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Thema: Transplantationsmedizin
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[Stand Jan. 2010]
Die Bronchoskopie ist ein Verfahren zur Spiegelung der inneren Atemwege. Sie wird sowohl zur Diagnostik als auch zur therapeutischen Intervention durchgeführt.
Dabei wird ein sogennantes Bronchoskop durch Mund oder Nase in die Luftröhre eingeführt und in die nachfolgenden kleinen Atemwege (Bronchien) der Lunge vorgeschoben.
Die Spiegelung findet entweder in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose statt.
Man unterscheidet prinzipiell zwischen flexibler und starrer Bronchoskopie.
Bronchoskopischer Befund bei einem jungen Patienten: große Zyste unmittelbar im Bereich der Aufteilung der Luftröhre (Hauptkarina).
An unserem Zentrum bieten wir folgende therapeutische und diagnostische Konzepte an:
Diagnostische bronchoalveoläre Lavage (BAL)
Sie dient der Gewinnung von Zellmaterial und Sekret aus den kleinsten Atemwegen zur feingeweblichen und laborchemischen Untersuchung (Zytologie, Histologie) sowie zur bakteriologischen Untersuchung.
Praktisch wird ein kleines Lungenareal mit steriler Flüssigkeit gespült und diese wieder abgesaugt. Hierdurch gewinnt man Hinweise auf Vorliegen und Art von Tumoren sowie Infektionserregern oder chronischen Lungenerkrankungen.
Entfernung von Fremdkörpern
Fremdkörper können mittels Fasszangen, Schlingen, Saug- oder Ballonkathetern atraumatisch entfernt werden.
Probenentnahme
Mit kleinen Instrumenten (Absaugkatheter, Bürste, Zange oder Punktionsnadel) werden Proben von Bronchialschleimhaut oder kleine Gewebestücke aus Luftröhre, Bronchien oder den Lungenbläschen schmerzfrei entnommen.
Endobronchiale Ultraschalluntersuchung (EBUS) ggf. mit transbronchialer Nadelaspiration (TBNA)
Unklare Lymphknotenvergrößerungen im Bereich des Zwischenfells (Mediastinum), des Lungenhilus und der Luftröhre können unter Ultraschallkontrolle punktiert werden, um Gewebe für weitere Untersuchungen zu gewinnen.
Wiedereröffnung und Schienung der Atemwege (Stentimplantation)
Stents sind Platzhalter.
Sie dienen der Schienung der Atemwege bei Einengungen (Stenosen) oder Aufweichung der Wandstruktur (Tracheomalazie). Sie werden bronchoskopisch eingebracht und je nach Indikation belassen oder wieder entfernt (z. B. bei Engstellen der Luftwege bei Lungenkarzinom).
Lungenvolumenreduktion durch Einsetzen von Atemwegsventilen
Eine neue Methode der Behandlung einer starken Lungenüberblähung (z. B. bei Lungenemphysem oder COPD) ist das Einlegen von Ventilen in die Atemwege, die Luft in die betroffenen Lungenareale leiten.
Ausgewählt werden Areale der Lunge, die aufgrund der Lungengerüstzerstörung keinen wesentlichen Beitrag mehr zur Sauerstoffaufnahme leisten.
Die Ventilimplantation lässt die entsprechenden Lungenanteile schrumpfen und verbessert Belüftung und Atmungsfunktion der restlichen Lunge.
Hierdurch kann eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit und eine Abnahme der Luftnot bei Patienten mit Lungenemphysem erreicht werden.
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