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Die Knochen und das Immunsystem: Kerckhoff-Klinik federführend an DFG-gefördertem Forschungsprogramm beteiligt

2009-06-23

Prof. Dr. Müller-Ladner Prof. Dr. Müller-Ladner

Mehr als 10 Millionen Deutsche leiden unter Erkrankungen des Knochenapparates oder des Immunsystems. Beides arbeitet beim Menschen eng zusammen. Aber wie genau diese gegenseitige Abhängigkeit aussieht, weiß die Medizin noch nicht. Damit beschäftigt sich jetzt erstmals das Schwerpunktprogramm „Osteoimmunologie“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), an dem federführend die rheumatologische Abteilung der Kerckhoff-Klinik beteiligt ist.

„Ein Schwerpunktprogramm, das ist das höchstwertige, was die Deutsche Forschungs-gemeinschaft zu vergeben hat“ erläutert Prof. Dr. Ulf Müller-Ladner, Leiter der Abteilung für Rheumatologie und klinische Immunologie der Kerckhoff-Klinik und Lehrstuhlinhaber für Rheumatologie der Universität Gießen. Und diese intensive Förderung sein dem Forschungsgegenstand auch angemessen: So litten allein in Deutschland mehr als 10 Millionen Menschen unter Erkrankungen des Knochenapparates und des Immunsystems.

Dass sich beide Bereiche gegenseitig beeinflussen, ist der Medizin schon lange bekannt. Über welche Mechanismen das aber genau geschieht, das ist noch immer Gegenstand der osteoimmunologischen Forschung. So ist das Knochenmark beispielsweise ein wichtiger Rückzugs- und Reifungsort für Zellen des Immunsystems. Andererseits können chronische Entzündungen in Folge einer überbordenden Immunreaktion, wie etwa bei der Osteoporose, der Arthritis oder der Arthrose, Knochen und Gelenke schädigen. „Leider verstehen wir immer noch viel zu wenig von den Abläufen, die Auftreten und Fortschreiten solcher Erkrankungen bestimmen“ bedauert Müller-Ladner.

Licht ins Dunkel soll nun das neue Schwerpunkt-Programm „Osteoimmunologie“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft bringen. Im Rahmen des Programms fördert die DFG nun über mehrere Jahre die interdisziplinäre Forschung von Wissenschaftlern aus Uni-versitäten aus ganz Deutschland zur Abhängigkeit zwischen Knochen und Immunsystem. „Nur die Jahrelange wissenschaftliche Vorbereitung und die exzellente Zusammenarbeit unseres Koordinierungs-Teams haben es möglich gemacht, dass unser Forschungspro-gramm sich gegen die vielen anderen Programme aus allen Bereichen der Wissenschaft vor den Juroren des DFG durchsetzen konnte“ so Müller-Ladner, der auch einer der drei Sektionskoordinatoren des DFG-Schwerpunktprogramms „Osteoimmunologie“ ist.

Und nicht zuletzt sei auch die vorbildliche Verknüpfung von klinischer Praxis und medizinischer Forschung auf dem Kerckhoff-Campus zusammen mit dem Max-Planck-Institut und dem Franz-Groedel-Institut der Kerckhoff-Klinik ausschlaggebend für die Förderung

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