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Thema: Transplantationsmedizin
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2010-08-23
Am Montag, den 23. August 2010, wurde zum ersten Mal der Publikationspreis des Vereins der Freunde und Förderer der Kerckhoff-Klinik e.V. verliehen. Gewürdigt wurden damit die vier wichtigsten wissenschaftliche Publikationen des letzten Jahres, die auf die Arbeit von Medizinern und Wissenschaftlern der Kerckhoff-Klinik zurückgehen.
Mit der Verleihung des Publikationspreises ist erstmals eine solche Auszeichnung vom Verein der Freunde und Förderer der Kerckhoff-Klinik e.V. vergeben worden. Dazu die stellvertretende Vorsitzende Frau Dr. Katharina Madlener: „In Zukunft wollen wir jährlich die wichtigsten wissenschaftlichen Arbeiten honorieren, die von den Medizinern und Forschern unseres Hauses publiziert werden.“ Auf diese Weise, so Madlener weiter, soll das wissenschaftliche Engagement der Ärzte und Wissenschaftler der Kerckhoff-Klinik öffentlich Anerkennung finden und die Position der Kerckhoff-Klinik als innovatives medizinisches Zentrum weiter ausgebaut und gestärkt werden.
Ausgezeichnet werden dabei die Arbeiten, die in wissenschaftlichen Journalen mit der jeweils höchsten Bewertung, dem so genannten „Impact Faktor“, erschienen sind. Gestiftet wurde das Preisgeld von 2.500 Euro von Herrn Prof. Dr. Christian Hamm, Ärztlicher Direktor der Kerckhoff-Klinik, der den Preis gemeinsam mit Frau Diana Klövekorn überreichte.
Prof. C. Hamm und Fr. D. Klövekorn während der Preisverleihung
Zu den in Zukunft geplanten Aktivitäten des Fördervereins der Kerckhoff-Klinik erläutert Vorstandsmitglied und Kaufmännischer Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik, Ulrich Jung: „Die Förderung der medizinischen Forschung und des wissenschaftlichen Nachwuchses an unserem Haus ist nur eines unserer Ziele. Darüber hinaus werden wir uns auch auf dem Gebiet der Pflege und Seelsorge engagieren und uns für die sozialen Belange unserer Patienten einsetzen.“
Ins Leben gerufen wurde der Verein im Jahr 2009, unter anderem auf Initiative des kürzlich verstorbenen ehemaligen Ärztlichen Direktors und Chefarztes der Abteilung Herzchirurgie, Prof. Dr. Wolf-Peter Klövekorn.
„Ich bedauere es persönlich sehr, dass unser Gründungsmitglied Prof. Dr. Wolf-Peter Klövekorn, der Anfang des Jahres viel zu früh verstorben ist, diese erste öffentliche Handlung unseres Vereins nicht mehr miterleben kann“ so Jung weiter.
Da sich Prof. Klövekorn immer intensiv für die Wissenschaft an der Kerckhoff-Klinik engagiert habe, sei die Auszeichnung von jungen Wissenschaftlern der Klinik als Ziel des Vereins ganz in seinem Sinne, wie die Frau des verstorbenen Chefarztes, Diana Klövekorn, bei der Preisübergabe gemeinsam mit Prof. Hamm, betont.
Die Preisträger
Den mit 2.500 Euro dotierten ersten Preis erhielt Dr. rer. nat. Stephanie Lefèvre, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung für Rheumatologie und klinische Immunologie.
Im international hoch angesehenen Wissenschaftsmagazin Nature Medicine veröffentlichte Lefèvre Ergebnisse ihrer Arbeit zur Rheumatoiden Arthritis.
Mit Ihrer Arbeit konnte Lefèvre erstmals zeigen, wie sich die Erkrankung von erkrankten auf gesunde Gelenken überträgt. Mit ihrer Arbeit hat sie zu einem besseren Verständnis der Ausbreitung der Erkrankung auf bisher nicht betroffene Gelenke beigetragen.
Der zweite Preis ging an Prof. Dr. med. Tibo Gerriets, Konsiliarneurologe an der Kerckhoff-Klinik und Oberarzt an der Neurologischen Notaufnahme der Universitätsklinik Gießen/Marburg. Gerriets hatte, in Kooperation mit Privatdozent Dr. med. Markus Schönburg, Oberarzt der herzchirurgischen Abteilung der Kerckhoff-Klinik, untersucht ob der Einsatz von Gasfiltern in Herzlungenmaschinen sinnvoll ist.
Das renommierte European Heart Journal veröffentlichte ihre Arbeit. Darin konnten die beiden Wissenschaftler nachweisen, dass der Einsatz von Gasfiltern wirkungsvoll verhindert, dass winzige Gasbläschen während einer Operation über den Blutstrom ins Gehirn der Patienten gelangen und dort Nervengewebe schädigen.
Mittlerweile ist der Einsatz solcher Gasfilter in der Kerckhoff-Klinik Standard.
Mit dem dritten Platz wurde Dr. phil. nat. Christian Troidl, Leiter der Arbeitsgruppe experimentelle Kardiologie des kerckhoffeigenen Franz Groedel-Instituts, geehrt.
Troidl veröffentlichte im bekannten Journal of Cellular and Molecular Medicine Untersuchungen zur Rolle zweier Untergruppen spezieller Blutzellen, sogenannter Macrophagen, die maßgeblich an den Heilungsprozessen des Herzgewebes nach einem überstandenen Infarkt beteiligt sind.
Den vierten Platz belegte Dr. med. Johannes Rixe, Assistenzarzt der Abteilung Kardiologie. Rixe veröffentlichte im internationalen Wissenschaftsjournal Heart eine Untersuchung zur Strahlenbelastung von Patienten, deren Herzkranzgefäße mittels Computertomographie untersucht wurden.
Rixe konnte dabei nachweisen, dass die Verwendung eines modernen Dual-Source-CT (DSCT), der mit zwei Röntgenquellen arbeitet, nicht zwangsläufig zu einer höheren Belastung mit Röntgenstrahlung führt, als eine Untersuchung mit älteren CT, die nur eine einzige Röntgenquelle besitzen.
Vielmehr lässt sich die Strahlenbelastung einer DSCT-Untersuchung sogar deutlich unter die Belastungswerte herkömmlicher CT-Untersuchungen senken, wenn der DSCT gemäß spezieller Untersuchungsprotokolle programmiert wird.
Der Verein der Freunde und Förderer der Kerckhoff-Klinik e.V. wurde 2009 gegründet. Sein Ziel ist es, die Arbeit der Kerckhoff-Klinik auf dem Gebiet der medizinischen For-schung und der öffentlichen Gesundheitspflege zu fördern.
Insbesondere die Förderung der Entwicklung spezieller Diagnose- und Behandlungsmethoden sowie besonderer pflegerischer Maßnahmen, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie die Unterstützung der ehrenamtlichen Krankenhaushilfe sowie der sozialen und seelsorgeri-schen Betreuung der Patienten sind dabei Ziele des Vereins.
Vorstand des Vereins sind Katharina Madlener, Chefärztin der transfusionsmedizinischen Abteilung, Reinhard Wilk, ehemaliger Finanzchef und Prokurist der Kerckhoff-Klinik sowie UlrichJung, Kaufmännischer Geschäftsführer und Verwaltungsdirektor der Kerckhoff-Klinik. Zurzeit hat der Verein 30 Mitglieder - sowohl Mitarbeiter wie auch ehemalige Patienten der Kerckhoff-Klinik.
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