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2011-06-30
Gut besucht war das Frühlingssymposium des Rheumazentrums Bad Nauheim - Gießen am 08. Juni 2011.
Unter der Leitung von Prof. Dr. Müller-Ladner, Direktor der Abt. Rheumatologie und klinische Immunologie an der Kerckhoff-Klinik referierten Rheumatologen und Internisten über unterschiedliche rheumatologische Krankheitsbilder und ließen das fachkundige Publikum an der Diagnosestellung und Therapie teilhaben.
Eröffnung durch Prof. Müller-Ladner
„Die Veranstaltung macht einmal mehr deutlich, wie wichtig ein Kompetenzzentrum wie die Kerckhoff-Klinik für die Versorgung von Rheumapatienten in der Region ist“, sagte Ursula Bouffier, Schirmherrin der Rheuma-Liga Hessen, die das Frühjahrsymposium des Rheumazentrums Gießen – Bad Nauheim nach einer Führung durch die verschiedenen klinischen und wissenschaftlichen Bereiche der Abteilung Rheumatologie der Klinik eröffnete.„Die Kerckhoff-Klinik spielt dabei eine bedeutende Rolle nicht nur für die Therapie und Diagnostik, sondern auch für die Erforschung von Rheumaerkrankungen im angegliederten Franz-Groedel-Institut“, ergänzte Bouffier.
Reinhard Wirsing, Geschäftsführer der Rheuma-Liga Hessen, dankte der neuen Schirmherrin bei ihrem ersten Einsatz herzlich für Ihr Engagement und begrüßte sie in Ihrem neuen Amt, das sie jüngst von Anke Koch übernommen hat.
Zu der jährlich stattfindenden Veranstaltung hatte Professor Dr. Ulf Müller-Ladner, Chefarzt der Abteilung Rheumatologie und klinische Immunologie der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim, Ärzte der Region eingeladen.
Fr. Ursula Bouffier, Schirmherrin der Rheuma-Liga Hessen
Die zahlreich erschienenen Gäste gingen gemeinsam mit der Berliner Professorin Dr. Erika Gromnica-Ihle, Gastmoderatorin der Veranstaltung und als Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga eine der erfahrensten Rheumatologinnen Deutschlands, auf Spurensuche. Gefahndet wurden anhand echter Patientenfälle aus der Region nach den richtigen Diagnosen aus dem Formenkreis der Rheumaerkrankungen.
„Die von den Rheumatologen aus der Region präsentierten Fälle waren schwierig zu lösen, aber sie beschreiben sehr gut den Alltag eines Arztes, wenn es um eine der vielen möglichen Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises geht“, sagt Prof. Müller-Ladner. „Denn Rheumaerkrankungen maskieren sich häufig und ihre Symptome sind nicht so klar und eindeutig, wie bei vielen anderen Krankheiten“.
Daher sei auch die Vernetzung zwischen den niedergelassenen Ärzten und den Spezialisten aus der Klinik besonders wichtig, da nach dem ersten Verdacht und der detektivischen Arbeit des niedergelassenen Arztes häufig klinische Spezialisten zu Rate gezogen werden müssen.
„Durch Fortbildungen wie diese wollen wir einen Beitrag leisten, den Spürsinn der niedergelassenen Kollegen für Rheumaerkrankungen zu schärfen und unsere Kooperation zu vertiefen, aber auch um ständig neue Aspekte rheumatischer Erkrankungen zusammen zu erarbeiten“, erläutert Prof. Müller-Ladner.
Gleichzeitig stelle aber auch die wissenschaftliche Arbeit in der Rheumatologie eine wichtige Säule für die klinische Anwendung dar: „Durch unsere Arbeit im Labor sind wir sehr dicht an den neuesten Erkenntnissen der rheumatologischen Forschung und können diese schnell in die klinische Praxis umsetzen“, schildert er. Der an der Klinik angesiedelte Lehrstuhl für Rheumatologie der Justus-Liebig Universität Giessen wurde immer wieder für ihre herausragenden Forschungsarbeiten von Fachgesellschaften ausgezeichnet. „Diese Vernetzung von Klinik und Forschung im Dreieck Kerckhoff-Klinik, Universität Gießen und Max-Planck Institut bringt Nutzen für unsere Patienten und sichert auch langfristig die Qualität der rheumatologischen Versorgung an der Kerckhoff-Klinik“, betont Prof. Müller-Ladner, der abschließend der Rheuma-Liga Hessen für die große Unterstützung bei der Durchführung des Frühjahrssymposiums dankte.
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