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Reha an der Kerckhoff-Klinik: „Neue Abteilung ist nach einem Jahr gut integriert und bringt viele Vorteile für Patienten“

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Zweite rheumatologische Fortbildung der Kerckhoff-Klinik

2009-04-09

Teilnehmer Die Teilnehmer der Veranstaltung mit Dr. R. Dinser (v.r.)

Ende März hatte die Kerckhoff-Klinik erneut zu einer rheumatologischen Fortbildung für Assistenz- und Pflegekräfte aus Klinik und Praxis geladen. 23 Arzthelferinnen und Krankenpflegerinnen sowie zwei Ärztinnen aus den Raum Bad Nauheim nahmen Teil.

Auch in ihrer zweiten rheumatologischen Fortbildung haben die Organisatoren der Veranstaltung, Dr. med. Walter Hermann und Dr. med. Robert Dinser, beide Oberärzte der Abteilung Rheumatologie und klinische Immunologie der Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim, sowie der niedergelassene Rheumatologe Dr. med. Ulrich Kässer aus Gießen, den Schwerpunkt auf die Praxis gelegt: „Praktische Aspekte wie die klinische Untersuchung der Patienten oder die Durchführung der Kapillarmikroskopie standen auch dieses mal ganz klar im Fordergrund“ erläutert dazu Dr. Walter Hermann. Zudem waren mit Osteoporose und Kollagenosen / Vasculitiden zwei Krankheitsbilder Hauptthemen der Veranstaltung, die im täglichen medizinischen und pflegerischen Alltag immer mehr Relevanz gewinnen.

Osteoporose – Krankheit im Verborgenen

Am ersten Tag stand die Osteoporose auf dem Stundenplan, eine Erkrankung, die häufig lange Zeit beschwerdefrei verläuft. Umso heftiger zeigt sie sich dann in Form spontaner Knochenbrüche. Sie kann als eigenständige Erkrankung auftreten. Aber ebenso häufig ist die Osteoporose eine begleitende Komplikation anderer entzündlich-rheumatischer Krankheiten.

Daher stand für die Teilnehmer der Fortbildung die Frage im Mittelpunkt: Bei welchen Patienten sollte man an eine Osteoporose denken? Die Referenten behandelten diagnostische Verfahren, die es erlauben, eine Osteoporose zu erkennen, bevor eine Fraktur auftritt. Auch die Möglichkeiten einer modernen medikamentösen Therapie wurden erläutert.

Rheuma – ein Name für 300 Krankheiten

Der zweite Tag war der „Volkskrankheit Rheuma“ gewidmet.

Wie komplex dieses Thema ist, zeigten die Referenten den Kursteilnehmer daran, dass mehr als 300 verschiedene Krankheitsbilder unter dem Begriff „Rheuma“ zusammengefasst werden. Gemeinsames Merkmal ist dabei eine vorübergehende oder dauerhafte Störung des Immunsystems. Es richtet sich gegen Gewebe oder Organe des eigenen Körpers und verursacht dort zerstörerischer Entzündungen.

Nach einer theoretischen Einführung in das Immunsystem erläuterten die Referenten die wichtigsten rheumatischen Krankheitsbilder und adäquate medikamentöse Therapien. Dies war für die Teilnehmer besonders interessant, hat die Rheumatologie doch in den letzten Jahren große Fortschritte machen können. So hat sich die Prognose einer Reihe rheumatischer Krankheitsbilder wesentlich verbessert, ebenso wie auch die Lebensqualität der Patienten.

Vaskulitiden und Kollagenosen – häufig sind junge Menschen betroffen

Rheumatische Gefäßentzündungen wie Vaskulitiden und Kollagenosen entsprechen nicht dem vorherrschend Bild über Rheuma, denn häufig leiden junge und jugendliche Patienten darunter. Sie können den gesamten Körper betreffen und unbehandelt schwerste Komplikationen verursachen. Aber auch hier haben sich Diagnose- und Behandlungsoptionen deutlich verbessert. Die Referenten haben gezeigt, wie sich Gefäßentzündungen schon früh identifizieren lassen und erklärten die neusten Therapiemöglichkeiten.Besonders lehrreich waren die zahlreichen praktischen Workshops.

Drei Patienten der Kerckhoff-Klinik hatten sich freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmer hatten so die Möglichkeit, spezielle Verfahren wie die Kapillar-Mikroskopie oder den korrekte Umgang mit Infusionen bei Patienten mit Gefäßentzündungen realistisch zu trainieren.

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