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2009-08-29
Die Teilnehmer des Rheumatologisches/Dermatologisches Symposium „Tight Junctions“ Ende August 2009 in Bad Nauheim
Neue Erkenntnisse und offene Fragestellungen rund um das Therapieprinzip der TNF-Hemmung standen im Fokus eines interdisziplinären Symposiums , das Ende August erstmals in Bad Nauheim stattfand.
Wie groß das Interesse an diesem komplexen Forschungsgebiet ist, stellte sich nicht nur an der Teilnehmerzahl dar: Unter dem Vorsitz der Professoren Ulf Müller-Ladner und Thomas Schwarz informierten sich rund 80 Teilnehmer über 30 hochkarätige Forschungsprojekte zu wissenschaftlichen Themenkomplexen, um ein besseres Verständnis über die Signalwege und Wirkweise von TNF zu gewinnen und optimale Behandlungsstrategien zum Einsatz und Sicherheit von Therapien mit Biologicals zu erhalten.
Die Besonderheit der Veranstaltung:
Die Beiträge beruhten auf sogenannten Start-up grants, d.h. in der Regel junge Nachwuchswissenschaftler mussten sich mit ihrer Projektidee einem internationalen unabhängigen Gutachtergremium stellen und die hieraus ausgewählten besten Projekte konnten nun ihre Ergebnisse vor den anderen Gruppen präsentieren und diskutieren.
Die Veranstaltung (unterstützt von Wyeth Pharma) setzte beim Tight junctions Sympsoium gezielt auf einen fachübergreifenden Dialog zwischen Rheumatologen, Dermatologen und anderen interessierten Ärzten, um die bereits intensive Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Disziplinen weiter zu fördern.
„Dieser interdisziplinäre Austausch von Wissenschaftlern ist wichtig, um Patienten auch in Zukunft Innovationen und die beste Behandlung garantieren zu können“, so lautete das einhellige Fazit des medizinischen Expertenforums.
Die Wissenschaft hat in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht, die komplexen Schlüsselmechanismen chronischer Entzündungen zu identifizieren und zu verstehen.
Als Ergebnis jahrelanger Forschungsbemühungen konnten z. B. mit der Inhibition des Tumornekrosefaktors (TNF) zielgerichtete Therapiestrategien entwickelt werden, die sich inzwischen als wirksame Behandlungsoption bei entzündlichen Autoimmunerkrankungen verschiedener entzündlicher Gelenkerkrankungen oder der Psoriasis vulgaris etabliert haben.
Prof. Dr. Ulf Müller-Ladner
„Dass auch zehn Jahre nach der Einführung der TNF-Hemmer in die Therapie chronisch-entzündlicher Krankheiten immer noch neue, viel versprechende Daten veröffentlicht werden, ist sehr erfreulich und wird auch weiter notwendig sein“, so Professor Ulf Müller-Ladner, Ärztlicher Direktor der Abteilung Rheumatologie und Klinische Immunologie an der Kerckhoff-Klinik, Bad Nauheim. „denn trotz des umfangreichen Datenmaterials fehlen noch immer wichtige Grundlagen zum Verständnis von Wirksamkeit und Sicherheit von TNF-Blockern."
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