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  • Erste minimalinvasive Mitralklappen-OP an der Kerckhoff-Klinik

Erste minimalinvasive Mitralklappen-OP an der Kerckhoff-Klinik

2009-03-09

MIMI Eingriff PD Dr. Markus Schönburg während des Eingriffs

Eine endoskopische Herzklappen-Operation wurde am 12.02. erstmals in der Kerckhoff-Klinik bei zwei Patienten durchgeführt. Geringere Komplikationsraten und schnellere Heilung als bei der herkömmlichen Operationstechnik gelten als Vorteile des minimalinvasiven Verfahrens. Allerdings beherrschen nur wenige Chirurgen diese Methode.

„Unsere beiden Patienten haben den Eingriff hervorragend überstanden“ konnte PD Dr. Markus Schönburg, Chirurg an der Abteilung für Herzchirurgie der Kerckhoff-Klinik, bereits wenige Tage nach der Operation vermelden. Die beiden Operierten seien bereits in die Rehabilitation entlassen.

MIMI Eingriff 2PD Dr. Markus Schönburg, OA der Abteilung Herzchirurgie

Schönburg war es auch, der, zusammen mit dem routinierten Operateur PD Dr. Ralf Krakor vom Herzzentrum des Klinikums Dortmund, den anspruchsvollen Eingriff zum ersten Mal in der Kerckhoff-Klinik vornahm. „Für die Patienten ist die minimalinvasive Variante einer Herzklappen-Operation wesentlich weniger belastend, als die klassische Operations-Technik am eröffneten Brustkorb“ erklärt Schönburg die Vorteile der Methode. Zwar lägen noch keine kontrollierten Studienergebnisse zur minimalinvasiven Operations-Technik vor. 

Aber die Erfahrung zeige, dass etwa Wundheilungsstörungen nur äußerst selten auftreten, und dass die lediglich fünf Zentimeter lange Operationswunde unterhalb der rechten Brustwarze sehr schnell verheilt. 

Daher könnten die Patienten auch schon wenige Tage nach dem Eingriff in die Rehabilitation gehen. „Auch ästhetischen gesehen belastet die kleine Narbe unsere Patienten praktisch nicht. Das ist ein Aspekt, den man als Chirurg durchaus ernst nehmen sollte“, erklärt Schönburg weiter.

Allerdings lassen sich nicht alle Herzklappen-Fehler minimalinvasiv operieren. Lediglich isolierte Operationen an der Mitral- oder Aortenklappen sind möglich.

Das minimalinvasive Verfahren komme meist nicht in Frage, wenn zum Beispiel mehrere Klappen operiert werden, wenn zusätzlich ein Bypass gelegt werden muss, wenn die Klappen stark verkalkt sind oder wenn das Herz des Patienten schwach ist.

Zudem beherrschen nur wenige Chirurgen die Technik der minimalinvasiven Herzklappen-OP.
„Diese Methode stellt hohe Anforderungen an den Operateur“ weiß Prof. Dr. Wolf-Peter Klövekorn, Direktor der Abteilung für Herzchirurgie der Kerckhoff-Klinik, „Er muss einfach mit der Technik vertraut sein, dann erzielt er auch ein optimales Ergebnis für seinen Patienten.“ Zudem sei die „Schlüsselloch-Chirurgie“ nicht für jeden Patienten das Richtige.

Die Entscheidung für oder wider die minimalinvasive Herzklappen-OP könne letztendlich nur der erfahrene Chirurg im intensiven Gespräch mit seinem Patienten treffen.

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