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Patientenzeitschrift
Thema: Transplantationsmedizin
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2010-08-26
Mit dem Neubau der Herzkatheterabteilung der Kerckhoff-Klinik ist eine der modernsten und leistungsfähigsten Einheit zur Diagnose und Therapie von Herzerkrankungen in Deutschland eröffnet worden. Neben fünf Kathetermessplätzen umfasst die Abteilung auch einen modernen Reinraum für minimalinvasive Herzklappeneingriffe per Katheter. Mittels dieser hochmodernen Operationsverfahren lassen sich Ersatz und Rekonstruktion von Herzklappen besonders schonend durchführen und stehen damit erstmals auch älteren und multimorbiden Patienten zur Verfügung.
Insgesamt 4,5 Millionen Euro hat der vom Frankfurter Architekturbüro mtp architekten gmbh betreute Neubau der Herzkatheterabteilung der Kerckhoff-Klinik gekostet, in der die Patienten der Kerckhoff-Klinik zukünftig versorgt werden. „In unserer neuen Abteilung werden unsere fünf Herzkathetermessplätze zusammengefasst sein“, erläutert Ulrich Jung, Kaufmännischer Geschäftsführer und Verwaltungsdirektor der Kerckhoff-Klinik. „Diese räumliche Zusammenfassung wird die medizinischen und pflegerischen Arbeitsabläufe verbessern und damit die Versorgung unserer Patienten optimieren“, hebt Jung die Bedeutung der neuen Abteilung hervor. Deren Eröffnung sei damit der erste wichtige Schritt hin zu einem vollkommen neuen Raumkonzept der Kerckhoff-Klinik, das 2012 mit dem Abschluss der Bauarbeiten am Neubau zwischen internistischem und chirurgischem Trakt vollständig umgesetzt sein wird.

Das neue Raumkonzept sieht vor, Primärflächen, wie etwa den Intensivpflegebereich, Operationsräume, Katheterlabore, Ambulanzen und Radiologie funktionsorientiert räumlich zusammenzufassen.
„Damit erhalten wir einen geschlossenen Bereich, der in seiner Raumstruktur unseren medizinischen Arbeitsabläufen entsprich“, erklärt Jung weiter.
Flächen, die nicht direkt in Diagnose, Therapie oder Pflege involviert seien, werden sich um diesen zusammenhängenden Primärflächenkomplex gruppieren, ohne medizinische oder pflegerische Arbeitsabläufe zu unterbrechen.
Prof. Hamm während der Eröffnung
Die Bedeutung der neu gestalteten Katheterabteilung sowie des gesamten Neubaus an der Kerckhoff-Klinik betonte auch der Ärztliche Direktor und Geschäftsführer der Klinik Prof. Dr. Christian Hamm: „Der Neubau schafft zusammen räumlich-strukturelle Voraussetzungen, um den aktuellen Anforderungen der Patientenversorgung gerecht zu werden und diese weiter zu verbessern.“
Am Ende dieser Entwicklung, so Hamm weiter, werde die Kerckhoff-Klinik ihre Leistungsfähigkeit als Zentrum für Herz- und Thoraxerkrankungen optimieren und ihre Spitzenstellung festigen.“
Welche strukturpolitische Bedeutung mit dieser Entwicklung der Kerckhoff-Klinik verbunden ist, illustriere nicht zuletzt auch das Engagement der Landesregierung, die den Ausbau an der Kerckhoff-Klinik zum Transplantationszentrum mit insgesamt 13 Millionen Euro fördert.
Die neue Katheterabteilung ist ein Symbol für die interdisziplinäre Leistungsfähigkeit der Kerckhoff-Klinik, betont an dieser Stelle Prof. Dr. Thomas Walther, der seit Anfang des Jahres als Ärztlicher Direktor der Abteilung für Herzchirurgie an der Kerckhoff-Klinik arbeitet.
Exemplarisch hebt Prof. Walther an dieser Stelle das neue Herzkatheterlabor mit der Reinraumklasse 1B hervor, eines der modernsten seiner Art in Hessen, das mit der Eröffnung der neuen Herzkatheterabteilung in Betrieb geht.
„In diesem neuen Operationsraum haben wir die Möglichkeit, unsere Herzpatienten im interdisziplinären Team von Herzchirurgen und Kardiologen zu versorgen“ so Prof. Walther.
Besonders moderne minimalinvasive Techniken der kardiochirurgischen Praxis stünden damit den Patienten der Kerckhoff-Klinik zur Verfügung. „Zu nennen wären da etwa die kathetergestütze Implantation von Aortenklappen“ so Walther weiter.
Auch die Abteilung klinische Elektrophysiologie verfügt nun über zwei hochmoderne Zwei-Ebenen Röntgenanlagen, die gleichzeitig auch CT-Untersuchungen mit geringer Strahlenbelastung ermöglichen.
Elektrophysiologisches Labor in der neuen Abteilung
Zusätzlich sind sie mit den modernsten Navigationssystemen zur automatischen Steuerung von Kathetern ausgestattet. Damit wird in Hessen der höchste technische Standard in einem elektrophysiologischen Labor erreicht. Neben einer Leistungszunahme im Bereich ambulanter Schrittmacherimplantation, kann nun vor allem die Wartezeit für Patienten deutlich verkürzt werden.
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