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2009-04-10
Positive Proben gefunden – Wasserversorgung in allen kritischen Bereichen abgesichert – keine Gefahr für Patienten und Personal
(BvT) Rund zwei Wochen nachdem zwei Fälle von Legionellose in der Kerckhoff-Klinik aufgetreten waren, hat sich nun der Verdacht auf Legionellen im Wasser bestätigt. Eine Patientin war vergangene Woche an einer Infektion mit Legionellen verstorben.
„Die Untersuchungen am Hygieneinstitut Gießen und dem Hessischen Landesuntersuchungsamt im Gesundheitswesen in Dillenburg haben nun für einige Proben positive Befunde ergeben“, erläutert Diplom-Ingenieur Kurt Jungkind vom Fachdienst Gesundheit des Wetteraukreises. „Nachdem die Klinik umgehend alle erforderlichen Maßnahmen getroffen hat, ist weder für Patienten noch für Personal von einer Gefahr auszugehen“, so Jungkind weiter.
Bereits vergangene Woche war das herzchirurgische Gebäude mit endständigen Filtern ausgestattet worden und das Wassersystem gespült sowie thermisch desinfiziert worden. „Diese Maßnahmen haben wir umgehend in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt ergänzend zu den regelmäßige durchgeführten Maßnahmen unseres Hygienemanagements in die Wege geleitet“, erläutert Ulrich Jung, kaufmännischer Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik.
Gemeinsam mit Technikern des Gesundheitsamtes und der Klinik würden nach Angaben Jungkinds nun Probenentnahmestellen mit positiven Befunden und die Pläne des Wasserleitungssystems abgeglichen, um die Ursache für die erhöhte Keimbelastung zu identifizieren. Dies werde aufgrund der Komplexität des Leitungssystems einige Zeit in Anspruch nehmen.
„Über die genaue Ursache für die festgestellte Kontamination können wir derzeit noch keine Angaben machen. Dies erfordert umfangreiche Analysen“, so Jungkind. Erst dann könne letztlich über die erforderlichen zu treffenden Maßnahmen zur Ursachenbeseitigung entschieden werden.
Die Chefärztin der Abteilung für Transfusionsmedizin und Hygienebeauftragte der Kerckhoff-Klinik, Dr. Katharina Madlener betont: „ Für die Patienten ist in diesem Zusammenhang vor allem wichtig dass durch den Einbau der Filter der Infektionsweg sicher unterbrochen wird“, und ergänzt abschließend: „Eine Übertragung der Legionellen ist damit ausgeschlossen.“
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