Anfahrt per PKW
Fußweg Parkplatz "Am Großen Teich"


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[Stand 2009]
Bei Verdacht auf Minderdurchblutung des Herzmuskels ist ein Belastungstest zur Beurteilung nützlich. Häufig ist eine Belastung mit dem Fahrrad wegen körperlicher Einschränkung (z.B. Gelenkproblemen) nicht möglich oder führt zu keinem verwertbaren Ergebnis.
In diesen Fällen kann eine Stress-Echokardiographie mit medikamentöser Belastung durchgeführt werden, die wie bei einer echten körperlichen Anstrengung zu einer Zunahme des Herzschlags und der Herzleistung führt.
Dazu wird während der Untersuchung ein Medikament ständig durch eine Plastikkanüle in die Armvene eingespritzt. Durch Aufzeichnung von Bewegungsabläufen in Ruhe und unter Belastungsbedingungen kann eine vergleichende Analyse der Herzwandbewegungen durchgeführt werden.
Beim Vorliegen einer normalen Wandbewegung kann eine Herzerkrankung als Ursache der Beschwerden ausgeschlossen werden und so eine Katheteruntersuchung vermieden werden.
Eine Minderdurchblutung des Herzmuskels bei Belastung führt zu nachweisbaren Störungen der Einwärtsbewegung und Dickenzunahme der betroffenen Herzwandabschnitte. Außer dem Vorliegen einer Minderdurchblutung kann auch anhand des Orts der Wandbewegungsstörungen das verantwortliche Herzkranzgefäß ermittelt werden.
Damit ergänzt die Stress-Echokardiographie den Befund einer Herzkatheteruntersuchung falls mehrere Kranzgefäße verengt sind. Gegebenenfalls kann dann die für die Beschwerden verantwortliche Verengung mit einem Ballon gezielt aufgedehnt werden (Ballonangioplastie).
Ein weiterer Untersuchungsgrund ist die Feststellung der Lebensfähigkeit von Herzmuskelgewebe (Vitalität).
Nach einem Herzinfarkt kann man mit einer medikamentösen Stress-Echokardiographie feststellen, ob das betroffene Herzmuskelareal abgestorben ist oder noch lebende Muskelzellen enthält. Bei noch lebendem Herzmuskelgewebe besteht die Möglichkeit einer Aufdehnung der Kranzgefäßverengung (Ballonangioplastie) oder Bypassoperation, um die Beschwerden abzustellen.
Eine Stress-Echokardiographie muß in nüchternem Zustand durchgeführt werden. Daher dürfen vier bis sechs Stunden vor dem geplanten Untersuchungszeitpunkt keine Speisen oder Getränke zugeführt werden.
Herzmedikamente sollen aber wie verordnet eingenommen werden.
Die eigentliche Untersuchung dauert ca. 30 Minuten. Einschließlich der Vorbereitungs- und Nachbeobachtungszeit müssen mindestens eine Stunde veranschlagt werden. Je nach Art der verabreichten Medikamente darf man anschließend nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen oder Tätigkeiten ausführen, die ein volles Reaktionsvermögen verlangen. Lassen Sie sich daher bitte abholen.
In der Regel ist eine Stress-Echokardiographie unkompliziert.
Gelegentlich können geringe Nebenwirkungen auftreten wie Zittern, Herzklopfen, Kopfschmerzen oder Übelkeit auftreten, die nach Beendigung der Untersuchung sofort verschwinden.
Leichtere Komplikationen wie Blutdruckabfall, Luftnot, Herzschmerzen oder Rhythmusstörungen sind in der Regel gut beherrschbar. Schwerwiegende Komplikationen (z.B. Herzinfarkt) sind sehr selten.
Trotzdem ist eine Aufklärung mit schriftlicher Einverständniserklärung vorgeschrieben.
Sie erhalten dazu einen Aufklärungsbogen mit einer ausführlichen Beschreibung der Untersuchungsmethode.
Anschließend haben sie zusätzlich Gelegenheit, Fragen an den Untersucher zu stellen.
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