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Thema: Transplantationsmedizin
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2008-08-26
von Links:
Prof. Maurizio Cutolo, Dr. Walter Hermann, Dr. Ingo Tarner und Massimiliano Vasile.
30 Dermatologen, Angiologen und Rheumatologen aus Hessen, Rheinland-Pfalz und sogar aus Polen hatten Glück: Sie konnten sich einen der begehrten Plätze sichern im Kurs für Kapillarmikroskopie, der jüngsten Fortbildungsver-anstaltung der Kerckhoff-Klinik. Unter Anleitung des renommierten Experten Prof. Maurizio Cutolo von der Universität Genua konnten sich die teil-nehmenden Mediziner am letzten Samstag, den 23.8., in einer Untersuchungsmethode fortbilden lassen, die immer mehr an Bedeutung gewinnt: Der Kapillarmikroskopie.
„Der Andrang war wirklich groß“ betont Dr. Walter Hermann, Oberarzt in der Abteilung für Rheumatologie der Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim „und wir mussten leider einigen Kollegen absagen.“ Von der Nachfrage her habe die Veranstaltung deutlich größer sein können, aber der Schwerpunkt sei die Praktische Tätigkeit gewesen. „Wir haben den Teilnehmern bewusst viel Raum für zum Selbermachen und üben gegeben. Daher hatten wir auch nur drei Teilnehmer pro Mikroskop vorgesehen.
“Die Einführung in das komplizierte Thema gab Hermann selber, der auch typische Befunde aus seiner täglichen Arbeit an der Kerckhoff-Klinik erläuterte. Darauf folgte der Vortrag eines international führenden Experten: Prof. Maurizio Cutolo von der Universität Genua, der die heutige Kapillarmikroskopie mitentwickelt hat und ein international führender Spezialist auf diesem Gebiet ist. Daher war sein Referat über die wissenschaftliche Bedeutung der Kapillar-mikroskopie und den aktuellen Forschungsstand auf diesem Gebiet einer der Höhepunkte der Veranstaltung. „Zwar ist die Kapillarmikroskopie keine neue Methode“ erklärt Hermann die medizinische Bedeutung des Verfahrens „aber sie gewinnt immer mehr an Bedeutung bei der Diagnose verschiedener rheumatischer Erkrankungen sowie von Gefäßkrankheiten.“Um die Teilnehmer fit für die Praxis zu machen, demonstrierte Cutolo auch praktisch die Anwendung der Kapillarmikroskopie an mehreren Patienten, die so freundlich gewesen waren, extra für die Veranstaltung in die Kerckhoff-Klinik zu kommen. Die Teilnehmer konnten dabei das mikroskopische Bild auf der Leinwand verfolgen und so direkt vom Experten lernen.
Über die große Relevanz, die die Kapillar-Mikroskopie grade für die Rheumatologie hat, sprach Dr. Ingo Tarner, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung für Rheumatologie. Sein Vortrag betraf die Sklerodermie, eine rheumatische Erkrankung, bei der auch Gefäße betroffen sind. „ Hier ist es besonders wichtig, die ersten Anzeichen einer Sklerodermie frühzeitig und sicher zu erkennen“ so Tarner. Da sei die Kapillarmikroskopie ein überaus wertvolles Werkzeug. „Eine frühe Diagnose ist für Skerodermie-Patienten entscheidend, denn wenn die medikamentöse Therapie früh beginnt, können Spätschäden praktisch vollständig vermieden werden, und wir können unseren Patienten einen großen Leidensdruck ersparen“ betonte Tarner weiter. Zusammen mit Professor Cutolo betreute Dr. Massimiliano Vasile, ein Kollege Cutolos von der Universität Rom, die Teilnehmer der Veranstaltung. Vasile, der in der Kerckhoff-Klinik als Gastwissenschaftler arbeitet, konnte in Rom jahrelange Erfahrung mit der Kapillarmikroskopie sammeln, sodass die Kursteilnehmer von seiner großen praktischen Erfahrung profitieren konnten.„Die Veranstaltung war ein Pilot-Projekt“ erläutert Hermann die Idee hinter der Kapillarmikroskopie-Fortbildung „Und wir waren uns nicht sicher, wie unser Angebot aufgenommen wird.“ Da die Teilnehmer sich nach der Veranstaltung durchweg positiv äußerten, werde die Veranstaltung im nächsten Jahr sehr wahrscheinlich wiederholt werden, so Dr. Hermann, Oberarzt der Abteilung für Rheumatologie der Kerckhoff-Klinik, weiter.
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