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Thema: Transplantationsmedizin
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2010-06-22
Kerckhoff-Klinik platzt aus allen Nähten:
gestiegene Leistungsdichte, herausragende Qualität und innovative Zukunftsprojekte Die regionale Vernetzung greift: Jahresabschluss weist Plus von 4,4 Mio. Euro aus –
Vorsitzender der Gesellschafterversammlung lobt Geschäftführung für gelungene Neuausrichtung
„Die Neuausrichtung der Kerckhoff-Klinik ist in allen Belangen als überaus erfolgreich zu bezeichnen“, erklärt der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, Dr. Walter Arnold.
Dr. Walter Arnold
Im vergangenen Jahr 2009 habe die Geschäftsführung die Zeichen der Zeit erkannt und die Kerckhoff-Klinik konsequent an den Erfordernissen des modernen Klinkmarktes ausgerichtet: „Mit der Balance zwischen einer betriebswirtschaftlich sinnvollen Führung, einem klaren Bekenntnis zum Erfolgsfaktor Qualität im medizinischen Konzept und einer aktiven Mitwirkung am Aufbau regionaler Versorgungskonzepte ist die Kerckhoff-Klinik optimal für die Zukunft aufgestellt und zu einer der wesentlichen Säulen der Gesundheitsregion Mittelhessen geworden.
Das ist umso bemerkenswerter in einer Zeit, in der mehr und mehr Krankenhäuser vor der Insolvenz stehen.“
Der mit einem positiven Ergebnis von 4,4 Mio. Euro überraschend erfreuliche Geschäftsabschluss mache sehr deutlich, dass die Kerckhoff-Klinik gegen den Negativtrend in der Krankenhauslandschaft wachse.
Zusammen mit den Fortschritten beim Ausbau des medizinischen Leistungsspektrums durch die Neubesetzung von Chefarztpositionen und die enge Kooperation mit regionalen Partnern wie dem Gesundheitszentrum Wetterau oder innerhalb des Radiologischen Netzwerkes dokumentiere dies, dass die Klinik mit ihrem modernen Management den richtigen Weg gehe.
Aus ökonomischer Sicht verdeutlicht sich dies auch im Zahlenwerk für 2009:
Die Summe der betrieblichen Erträge belief sich auf rund 85,6 Mio. Euro, denen 77,1 Mio. Euro an betrieblichen Aufwendungen gegenüber stehen.
Daraus ergibt sich nach Abzug von Steuern etc. ein Jahresüberschuss von rund 4,4 Mio. Euro, obwohl in diesem Jahr Sondereffekte für z. B. Zuwendungen, die gemäß dem Forschungsauftrag der Klinik an das Max-Planck-Institut in Höhe von 3 Mio. Euro anstatt 2. Mio. Euro, wie im Jahr 2008, gezahlt worden sind.
Die Umsatzerlöse des gesamten Konzerns (Kerckhoff-Klinik GmbH, Kerckhoff-Forschungsgesellschaft mbH,Kerckhoff- Dienstleistungsgesellschaft mbH, Kerckhoff-Gebäudebetriebsgesellschaft mbH) lagen 2009 bei rund 91 Mio. Euro und damit um rund 3 Mio. über den Umsatzerlösen aus 2008.
Herr U. Jung, Dr. W. Arnold, Prof. Dr. C. Hamm (v.l.n.r.)
Der kaufmännische Geschäftsführer Ulrich Jung kommentiert dazu: „ In diesem außerordentlich positiven Ergebnis verdeutlicht sich einerseits eine Steigerung der Leistungsdichte bei gleichzeitig gestiegenem Case-Mix-Index (CMI).“ So habe die Fallschwere der stationären Patienten um durchschnittlich 6,1 Prozent zugenommen.
„Die gute Geschäftsentwicklung der Kerckhoff-Klinik geht nicht nur auf eine quantitative und qualitative Erweiterung der Leistungen zurück, sondern ist gleichzeitig mit einer nachweislich guten Qualität der medizinischen Leistung verbunden“, erläutert Jung und bezieht sich dabei auf unabhängige Qualitätsbewertungen (AQUA-Institut) für das Jahr 2009.
So liegt etwa die Sterblichkeit bei Bypass-Operationen im Bundesdurchschnitt bei 3 Prozent. In der Kerckhoff-Klinik erreicht dieser Parameter im Jahr 2009 einen optimalen Wert von 1,16 Prozent. Vor allem eine strukturierte Prozessplanung und die hohe Prozesseffizienz sieht Jung als Ursache für die positiven Qualitätsergebnisse.
