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Patientenzeitschrift
Thema: Transplantationsmedizin
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2008-05-27
Der Ärztliche Direktor der Abteilung für Kardiologie an der Kerckhoff-Klinik, Prof. Dr. med. Christian Hamm, eröffnete die Veranstaltung mit einem Lob an die Adresse seiner Kollegen an der Neurologischen Klinik Asklepios in Bad Salzhausen: „Uns verbindet eine gute und langjährige Zusammenarbeit zum Wohle unserer Patienten“. Denn grade auf dem Gebiet der Prävention und Therapie des Schlaganfalls sei die Kooperation von Neurologen und Kardiologen in vielen Fällen erforderlich, da Erkrankungen des Herzens häufig Ursache von Schlaganfällen seien.
Den ersten Teil der Fachvorträge bestritt Prof. Dr. med. Gerhard von Reutern aus Bad Salzhausen, Ärztlicher Leiter der Neurologischen Klinik Asklepios. Er betonte die große Ähnlichkeit bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße und der Gefäße, die das Gehirn mit Blut versorgen: „Risikofaktoren und Entstehungsmechanismen sind die gleichen und dementsprechend natürlich auch die Möglichkeiten zur Vorbeugung.“ In der medikamentösen Behandlung unterscheiden sich die beiden Krankheitsbilder jedoch. Als Ursache für einen Schlaganfall seien besonders Verengungen, sogenannte Stenosen, der Blutgefäße im Gehirn von Bedeutung. Aber auch Stenosen der Halsschlagader (Karotis) führten häufig zum Schlaganfall. Neuste Studien haben zeigen können, dass die operative Therapie einer Halsschlagader-Stenose das Risiko eines Schlaganfalls signifikant senke. Hier sei besonders die minimal-invasive Operation mittels Katheter angeraten: Sie bringe dieselben guten Ergebnisse wie die herkömmliche Methode, belaste die Patienten aber wesentlich weniger.
Prof. Dr. med. Albrecht Elsässer konnte von Reutern nur unterstützen: „Die Ergebnisse mehrerer Studien haben eindeutig gezeigt: Herkömmliche Operation einer Karotis-Stenose und die kathetergestütze Therapie zeigen in der Hand eines erfahrenen Operateurs vergleichbar gute Ergebnisse hinsichtlich der Schlaganfallprävention.“ An der Kerckhoff-Klinik werde der minimal-invasive Katheter-Eingriff bereits seit drei Jahren mit sehr guten Ergebnissen angewendet, sodass die Operateure der Kerckhoff-Klinik mittlerweile über große Erfahrung verfügten.
Privatdozent Dr. med. Michael Weber hob in seinem Vortrag die Bedeutung von Defekten der Herzscheidewand für die Entstehung eines Schlaganfalls hervor: „Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Defekte an der Herzscheidewand bei jüngeren Patienten die häufigste Ursache für einen Schlaganfall sind.“ Bei der Therapie bestehe neben der Gabe von Medikamenten auch die Möglichkeit, die Perforation mittels eines Katheter-Eingriffs zu verschließen. Dieser Eingriff sei insbesondere bei Patienten sinnvoll, die bereits einen Schlaganfall erlitten haben, das Risiko eines erneuten Schlaganfalls werde dadurch deutlich gesenkt. Auch dieser Eingriff, der Verschluss einer Perforierten Herzscheidewand mittels Katheter, sei an der Kerckhoff-Klinik mittlerweile Routine. „Seit 1999 operieren wir Herzscheidewand-Perforationen auf diese Weise“ erläutert Weber „und wir erzielen gute Erfolge – was sich nicht zuletzt in der extrem geringen Komplikationsrate der Kerckhoff-Klinik niederschlägt.“
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