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Als besondere Therapiemöglichkeit stehen in der Kerckhoff-Klinik bei ausgewählten Patienten mit Herzschwäche im Endstadium die Möglichkeiten einer Herztransplantation (HTX) oder der Kunstherztherapie zur Verfügung.
Die Entscheidung hierzu ist meist ein längerer Prozess, der eine intensive Auseinandersetzung mit den genauen Umständen und den Vor- und Nachteilen erfordert. Während es für die Herztransplantation (HTX) relativ genaue Orientierungsleitlinien gibt, ist die Kunstherztherapie stets individuell zu bewerten.
- entsprechend ausgeprägtes Beschwerdebild, individueller Gesundheitszustand und Alter (in der Regel nicht über 70 Jahre)
- Herzultraschall mit entsprechend schlechten Befunden (u. a. vergrößerte linke Herz- kammer)
- Belastungs-EKG mit Atemmaske (Spiroergometrie)
- Rechtsherzkatheteruntersuchung
Steht der / die Betroffene der Transplantation als Therapiemöglichkeit offen gegenüber, erfolgt eine Diskussion der Ergebnisse in der Transplantationskonferenz, an der neben Kardiologen und Herzchirurgen viele weitere Berufsgruppen (u. a. Narkoseärzte, Krankengymnasten und Kardiotechniker) teilnehmen.
Fällt die Entscheidung für eine Transplantation bei dem betroffenen Patienten, dann folgt eine stationäre Aufnahme zur weiteren Diagnostik (Screening). Diese dient vor allem der intensiven Suche nach möglichen weiteren Erkrankungen, die einer HTX entgegenstehen könnten. Weitere Untersuchungen müssen ambulant ergänzt werden. Wenn alle Untersuchungen abgeschlossen sind und sie kein problematisches Ergebnis aufzeigen, dann kann nachfolgend, nach Übermittlung der Daten an Eurotransplant in Leiden, die sogen. „Listung“ erfolgen.
Für eine Kunstherztherapie kommen derzeit vor allem Patienten in Frage, die in der Klinik behandelt werden und sich in kritischem Zustand befinden.
Zurzeit wird in Fachkreisen aber viel darüber diskutiert, inwieweit auch relativ stabile Patienten mit weit fortgeschrittener Herzschwäche von einem Herzunterstützungssystem profitieren könnten.
Die Voraussetzungen hierfür entsprechen in etwa denen für eine HTX, mit dem Unterschied dass aus den verschiedensten Gründen bei den jeweiligen Patienten eine HTX nicht durchgeführt werden kann.
In Zukunft wird aufgrund der nicht ausreichenden Organspenden in Europa und besonders in Deutschland die Kunstherztherapie bei immer weiter entwickelten und komfortableren Systemen wahrscheinlich eine zunehmende Rolle spielen.
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