So habe die Klinik beispielsweise bei Themen wie der Tätigkeitsübertragung ärztlicher Aufgaben in die Pflege bundesweit Pilotcharakter.
Jung erläutert dazu: „Über diesen Weg kann die ärztliche Tätigkeit z.B. von administrativen und bestimmten einfachen medizinischen Aufgaben wie subkutane Injektionen oder Blutentnahmen entlastet werden. Die dabei freiwerdenden Kapazitäten kommen direkt dem Patienten zugute.“
„Die hohen Qualitätsstandards den aktuellen Entwicklungen anzupassen, ist von höchster Priorität“, kommentiert der Ärztliche Geschäftsführer und Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Christian Hamm, die aktuellen Projekte zur medizinischen Leistungserweiterung.
Prof. Dr. C. HammInsbesondere verweist er hierbei auf die neue Herzkatheterabteilung, die im August eröffnet wird.
Die modernste Ausstattung der Abteilung und die räumliche Anordnung auf einer Geschossebene schaffe Synergien und gewährleiste eine effiziente Bündelung von Prozessen zugunsten der Qualität.
Neben den Standardverfahren zum Einsatz des Herzkatheters wird die neue Abteilung auch auf Eingriffe an den Herzklappen spezialisiert sein: „Einer der insgesamt fünf Messplätze der neuen Abteilung wird zur Durchführung minimalinvasiver Herzklappeneingriffe ausgestattet sein. Ferner werden wir künftig über einen Hybrid-OP verfügen, in dem sich neben der üblichen Ausstattung eines herzchirurgischen Reinluft-OPs zusätzlich ein kardiologischer Herzkatheterplatz mit Röntgenanlage befindet. Hier können wir in enger Kooperation mit den Herz- und Thoraxchirurgen Klappen-OPs durchführen.“
Rund 300 apikale Klappeneingriffe seien im ersten Jahr geplant.
„Mit neuen minimalinvasiven und katheter-gestützten Verfahren lassen sich Operationen an Aorten- und Mitralklappen extrem schonend durchführen. Anders als bei der sonst notwendigen Eröffnung des Brustkorbs, sind die Patienten bei diesen schonenden Verfahren sehr schnell wieder mobil“, erläutert Prof. Hamm.
Ziel sei es, die Kerckhoff-Klinik bei diesem wegweisenden Therapieansatz zum führenden Kompetenzzentrum in Hessen auszubauen. Neben dem Bau der neuen Katheterabteilung wurde dafür auch mit der Berufung von Prof. Dr. Thomas Walther im Februar diesen Jahres, der als neuer Chefarzt der Abteilung für Herzchirurgie auf minimalinvasive Verfahren spezialisiert ist, eine wichtige Voraussetzung geschaffen.
Im Zusammenhang mit dieser Neubesetzung der Position des Chefarztes für Herzchirurgie würdigte Dr. Arnold nochmals die Verdienste von Prof. Dr. Wolf-Peter Klövekorn, der am 28. März kurz nach seiner Verabschiedung in den Ruhestand verstorben war:
„Prof. Klövekorn hat als weitsichtiger Gestalter und herausragende Führungspersönlichkeit über 18 Jahre in seiner Position als Ärztlicher Direktor und als Chefarzt der Abteilung Herzchirurgie maßgeblichen Anteil am Erfolg und der national wie international herausragenden Reputation der Klinik.“
Bereits im Mai des vergangenen Jahr hatte die Klinik die Position des Chefarztes für Thoraxchirurgie neu besetzt und hierfür den international renommierten Chirurgen Prof. Dr. Eckhard Mayer gewinnen können.
Der Ärztliche Direktor Prof. Hamm resümiert hierzu: „Mit Prof. Mayer uns seinem Team ist an der Kerckhoff-Klinik eine hochgradig leistungsfähige Einrichtung zur interdisziplinären Versorgung von Lungenpatienten entstanden.
Einzigartig in Hessen ist, dass nunmehr alle Aspekte der Lungen- und Thoraxchirurgie angeboten werden: Bei der operativen Therapie des Lungenhochdrucks und der chronischen Lungenembolie zählt die Kerckhoff-Klinik zu den drei größten Zentren weltweit.“ Bei der so genannten pulmonalen Endarteriektomie, einer der kompliziertesten Eingriffe an der Lunge, wird inzwischen die Mehrzahl der Operationen in Deutschland an der Kerckhoff-Klinik durchgeführt. Patienten kommen aber auch aus ganz Europa.
