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Bei der Radiosynoviorthese handelt es sich um eine unblutige Operation, bei der eine Art Gelenkinnenhautverödung durchgeführt wird. Der Arzt spritzt hierbei eine Substanz (radioaktives Isotop) in ein entzündetes Gelenk mit verwucherter und entzündeter Gelenkinnenhaut. Die Energie der radioaktiven Strahlung vernichtet die Oberflächenschicht der Gelenkinnenhaut, also den Teil, der Ergüsse hervorruft.
Indikationen für die Radiosynoviorthese sind schmerzhafte Gelenkerkrankungen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, aber auch aktivierte Arthrosen (z.B. sog. Reizknie).Je nach befallenem Gelenk werden unterschiedliche radioaktive Stoffe verwandt:
Bei allen diesen drei radioaktiven Stoffen handelt es sich um sog. Betastrahler, die eine sehr kurze Reichweite von einem halben bis ca. vier Millimetern haben. Die Halbwertszeit ist für Yttrium 2,7 Tage, für Rhenium 3,7 Tage und für Erbium 9,4 Tage nach der Injektion in das Gelenk. Die Wirkung tritt allmählich ein, manchmal schon nach wenigen Tagen, in manchen Fällen auch erst nach Wochen oder Monaten. Die endgültige Wirkung lässt sich erst nach etwa 6 Monaten beurteilen.
Die Strahlenbelastung beschränkt sich nahezu ausschließlich auf die erkrankte Gelenkschleimhaut. Angrenzendes Gewebe wird nicht geschädigt. Entfernte Körpergegenden werden überhaupt nicht betroffen.
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