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2008-05-01
Prof. Dr. med. Ulf Müller-Ladner Ärztlicher Direktor der Abteilung für Rheumatologie und klinische Immunologie der Kerckhoff-Klinik und Koordinator der DFG-Nachwuchs-Akademie
„Es ist wichtig, junge Medizinerinnen und Mediziner aus dem klinischen und bio-metrischen Bereich frühzeitig für patientennahe Forschung zu gewinnen“ erklärt Prof. Dr. med. Ulf Müller-Ladner, Ärztlicher Direktor der Abteilung für Rheumatologie und klinische Immunologie der Kerckhoff-Klinik und Koordinator der Akademie, das Anliegen der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG). In Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die DFG das Sonderprogramm „Klinische Studien“ initiiert. Mit einem Fördervolumen von 40 Millionen Euro werden seit 2005 an verschiedenen medizinischen Hochschulen mehr als 50 klinische Multicenterstudien zu den verschiedensten Fragestellungen gefördert.
Für die erste Phase des Programms trifft sich vom 5. bis zum 9. Mai der wissenschaftliche Nachwuchs aus der Medizin unter der Schirmherrschaft des DFG-Vizepräsidenten Prof. Dr. med. Jürgen Schölmerich in Bad Nauheim. Dazu der Akademie-Koordinator Müller-Ladner: „Die Teilnehmer stellen Exposés zu eigenen Forschungsprojekten vor und setzen sich zunächst mit grundsätzliche Fragen zu klinischen Studien auseinander. Zum Beispiel: Ist mein Studiendesign statistisch überhaupt sinnvoll?“ Zudem gäben renommierte Experten aus dem In- und Ausland Einblick in den aktuellen Stand der Forschung. Und gemeinsam mit den erfahrenen Kollegen erarbeite der Wissenschafts-Nachwuchs Strategien und Konzepte für die eigenen Forschungsvorhaben. Aber auch Gespräche über die konkrete eigene Arbeit hinaus seien geplant: Angehörige der Universität Gießen und des hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst werden den Teilnehmern ebenso für Gespräche zur Verfügung stehen ebenso wie Vertreter des BMBF. Zudem hat sich für Mittwoch, 7. Mai, der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Kretschmer, Mitglied des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, bereiterklärt, für einen Dialog zwischen Forschung und Politik zur Verfügung zu stehen.
Prof. Dr. Ulf Müller-Ladner bei der Visite mit zwei jungen Kollegen.
Von links nach rechts: Tim Schmeiser, Assistenzarzt Rheumatologie, Prof. Dr. Ulf Müller-Ladner, Daphne Fournell, Ärztin im praktischen Jahr.
Die zweite Phase des Programms beginne im Herbst. Dort werden die Teilnehmer der ersten Phase ihre ausgearbeiteten Projektanträge vorstellen und von ihren erfahrenen Kollegen begutachten lassen. Im Anschluss daran werde dann die DFG darüber entschieden, die Projekte mit einer Anschubfinanzierung von 50.000 Euro für ein Jahr zu unterstützen. Diese Mittel können die Akademie-Teilnehmer für Vorarbeiten und Pilotstudien nutzen und gewönnen so die Möglichkeit, ihr Forschungsvorhaben im Normalverfahren der DFG fördern zu lassen. „Dieser erste Schritt, von der Idee zum förderungswürdigen Projekt, ist grade für junge Kollegen häufig der schwerste“ weiß Müller-Ladner, der selber als Professor junge Mediziner an der Justus-Liebig-Universität ausbildet. Daher sei die Nachwuchs-Akademie der DFG und des BMBF für jeden engagierten Arzt am Anfang seiner Karriere eine großartige Möglichkeit, um den Sprung von der eigenen Ausbildung in die Forschung zu schaffen.
© 2008-2010 Kerckhoff Klinik