„Unter der Leitung des Herz- und Thoraxchirurgen Dr. Stefan Guth ist zudem ein neuer Schwerpunkt für minimalinvasive Lungenchirurgie entstanden“, führt Prof. Hamm weiter aus. Mit Prof. Safet Beqiri wird das Leistungsspektrum mit einem der europaweit erfahrensten Lungenkrebschirurgen komplettiert.
Zusammen mit der 2008 gegründeten Abteilung für Pneumologie und Onkologie ist ein einzigartiges interdisziplinäres Leistungsangebot entstanden.
Dies bildet die Voraussetzungen für Zusammenarbeit z.B. bei Lungen- oder kombinierten Herz-Lungentransplantationen, sowie die Integration der Klinik in das onkologische Netzwerk Mittelhessen und das regionale Krankenhauscluster, so der ärztliche Direktor.
Prof. Dr. C.Hamm, Prof. Dr. Dr. Fr. Grimminger, Dr. W. Arnold, Herr D. Schneider, Herr U. Jung, Herr M. Müller (v.l.n.r.)
Auf die Bedeutung der Kerckhoff-Klinik für dieses Versorgungsnetzwerk nimmt auch dessen Koordinator, Prof. Dr. Dr. Grimminger, Bezug:
„Eine moderne onkologische Versorgung kann nur innerhalb regionaler Netzwerke hochspezialisierter Zentren funktionieren, in denen alle erforderlichen Kompetenzen koordiniert zusammengebracht, und zwar unabhängig von der Trägerschaft.“
Das onkologische Netzwerk Mittelhessen habe bundesweit Modellcharakter, weil es die Kompetenzen einer hochspezialisierten Organklinik mit der onkologischen Spezialisierung der Lungentumor-Zentren am Klinikum Offenbach und dem Uniklinikum Gießen, der Lungenfachklinik Waldhof Elgershausen sowie der wissenschaftlichen Kompetenz von Max-Planck Institut Bad Nauheim und Universität Gießen vernetze.
Die Versorgung aus einer Hand im gesamten Krankheitsverlauf ist der Anspruch und bedeutet aber auch die Einbindung der ambulanten Versorger und der Aufbau kompetenter Reha-Strukturen.
Durch die Bündelung dieser Expertisen im Rahmen interdisziplinärer Fallkonferenzen werde die Versorgung der Patienten deutlich verbessert. „Mit der Kerckhoff-Klinik als Organzentrum steht ein elementar wichtiger Baustein für das mittelhessische Kliniknetzwerk zur Verfügung, um die wohnortnahe Versorgung im Verbund zu optimieren“, erläutert Prof. Grimminger. „Der Patient hat die Sicherheit, alle Experten zu sehen und die modernste Versorgung zu erhalten“.
Insgesamt habe das Thema regionaler Kooperationen in der Kerckhoff-Klinik im vergangenen Jahr eine hohe Dynamik gewonnen, führt Prof. Hamm ergänzend aus: „Neben der Kooperation im onkologischen Netzwerk ist auch eine enge Zusammenarbeit mit den Kliniken des GZW, dem Klinikum Offenbach, dem Evangelischen Krankenhaus Giessen und der Lungenfachklinik Elgershausen sowie der Asklepios-Klinik in Lich entstanden, mit der die regionalen Versorgungsstruktur in der Region deutlich stabilisiert wird.“
Ferner werde sich die Kerckhoff-Klinik auch intensiv im radiologischen Netzwerk Rhein-Main Wetterau einbringen, das derzeit mit dem Ziel entstehe, die radiologische Versorgung der Region effizienter zu machen und z. B. über eine enge Abstimmung der Investitionen zwischen den insgesamt 10 Partnern zu einer auch ökonomisch vernünftigen radiologischen Versorgungsstruktur in der Region zu kommen.
„Koordination und Kooperation, Rationalisierung statt Rationierung und Matrixzentren statt Krankenhausschließungen sind der Ausweg aus der derzeitigen Krise im Gesundheitssystem, wie die Gesundheitsregion Mittelhessen zeigt“, kommentiert Prof. Grimminger abschließend mit Hinweis auf die aktuellen Entwicklungen in Bad Nauheim.
Pressekontakt:
Kerckhoff-Klinik gGmbH
Presse u. Öffentlichkeitsarbeit
Ansprechpartner: Chr. Brandt
Benekestr. 2-8
Tel.: 06032/ 996 2554
E-Mail: c.brandt@kerckhoff-klinik.de
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Dr. Berend von Thuelen
Tel.: 0641 / 480.99.40
E-Mail: thuelen@t-online.de
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