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Herzinsuffizienz Patientenseminar 2013
Jubiläums-Symposium
29. Juni 2013 - 9 bis 18 Uhr
9. Frühlingssymposium des Rheumazentrums Gießen - Bad Nauheim
Prof. Wilhelm Conrad Röntgen, Physiker, 1845-1923 1. Nobelpreisträger für Physik (1901)
Röntgenuntersuchungen des Brustkorbes und des Skelettsystems werden seit über 100 Jahren durchgeführt, so dass die Radiologen heute über ein immenses Wissen zur sicheren Anfertigung und zuverlässigen Beurteilung von Röntgenaufnahmen verfügen.
Prof. Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte im November 1895 an der Universität Würzburg eher zufällig die "X-Strahlen", die später nach ihm benannt wurden. Im Dezember desselben Jahres gelingt ihm damit eine Aufnahme von der Hand seiner Ehefrau, auf der die Handskelettknochen und der Ehering klar zu erkennen sind.
Röntgen wurde 1901 der erste Nobelpreisträger der Kategorie Physik;
"als Annerkennung des außerordentlichen Verdienstes, den er sich durch die Entdeckung der nach ihm benannten Strahlen erworben hat".
Eine Röntgenröhre erzeugt Röntgenstrahlen, die die verschiedenen Gewebe des Menschen in unterschiedlichem Ausmaß durchdringen. Hinter dem Patienten wird ein Röntgenfilm durch die Röntgenstrahlen geschwärzt. Der Film wird entwickelt und kann dann von einem Radiologen befundet werden.
Der Knochen enthält schwere Atome wie Calcium und Phosphor in hoher Konzentration gebunden, die Röntgenstrahlen wesentlich stärker absorbieren als die umgebenden Weichgewebe. Folglich treten wesentlich weniger Röntgenstrahlen durch das Knochengewebe, der Röntgenfilm wird weniger geschwärzt und der Knochen erscheint heller.
Normale LungenaufnahmeRöntgenuntersuchungen des Brustkorbes nutzen den Kontrast zwischen der lufthaltigen Lunge und dem Weichgewebe des Brustkorbes (Herz, Brustwand, Tumoren, Entzündungsgewebe etc.).
Wenn es der Zustand des Patienten erlaubt, sollten je eine Thoraxaufnahme in zwei Ebenen in tiefer Inspiration gemacht werden. Bei Intensivpatienten reicht meist eine a.p.-Aufnahme am Bett aus, die mit einem mobilen Röntgengerät durchgeführt wird.
An einen Herzzentrum wird eine Röntgenuntersuchung der Thoraxorgane vor allem bei folgenden Fragestellungen durchgeführt:
In der rheumatologischen Sprechstunde unserer Rheumaklinik sind Röntgenuntersuchungen auch heute noch unverzichtbarer Bestandteil zur Diagnosesicherung und Verlaufskontrolle.
Die Diagnose einer entzündlich–rheumatischen Erkrankung wird heute nach festen Kriterien der Rheumagesellschaften, nach ärztlicher Befragung und Untersuchung des Patienten und nach Auswertung von Labor- und Röntgenbefunden gestellt.
Die häufigsten Fragen sind:
Zur Frage einer Polyarthritis sind i.d.R. besonders hochauflösende Aufnahmen der Hände und Füße notwendig, um die sehr feinen Knochenveränderungen an den Gelenken auch nachweisen zu können.
Für die großen Gelenke reichen meist zwei Übersichtaufnahmen aus. Auch die Wirbelsäule wird zunächst mit Übersichtaufnahmen abgebildet. Daneben gibt es zahlreiche Spezialeinstellungen für weitergehende Fragestellungen wie Schräg-, Schicht- und Funktionsaufnahmen.

Das Röntgen der Hände mit feinstzeichnenden Folien ist auch heute noch die wichtigste radiologische Untersuchung zum Nachweis einer rheumatoiden Arthritis (RA).
Im frühen Stadium treten gelenknahe Entkalkungen auf (links).
Nach ca. 4-6 Monaten sind dann die typischen randständigen Erosionen zu sehen (Pfeile).
Die digitale Radiographie spart Kosten für Röntgenfilme, Filmentwicklung und Archivierung. Anstatt eines Röntgenfilms werden Speicherfolien oder Flachbettdetektoren verwendet, die das Röntgenbild in digitaler Form (z.B. mit 2056 x 2056 Pixel) erzeugt.
Das elektronische Bild kann dann auf einem Monitor betrachtet, nachverarbeitet und auf Massenspeichern archiviert werden. Die Bilder können auch über bestehende Netze wie das Internet in andere Praxen oder Kliniken verschickt werden.
Das Skelettröntgen kann rasch durchgeführt werden, so dass lange Wartezeiten oder Anmeldefristen sowie Vorbereitungen nicht notwendig sind.
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