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Fußweg Parkplatz "Am Großen Teich"

2010.10.28 Baumaßnahme 2.jpg

2012.05.16 09Uhr30

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Medizinische Vernetzung - Minister begutachten Medizincluster

2011-03-09

Cluster web Gemeinsam mit Staatsminister Jörg-Uwe Hahn (links) und Landtagspräsident Norbert Kartmann (rechts) ließ sich Hessens Sozialminister Stefan Grüttner (Zweiter von links) vor Ort über erste Synergieeffekte des Regionalclusters Mittelhessen informieren. Seine Gesprächspartner waren der Koordinator des Gesundheitsnetzwerks, Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger (Dritter von links), sowie die Geschäftsführer der GZW gGmbH und der Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim, Wolfgang Potinius (Dritter von rechts) und Ulrich Jung (Zweiter von rechts).
Mittelhessisches Pilotprojekt macht Schule in ganz Deutschland – Landesregierung informiert sich vor Ort

(HR). Die Vernetzung von Krankenhäusern, Universität und Wissenschaft in Mittelhessen ist ein Vorzeigeprojekt. Für die Region zahlt sich das aus.
Überall wird gebaut: an der Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim und an den Standorten des Gesundheitszentrums Wetterau in Bad Nauheim, Schotten und (demnächst) Friedberg ebenso wie am Universitätsklinikum Gießen-Marburg und am Klinikum Offenbach. Neubauten der Hochtaunuskliniken in Bad Homburg und Usingen sind seit wenigen Tagen beschlossene Sache.
Alle diese Einrichtungen sind Teil des von Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger koordinierten Regionalclusters Mittelhessen. Insgesamt wird in medizinische Einrichtungen der Region binnen vier Jahren mehr als eine Milliarde Euro investiert – der Gesundheitscluster Mittelhessen erhält so baulich das passende Gewand. Die erfolgreiche Umsetzung dieses 2008 gestarteten Pilotprojekts, deren Geschwindigkeit die Initiatoren selbst überraschte, fand ihren Niederschlag im neuen Hessischen Krankenhausgesetz, das vor wenigen Wochen in Kraft getreten ist: Es schreibt die Bildung von Gesundheitsregionen zur Sicherstellung der flächendeckenden medizinischen Versorgung als Prinzip für ganz Hessen fest.

In einem Gespräch mit Prof. Grimminger sowie mit den Geschäftsführern der Kerckhoff-Klinik und der GZW gGmbH, Ulrich Jung und Wolfgang Potinius, informierte sich Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) jetzt über erste Synergieeffekte.
Die Kerckhoff-Klinik sowie die Kliniken der GZW gGmbH sind Herzstück und geographischer Mittelpunkt des Regionalclusters. Ebenso wie sein FDP-Kollege Jörg-Uwe Hahn, Minister der Justiz, für Integration und Europa, und Landtagspräsident Norbert Kartmann zeigte sich Grüttner von den offensichtlichen und vielfältigen Erfolgen der neuen Kooperation „außerordentlich beeindruckt“.

Überregionale Schlagzeilen machte der Standort Bad Nauheim zuletzt im vergangenen Herbst als Teil des neu aufgebauten nationalen Lungenzentrums, dessen weitere Standorte Gießen und Marburg sind und das in den kommenden fünf Jahren vom Bund mit mehreren Millionen Euro jährlich gefördert wird.
Unter anderem mit Hilfe der Landesregierung, die den Bau eines neuen Transplantationszentrums an der Kerckhoff-Klinik mit 13 Millionen Euro unterstützt, muss dazu das Thorax-Zentrum der zuvor auf das Herz spezialisierten Klinik restrukturiert werden.
Dies ist nach Angaben von Prof. Grimminger nur möglich durch die Kooperation der Kerckhoff-Klinik mit dem GZW als klinischem Partner. „Den Krankenhäusern des GZW kommt hier eine Schlüsselrolle zu. Künftig werden Patienten von Spezialisten beider Institutionen behandelt, weil der Mensch aus mehr besteht als Herz und Lunge. Dies betrifft beispielsweise Patienten, die nach komplizierten Eingriffen in der Kerckhoff-Klinik für längere Zeit intensivmedizinisch behandelt werden müssen, oder Menschen mit Begleiterkrankungen anderer Organsysteme. Für sie wird künftig ein interdisziplinäres Team des GZW Mitverantwortung übernehmen“, erklärte er.

Die Restrukturierung der Versorgungslandschaft werde im Sinne der neuen Gesetzgebung auch den Rehabilitationsbereich umfassen. Geplant sei eine effizientere Vernetzung mit den Reha-Kliniken in Bad Nauheim, so dass Transplantationspatienten, Herz- und Lungenoperierte sowie Tumorkranke nach überstandenen Eingriffen eine Versorgung aus einer Hand erhielten.  Hierzu wurden im Gespräch die Verhandlungen mit dem neuen Eigner der Pitzergruppe, Median, vorgestellt.

Gemeinsam agieren Kerckhoff-Klinik und GZW seit eineinhalb Jahren auch bei der Ausbildung von Pflegepersonal, wie die Geschäftsführer Potinius und Jung erläuterten.
Erstmals im Oktober 2009 wurden in der Theodora-Konitzky-Krankenpflegeschule des GZW Auszubildende der Kerckhoff-Klinik aufgenommen. „Für alle Auszubildenden der Krankenpflegeschule verbreitert sich damit die Basis ihres Wissens“, darin sind sich Jung und Potinius einig. Die 1997 gegründete Einrichtung ist mit 120 Plätzen der größte Ausbildungsbetrieb der Region.
Auch die Ausbildung von Fachärzten wird in Zukunft über die Rotation durch die Fachabteilungen der verschiedenen Krankenhäuser erfolgen.
Sozialminister Grüttner zeigte sich beeindruckt von dem bereits erreichten Maß der Kooperationen. Für eine kleine Kommune wie Bad Nauheim sei die jetzige „Zusammenballung medizinischer Kompetenz“ sehr ungewöhnlich.
In den letzten zwei Jahren haben sich nach seinen Worten Europas renommierteste Lungen- und Herzmediziner hier zusammengefunden.
„Hierauf ist die hessische Landespolitik sehr stolz, die diese Entwicklung ausdrücklich gefördert hat“, betonte der Minister. Dass es so schnell vorangehe, habe aber auch in Wiesbaden niemand erwarten können. Minister Grüttner: „Inzwischen gilt Mittelhessen als Vorbild für das medizinische Regionalkonzept auch in anderen Bereichen Deutschlands.“
Staatsminister Hahn würdigte die Bedeutung des Grimmingerschen Regionalismuskonzepts: „Die Vernetzung aller Gesundheitsanbieter bietet die von allen Parteien geforderte, flächendeckende medizinische Versorgung auf universitärem Niveau bis in kleine Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen der benachbarten Landkreise.“ – „Die Region Gießen-Marburg-Bad Nauheim hat in den letzten Jahren erheblich von den Eliteförderprogrammen des Landes und des Bundes profitiert. Für die Gesundheits- und Wissenschaftsstadt Bad Nauheim haben Land und Bund damit das Fundament gelegt“, hob Landtagspräsident Norbert Kartmann hervor.

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