinant, der die Klassen des St. Lioba-Gymnasiums besuchte, begeistert.
Dr. Wilhelm, ärztlicher Begleiter der „Rauchzeichen“ in der Ernst-Ludwig-Schule ergänzt: „Die Begeisterung, mit der die Kinder Informationen aufnehmen und sich kritisch mit dem Thema auseinander setzen, schafft gute Voraussetzungen dafür, gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen.“
Ein zentrales Thema der Aufklärung war in diesem Jahr das zurzeit gerade unter jungen Leuten so populäre Rauchen der Shisha (Wasserpfeife).
„Die Shisha wird wegen des Aromas und der niedrigen Verbrennungstemperatur besser ´vertragen´ und daher als Einstieg zum Rauchen für Jugendliche immer beliebter. Allerdings werden die Risiken auch von Eltern unterschätzt, da viele glauben, dass die Giftstoffe im Wasser der Pfeife hängenbleiben“, führt Dr. Lehinant aus.
Wenig bekannt sei, dass der Rauch der Shisha mehr krebserregende Substanzen enthält, als Zigarettenrauch und eine Sitzung etwa 100 Zigaretten entspricht. „Wenn sich also vier Raucher eine Shisha teilen, so konsumiert jeder von Ihnen so viele Giftstoffe wie beim Rauchen von 25 Zigaretten“, so Dr. Lehinant.
Angestoßen wurde das Projekt „Rauchzeichen“ vom Ehrenvorsitzenden der Deutschen Herzstiftung, Prof. Dr. Martin Kaltenbach, unter dessen Schirmherrschaft auch die Zusammenarbeit mit den Schulen steht und für deren Umsetzung sich die Koordinatorin der Herzstiftung einsetzt: „Besonders danken möchte ich den beiden Schulleitungen und den Sucht- und Drogenbeauftragten der St. Lioba-Schule, Herrn Eugen Ries, und der Ernst-Ludwig-Schule, Frau Melanie Jung für ihren engagierten Einsatz“, so Nedela-Morales abschließend.
© 2008-2012 Kerckhoff Klinik




