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  • Kerckhoff-Klinik spendet Defibrillator an Bürgerhilfe Florstadt

Kerckhoff-Klinik spendet Defibrillator an Bürgerhilfe Florstadt

2009-07-30

Bild AED v.l.n.r.: Herr U. Jung, Herr D. Eckhardt, Prof. Dr. C. Hamm
Haben Sie am Frankfurter Flughafen schon einmal die öffentlich zugänglichen Defibrillatoren gesehen? Diese Geräte können Leben retten, wenn es zu gefährlichen Herzrhythmusstörungen kommt und haben dies im Einsatz schon mehrfach unter Beweis gestellt.
Im Rahmes des Projektes „Öffentlicher Defibrillator zur Lebensrettung bei Herzin-farkt durch medizinische Laien“ spendete die Kerckhoff-Dienstleistungs GmbH nun am Dienstag, den 14. Juli der Bürgerhilfe Florstadt einen automatisierten externen Defibrillator (AED). Das Gerät soll in Zukunft bei Großveranstaltungen eingesetzt werden und dort im Notfall Leben retten.

„Als führendes Herzzentrum in der Region unterstützen wir natürlich gern Innovative Projekte“ lobte Prof. Dr. Christian Hamm, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim, die Initiative der Bürgerhilfe Florstadt. Zusammen mit Ulrich Jung, Geschäftsführer der Kerckhoff Dienstleistungs-GmbH, übergab Prof. Hamm am vergangenen Dienstag den AED an den Sprecher der Bürgerhilfe Florstadt, Dieter Eckhardt. Der betonte, wie sehr solche Projekte von der Unterstützung durch Kommu-nen und Unternehmen der Region abhingen. „Ohne deren Unterstützung könnten wir unsere Arbeit nicht leisten„ so Eckhardt, der in diesem Zusammenhang auch dem Bür-germeister von Florstadt, Herbert Unger für seine Unterstützung dankte.

Bei dem Projekt „Öffentlicher AED zur Lebensrettung bei Herzversagen durch medizini-sche Laien“ handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt, an dem neben der Bürgerhilfe Florstadt auch die Stadt Florstadt sowie der Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes im Wetteraukreis Dr. Reinhold Merbs, die Leitstelle Wetteraukreis, die Freiwillige Feuerwehr Ober-Florstadt, die Johanniter Unfallhilfe und das Deutsche Rote Kreuz beteiligt sind.

Der neue AED der Bürgerhilfe Florstadt soll in Zukunft bei Großveranstaltungen verwen-det werden. Interessierte Veranstalter können den Defibrillator im Büro der Bürgerhilfe Florstadt im Rathaus Florstadt ausleihen.

Auch Personen ohne Ersthelfer-Ausbildung können den AED bedienen und so Menschenleben rettet. Dennoch ist es vor allem auch das Ziel der Bürgerhilfe, im Rahmen des AED-Projektes mehr Menschen für das Thema „Erste Hilfe“ zu sensibilisieren, damit diese sich dann ebenfalls zum Ersthelfer ausbilden lassen.

Wie sinnvoll eine solche Ersthelfer-Ausbildung ist, unterstrich auch der Ärztliche Leiter Wetteraukreis, Dr. Reinhold Merbs auf einer Veranstaltung der Bürgerhilfe Florstadt zu diesem Thema: „Sofort einsetzende Hilfsmaßnahmen in den ersten 10 Minuten nach ei-nem Notfall bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes können häufig lebensrettend sein. Und ein verfügbarer AED kann diese Maßnahmen unterstützen“.

Auch der Geschäftsführer der Kerckhoff Dienstleistungs-GmbH Ulrich Jung betonte bei der Übergabe des AED, wie wichtig es sein, Menschen zu ermutigen, im Notfall zu helfen: „Wer im Erste Hilfe-Kurs gelernt hat, was zu tun ist, der überwindet schneller seine Hemmschwelle und hilft“. Und ein Gerät, wie der gespendete AED, sei bestens geeignet, um im Notfall schnell helfen zu können. Die Arbeit der Bürgerhilfe sei beispielhaft, und es sei keine Frage gewesen, den AED zu spenden. „Als Herzzentrum von unserer Größe und Leistungsfähigkeit stehen wir auch in der Verantwortung, den Ersthelfereinsatz zu verbessern“ erläutert Jung die Haltung der Kerckhoff-Klinik.

„Es war für uns nur selbstverständlich, das Projekt mit einem AED zu unterstützen“ er-klärt auch Prof. Hamm. Denn die Initiative der Bürgerhilfe Florstadt passe hervorragend zum Engagement der Kerckhoff-Klinik, wenn es um die schnellstmögliche Versorgung von Infarkt-Patienten geht. So seien die Menschen in der Region Wetterau besser versorgt als in vielen deutschen Großstädten: Neben dem Netzwerk Herzinfarkt, das die Kerckhoff-Klinik gemeinsam mit dem Rettungsdienst und den anderen Kliniken der Notfallversorgung aufgebaut hat, ist die Klinik seit diesem Frühjahr auch Standtort des Notarztfahrzeugs der Johanniter.

Das Projekt öffentlicher AED wurde bereits vor einigen Jahren erstmals von Herr Dieter Eckhardt und seiner Ehefrau angedacht. Während einer Routineuntersuchung war bei Dieter Eckhardt damals eine Auffälligkeit im EKG entdeckt worden und durch rasches Handeln konnte ein eventuell drohender Infarkt abgewendet werden.

Das Ereignis veranlasste die Familie Eckhardt jedoch, sich für das Zustandekommen eines Rettungskonzeptes für Notfälle bei Herzversagen mit Hilfe eines (Defibrillators) AED, der öffentlich zugänglich sein sollte, einzusetzen.

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