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[Stand Fe. 2010]
Um über eine chirurgische Therapie der Tochtergeschwülste zu entscheiden, muss zunächst der Primärtumor kurativ behandelt werden.
Zudem sollten keine Metastasen in anderen Organen vorliegen, da man sonst von einem onkologisch nicht mehr sinnvoll behandelbarem Tumorleiden ausgehen muss.
Nur in Einzelfällen kommt aufgrund von Komplikationen oder sonst fehlender Therapieoption die Resektion von Metastasen mit rein palliativem Charakter (i. S. einer Reduktion der Gesamttumormasse) in Frage. Entscheidend für die operative Therapie der Metastasen ist, dass sie vollständig entfernbar sind (sog. R0-Ziel).
Bei Patienten mit schweren Begleiterkrankungen, besonders des Herz- Kreislauf-Erkrankungen, muss das Operationsrisiko gegenüber dem Nutzen der Therapie sorgfältig abgewogen werden.
Mit der vollständigen Entfernung der Metastase/Metastasen wird für den Patienten das Ziel der Tumorfreiheit erreicht.
Die chirurgische Entfernung der Metastasen ist in Abhängigkeit vom Tumorstadium und der Tumorentität entweder als isoliertes Verfahren oder in Kombination mit einer Radiochemotherapie einsetzbar.
Neben der vollständigen Entfernung der Tumore steht die Erhaltung des prinzipiell ja gesunden Lungengewebes im Vordergrund.
Aus diesem Grunde hat die Laserchirurgie gegenüber den konventionellen Operationstechniken immer mehr an Bedeutung gewonnen.
Konventionell lassen sich die Metastasen durch sogenannte Keilresektate entfernen. Hierbei werden mit speziellen Klammernahtgeräten metastasentragende Gewebekeile mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand aus dem umgebenden Gewebe ausgeschnitten. Ein u. U. nicht unerheblicher Verlust an gesundem Lungengewebe muss hierbei akzeptiert werden.
In seltenen Fällen ist eine Lobektomie (Lungenlappenentfernung) bis hin zur Pneumonektomie (Entfernung eines gesamten Lungenflügels) nötig.
Eine zusätzliche Problematik der Metastasenchirurgie liegt in den präoperativ nicht nachweisbaren Mikrometastasen, die durch herkömmliche radiologische Untersuchungsmethoden (CT / PET-CT) nicht aufgedeckt werden können.
Daher wird intraoperativ die Lunge vollständig palpiert (abgetastet) und nach Mikrometastasen gesucht, die ebenfalls entfernt werden. Die ist die besondere Domaine der Laserchirurgie.
Die verschiedenen in der Medizin zugelassenen Operationslaser unterscheiden sich in ihrer Leistung und der Energie des ausgesandten Laserstrahles.
In unserer Abteilung kommt ein Hochleistungsdiodenlaser zur Anwendung. Sein Vorteil ist die ausgeprägte Koagulationszone, die eine praktisch blutfreie Entfernung von Metastasen ermöglicht und eine hervorragende Abdichtung des Lungengewebes bewirkt.
Die Koagulationszone erlaubt die Schnittführung unmittelbar am Tumor und sorgt somit für einen minimalen Verlust an funktinsfähigem Lungengewebe.
Konventionelle Operationstechnik und Laserresektion sind in gleicher Sitzung auch kombiniert einsetzbar.
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