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2011-03-04
Weihbischof Dr. U. Neymeyer (2.v.r.) während seines Beuschs in der Kerckhoff-Klinik
Die rasanten Entwicklungen und weitreichenden Innovationen in der Medizin fordern nicht nur Ärzte und Pfleger immer stärker zu einer kontinuierlichen Reflektion Ihres Dienstes am Menschen auf, sondern machen auch die Weiterentwicklung der spirituellen und seelsorgerischen Begleitung von Patienten nötig“, resümiert Dr. Ulrich Neymeyr, Weihbischof des Bistums Mainz, anlässlich seines Besuches in der Kerckhoff-Klinik in der vergangenen Woche.
Im Rahmen seiner Visitation, die turnusgemäß alle vier Jahre stattfindet und den Weihbischof in die Pfarreien des Bistums führt, hatte sich Bischof Dr. Neymeyr für einen Besuch in der Kerckhoff-Klinik entschieden. Empfangen wurde er dort durch den Kaufmännischen Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik, Ulrich Jung, den Diakon der Klinik, Dr. Bernhard Dörr, sowie die stellvertretende Pflegedienstleiterin Jolante Greger und die Krankenschwester Andrea Roth-Wanzke als Vertreterinnen der Pflege.
Ziel des Besuchs war es, sich über die Entwicklungen und Rahmenbedingungen zu informieren, an denen sich die katholische Seelsorge in der Kerckhoff-Klinik orientiert. „Viele der Patienten, die zu uns kommen, sind schwerst erkrankt und in der Situation, sich mit grundsätzlichen Fragen der Lebensgestaltung auseinandersetzen zu müssen. Neben einer intensiven medizinischen und pflegerischen Betreuung ist hier insbesondere auch die seelsorgerische Begleitung von herausragender Wichtigkeit“, erläutert Jung.
Der Diakon und katholische Seelsorger der Klinik, Dr. Dörr, ergänzt hierzu: „Um diese große Herausforderung angemessen annehmen zu können, ist vor allem die enge Abstimmung zwischen Allen, die an der Patientenversorgung beteiligt sind, von größter Bedeutung. Diesen Ansatz einer umfassenden und ganzheitlichen Begleitung, die sowohl die medizinische Versorgung und Pflege, wie auch die spirituellen und menschlichen Aspekte berücksichtigt, verfolgen wir sehr intensiv an der Kerckhoff-Klinik.“
Dazu sei es beispielsweise wichtig, sowohl die Ärzte wie auch das Pflegepersonal dafür zu sensibilisieren, dass jeder Kontakt mit dem Patienten – auch der medizinische und der pflegerische – als Teil der seelsorgerischen Begleitung verstanden werden muss.
„Jede auf den Patienten gerichtete Handlung stellt eine Zuwendung dar, die der Patient auch als solche wahrnimmt.
Wenn den Ärzten und Pflegern dies bewusst ist, gewinnt jede Handlung größeres Gewicht und kann aus Sicht der Seelsorge positive Wirkung entfalten.“
Um ein solches Konzept in der Seelsorge umsetzen zu können, sei jedoch ein Umfeld notwendig, in dem ein tiefes Verständnis für berufsgruppenübergreifende Arbeit bestehe, so Dr. Dörr weiter. Geschäftsführer Jung ergänzt dazu: „Dieses Verständnis einer berufsgruppenübergreifenden Organisation der Arbeit entwickeln und pflegen wir seit vielen Jahren an der Kerckhoff-Klinik. Die Seelsorge ist hiervon nicht ausgenommen, sondern wichtiger und elementarer Bestandteil unserer Arbeit.“
In dieser Gewissheit konnte auch Bischof Dr. Neymeyr seinen Besuch an der Klinik beenden, wie Diakon Dr. Dörr abschließend versichert: „Wir freuen uns sehr, dass unser Bischof erfüllt davon war, welchen Stellenwert die Seelsorge gerade im Umfeld der Hochleistungsmedizin inne hat.“
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