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Prof. Dr. Wolf-Peter Klövekorn, Direktor der Abt. für Herzchirurgie geht in den Ruhestand

2010-01-28

Prof. Klövekorn am 23.1 Prof. Wolf-Peter Klövekorn

Nach 18 Dienstjahren an der Kerckhoff-Klinik ist am Samstag, den 23. Januar 2010 der renommierte Herzchirurg Prof. Dr. med. Wolf-Peter Klövekorn, zuletzt Direktor der Abteilung für Herzchirurgie, in den Ruhestand verabschiedet worden.

Klinikleitung, Gesellschafter, Kollegen und Mitarbeiter würdigten den scheidenden Mediziner als hervorragenden Arzt und Wissenschaftler, als versierten Manager und warmherzigen Menschen. Klövekorn habe entscheidend dazu beigetragen, den national und international erstklassigen Ruf der Kerckhoff-Klinik zu festigen und auszubauen.

„Mit Professor Klövekorn haben wir einen Kollegen verabschiedet, der uns in vielen Belangen zum Vorbild geworden ist“ bedauert Prof. Dr. med. Christian Hamm, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik, das Ausscheiden des Herzchirurgen aus der Kerckhoff-Klinik.

Der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung und Staatssekretär a.D. Dr. Walter Arnold betont: „Dass Prof. Klövekorn 1992 die Führung der Abteilung für Herzchirurgie übernommen hat, hat sich sowohl für die Kerckhoff-Klinik, deren Mitarbeiter und Patienten als auch für die gesamte Hessische Forschungslandschaft als Glücksfall erwiesen, denn in seiner Dienstzeit hat er sich als exzellenter Manager, weitsichtiger Gestalter und engagierter Mediziner mit großer Affinität für die Forschung profilieren können. Angesichts der tiefgreifenden Umwälzungen im Gesundheitssystem sind es eben diese Eigenschaften, die einen wichtigen Beitrag zum Bestand und der herausragenden Reputation der Kerckhoff-Klinik geleistet haben.“

Bereits ein Jahr nach seinem Wechsel an die Kerckhoff-Klinik übernahm Prof. Klövekorn den Posten des Ärztlichen Direktors und Geschäftsführers der Kerckhoff-Klinik, auf dem er dann bis zum Jahre 2003 die Geschicke der Klinik leitete.

„Schon nach der Übernahme dieser Führungsposition hat Prof. Klövekorn durch kluge Organisation der Abläufe in seiner Abteilung und optimierte interdisziplinäre Vernetzung die Zahl der Operationen in der Herzchirurgie von anfangs 800 auf mehr als 2.500 pro Jahr steigern können – und das ohne zusätzliches Personal“, lobt der kaufmännische Geschäftsführer der Klinik, Ulrich Jung, die Leistungen Prof. Klövekorns.

Auch Dr. Mathias Roth, der viele Jahre als Oberarzt in der Abteilung für Herzchirurgie mit Prof. Klövekorn zusammengearbeitet hat, bescheinigt ihm einen Führungsstil, der von Effektivität ebenso geprägt gewesen war wie von Fairness und Kollegialität. „In seiner Dienstzeit an unserer Klinik hat Professor Klövekorn unzählige Operationen durchgeführt und eine Vielzahl junger Herzchirurgen ausgebildet“ erinnert sich Roth „und dabei hat er nie den Kontakt zu seinen Kollegen und Mitarbeitern verloren.“
Immer habe Prof. Klövekorn seinen Mitarbeitern den Raum gegeben, sich fachlich und persönlich weiter-zuentwickeln und sie dabei optimal unterstützt und gefördert.

Charakteristisch für Prof. Klövekorn sei auch sein enger Kontakt zur medizinischen Forschung. So ist seine hervorragende wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Herzchirurgie bereits 1987 mit dem renommierten Ernst Derra-Preis der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie ausgezeichnet worden. Auch in Bad Nauheim war es immer Prof. Klövekorns Anliegen, den Kontakt zwischen der praktischen Medizin und der wissenschaftlichen Forschung herzustellen und auszubauen.

Davon zeugt auch das enge persönliche Verhältnis, das Prof. Klövekorn mit dem ehemaligen Direktor des Max-Planck-Institutes für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim, Prof. Dr. med. Wolfgang Schaper, verbindet.

Die deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) verlieh Prof. Klövekorn im Rahmen der Feierstunde als Auszeichnung für seine wissenschaftlichen Verdienste, seine Leistungen als Arzt und als Herausgeber der Fachzeitschrift der Ge-sellschaft die Rudolf Nissen Medaille. Der Präsident der DTGHG Prof. Dr. Friedhelm Beyersdorf hob in seiner Laudatio besonders die hohe medizinische Qualität und die Aufbauleistung Prof. Klövekorns hervor.

Die hervorragende Behandlungsqualität, die der Kerckhoff-Klinik immer wieder von der Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) attestiert worden ist, sei der beste Be-weis für die Qualität der Arbeit von Prof. Klövekorn als Mediziner und Chefarzt, ist sich der Ärztliche Direktor der Klinik, Prof. Hamm, sicher. „Professor Klövekorn hat entscheidend dazu beigetragen, dass unsere Klinik im In- und Ausland einen so hervorragenden Ruf als medizinisches Hochleistungszentrum genießt“, so Hamm weiter. Und schließlich sei es auch der Verdienst von Prof. Klövekorn, dass die Klinik auch nach dessen Abschied in den Ruhestand ohne Sorge in die Zukunft der Herzchirurgie blicken kann, denn Prof. Klövekorn habe eine Abteilung hinterlassen, die personell und strukturell bestens für die Herausforderungen der Zukunft aufgestellt ist.

 „Im Namen aller unserer Mitarbeiter und auch unserer Patienten möchte ich Professor Klövekorn für seinen Dienst in der Kerckhoff-Klinik herzlich danken und wünsche ihm für seinen Ruhestand alles erdenklich Gute“ verabschiedet Prof. Hamm seinen ehemaligen Kollegen.

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