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2010-01-14
„Beim Mitraclip handelt es sich um eine kleine Klammer, die über einen Herzkatheter in den linken Vorhof des Herzens eingebracht wird“ erklärt Dr. Helge Möllmann, Oberarzt an der Kerckhoff Klinik.
In der Herzkammer zieht der Mitraclip dann die Segel der Mitralklappe, die das „Ventil“ zwischen linkem Vorhof und linker Herzkammer bilden, zusammen und die Herzklappe kann wieder dicht schließen. Die Eingriffe wurden im Dezember letzten Jahres von einem Team um Dr. Helge Möllmann und Dr. Holger Nef, Assistenzarzt an der Kerckhoff-Klinik, unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Hamm, dem Ärztlichen Direktor und Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik, vorgenommen.
Dabei wurden zum ersten Mal in der Kerckhoff-Klinik zwei Patienten, die unter einer undichten Mitralklappe (Mitralklappeninsuffizienz) litten, mit dem Mitraclip behandelt. Die Eingriffe verliefen problemlos. Bereits wenige Stunden später waren die Patienten wohl-auf und konnten nach einigen Tagen wieder nach Hause entlassen werden.
„Der Eingriff wird unter Vollnarkose am schlagenden Herzen vorgenommen“ erläutert Oberarzt Dr. Möllmann die Behandlungsmethode, deren Vorteil darin liege, dass sie für schwerkranke Patienten deutlich schonender sei als der übliche chirurgische Eingriff.
Für Patienten in höherem Alter, mit eingeschränkter Herz- oder Lungenfunktion oder mit anderen Zusatzerkrankungen sei das Risiko einer chirurgischen Behandlung der Mitralklappeninsuffizienz häufig nicht vertretbar, so Möllmann weiter.
Die neue Technik mittels Mitraclip biete diesen Patienten erstmals die Chance, die Ursache für ihre Herzbeschwerden wirkungsvoll zu behandeln, um so deren Lebensqualität und nicht zuletzt auch deren Überlebensdauer deutlich zu verbessern.
„Bisherige klinische Ergebnisse in anderen deutschen und europäischen Herzzentren bestätigen den unmittelbaren klinischen Nutzen der nichtchirurgischen Mitralklappenoperation mittels Mitraclip für Patienten mit funktioneller oder degenerativer Mitralklappeninsuffizienz“ bestätigt Prof. Dr. Hamm die klinischen Vorteile der Methode. Das zeige sich auch in kürzeren Krankenhausaufenthalten, einer wesentlich schnelleren Rekonvaleszenz und einer deutlich verbesserten Lebensqualität der Betroffenen.
Pressemitteilung als PDF (327KB)
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