Anfahrt per PKW
Fußweg Parkplatz "Am Großen Teich"


Mit unserem Newsletter erhalten Sie regelmäßig aktuelle Informationen.
Alle Felder müssen ausgefüllt werden.
2008-05-06
„Der Schlaganfall ist die häufigste Ursache für eine lebenslange Behinderung im Erwachsenenalter und statistisch erleiden von 1.000 Deutschen fast sieben einen Schlaganfall“ betont Privatdozent Dr. med. Michael Weber, Oberarzt der Abteilung für Kardiologie an der Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim, die große Relevanz des Themas „Schlaganfall“. Für die Betroffenen, und nicht zuletzt auch für deren Angehörige, bedeute der Schlaganfall eine extreme Belastung, denn nach einem Jahr litten immer noch 60 Prozent der Überlebenden unter erheblichen Einschränkungen ihres Alltags. Daher hat Weber, zusammen mit Professor Dr. med. Christian Hamm, Ärztlicher Direktor der Abteilung für Kardiologie, für Mittwoch, 7. Mai, eine Fortbildungsveranstaltung organisiert, die die Frage behandelt: Was kann der Arzt tun, damit sein Patient erst gar keinen Schlaganfall erleidet? „Wir sprechen dabei von der ‚Interventionellen Therapie zur Schlaganfall-Prävention’“ erläutert Weber weiter „Und auf diesem Gebiet hat die Medizin in den letzten Jahren gute Fortschritte erzielen können. Heuten haben wir Ärzte immer häufiger die Möglichkeit einzugreifen, bevor es zum Schlimmsten kommt“.
Vor allem neuen Materialien in der Medizintechnik sei es zu verdanken, dass die Ursache eines Schlaganfalls heute immer früher beseitigt werden können. In 15 Prozent der Fälle führe eine Hirnblutungen zum Schlaganfall, in 85 Prozent der Fälle aber seien Durchblutungsstörungen der Auslöser. Die Ursachen für Durchblutungsstörungen seien vielfältig: Besonders häufig seien es Engstellen von Blutgefäßen im Hirn, sogenannte Stenosen. Und auch Defekte in der Herz-scheidewand spielten eine prominente Rolle bei der Entstehung eines Schlaganfalls. Ist die Herzscheidewand perforiert, bildeten sich dort Blutgerinnsel, die, vom Blutstrom fortgetragen, bis in den Blutkreislauf des Gehirns gelangen können. Hier verstopften sie dann eine Ader und verursachten so eine Embolie. „Mittlerweile ist es bereits Routine, Stenosen mit einer Gefäßstütze, einem sogenannten Stent, zu stabilisieren, um so einem Schlaganfall vorzubeugen“ erklärt Weber die medizinische Entwicklung „Und auch Perforationen der Herz-scheidewand lassen sich heute sicher verschließen.“
„Aber wir wissen noch längst nicht alles“ betont Professor Hamm. „Auch heute werden wir Mediziner immer noch mit Situationen konfrontiert, in denen es keine eindeutige Antwort auf die Frage gibt: Was ist die beste Behandlung für diesen einen Patienten?“ Zurzeit stünden lediglich die Ergebnisse kleinerer Untersuchungen zur Verfügung. Größere, randomisierte Studien würden zwar bereits durchgeführt, seien aber noch nicht abgeschlossen. „Daher besteht grade unter niedergelassenen Ärzten ein großes Informationsbedürfnis“ beschreibt Hamm seine Erwartungen für die Fortbildungsveranstaltung am Mittwoch. „Die letzten Jahre haben gezeigt: An unseren Fortbildungen nehmen regelmäßig zahlreiche Kollegen teil und ich erwarte auch dieses Mal eine rege Diskussion.“
© 2008-2012 Kerckhoff Klinik




