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2009-05-20
Am 13. Mai fand zum mittlerweile fünften Mal das rheumatologische Früh-lingssymposium des Rheumazentrums Gießen-Bad Nauheim statt. Schwer-punkt der diesjährigen Veranstaltung war der Lupus erythematodes – eine rheumatischen Erkrankung, die von Medizinern auch das „internistische Chamäleon“ genannt wird.
„Kaum eine andere rheumatische Erkrankung fordert die diagnostischen und the-rapeutischen Fähigkeiten eines Mediziners so sehr heraus wie der Systemische Lupus erythematodes, kurz ‚SLE’“ weiß Prof. Dr. Ulf Müller-Ladner, Leiter der Abteilung für Rheumatologie und klinische Immunologie der Kerckhoff-Klinik sowie Lehrstuhlinhaber für Rheumatologie der Universität Gießen und Organisator des Symposiums. Dennoch konnte durch intensive Forschung und zahlreiche Neuentwicklungen in Diagnose und Therapie die Behandlung der Betroffenen wesentlich verbessert werden. Daher war es auch naheliegend, den SLE zum Schwerpunktthema des diesjährigen rheumatologischen Frühlingssymposiums des Rheumazentrums Gießen-Bad Nauheim zu machen, um die neuen Erkenntnisse einem interessierten Fachpublikum vorzustellen.
Auch zur fünften Auflage des Symposiums konnte Müller-Ladner wieder zahlreiche Gäste begrüßen.
Etwa Anke Koch, Schirmherrin der Rheuma-Liga Hessen und Ehefrau des hessischen Ministerpräsidenten oder Prof. Dr. Erika Gromnica-Ihle, Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga. Und natürlich waren auch wieder viele Mediziner der Einladung Müller-Ladners in den Kristall-Saal des Kerckhoff-Rehabilitations-Zentrums gefolgt, um sich aus erster Hand über Diagnose und Therapie des Systemischen Lupus erythematodes zu informieren.
Anke Koch dankte Prof. Müller-Ladner für sein Engagement und wies darauf hin, wie wichtig es sei, über rheumatische Erkrankungen aufzuklären. Dabei hob sie besonders den Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer in den Selbsthilfegruppen hervor, deren Arbeit nicht genug zu betonen sei.
Nach der Begrüßung sprach als erster Prof. Dr. Hans-Hartmut Peter von der Universitäts-Klinik Freiburg über die klinische Forschung an den Entstehungs-Mechanismen des SLE.
Den Herausforderungen der Differenzial-Diagnostik widmete sich anschließend Prof. Dr. Martin Aringer, Leiter der Abteilung für Rheumatologie der Universitäts-Klinik Dresden.
Und die Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga, Prof. Dr. Erika Gromnica-Ihle, behandelte die Frage, ob, wann und unter welchen Umständen eine Schwangerschaft bei einem bestehenden Lupus möglich ist.
„Wie hätten Sie’s gemacht?“ lautete dann die Frage bei der „interaktiven immu-nologischen Sprechstunde“. Hier hatten die Teilnehmer dann die Gelegenheit aktuelle Lupus-Fallberichte der Immunambulanz der Abteilung Rheumatologie der Kerckhoff-Klinik mit OA Dr. Robert Dinser und Dr. Ingo Tarner zu besprechen.
„Wichtig für die Behandlung der Lupuspatienten ist vor allem, dass wir durch die Möglichkeiten der Kerckhoff-Klinik für alle Schweregrade die notwendige Diagnostik von der Kapillaroskopie bei Raynaud-Syndrom bis hin zur Intensivstation bei Organausfällen zur Verfügung haben, so dass wir den betroffenen Patienten jederzeit Ansprechpartner sein können“, so die Oberärzte Dinser und Hermann, die in der Ambulanz oft erster Ansprechpartner bei unklaren Situationen sind.
Und als besonderer Abschluss des diesjährigen Symposiums sprach der international renommierte Rheumatologe Prof. Dr. Loic Guillevin vom Hopital Cochin in Paris zu den aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet der medikamentösen Rheumatherapie. „Das Interesse an Rheuma ist auch in Fachkreisen sehr groß, was die große Resonanz erklärt, die auch unser fünftes rheumatologischen Frühlingssymposium hervorgerufen hat“ weiß Müller-Ladner, „ebenso wie auch die vielen Fragen der Zuhörer und die lebhaften Diskussionen mit den Referenten.“
Die Veranstaltungsreihe sei unter Medizinern mittlerweile zu einem festen Termin geworden und daher werde sie auch in den nächsten Jahren fortgesetzt werden.
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