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Thema: Transplantationsmedizin
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[Stand Feb. 2010]
Als Metastasierung (griechisch: meta - weg; stase: - Ort; Übersiedlung) bezeichnet man die Absiedlungen von Tumorzellen ausgehend von einem Primärtumor (Haupttumor, der meist außerhalb der Lunge wächst).
Die Metastasen werden auch als bösartige Tochtergeschwülste bezeichnet. Tumorbiologisch sind hierbei weder der exakte Auslöser noch der genaue Pathomechanismus bekannt.
Es existieren anhand von Ergebnissen der Grundlagenforschung verschiedene Modelle der Metastasierung, wobei der genaue Zeitpunkt, die Wahrscheinlichkeit und die Lokalisation der Metastasierung eines bestimmten Primärtumors nicht vorab kalkuliert werden können.
Die Tumorzellen verbreiten sich über die Lymph- bzw. Blutbahn und gelangen in benachbarte oder entfernte Organe. Brechen die Tumorzellen in die Blutbahn ein und wandern in das umliegende Gewebe, vermehren sie sich dort und entwickeln ein eigenes Gefäßsystem.
Da die Lunge, wie auch die Leber, aufgrund des anatomischen Blutabflussweges meist als erstes Filterorgan fungieren, treten gehäuft in der ersten Phase der Metastasierung Lungen- und Lebermetastasen auf. Eine Metastase kann aber grundsätzlich auch als Erstlokalisation überall im Körper auftreten.
Verschiedene Tumoren setzen in der Lunge Tochtergeschwülste. Dazu gehören die Knochentumore (Osteosarkome), der Weichteilkrebs (Liposarkom, Fibrosarkom, etc.), Hodentumore, Brustkrebs (Mammakarzinom), Dickdarmkrebs (Kolorektales Karzinom), Nierenkrebs (Nierenkarzinom), Blasenkrebs (Blasenkarzinom), Lungenkrebs (Lungenkarzinom) und Hautkrebs (Malignes Melanom).
Lungenmetastasen können solitär (einzeln) oder multipel (mehrere), einseitig oder beidseitig auftreten. Neben den Lungenmetastasen können zusätzlich auch Tochtergeschwülste des Primärtumors in anderen Organen vorliegen.
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