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Kerckhoff-Klinik, Zentrum für Kardiologie und Herzchirurgie

Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim

+49 (0) 6032/996-0
Benekestr. 2-8
61231 Bad Nauheim

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Kombinierte Herz- und Gefäßeingriffe

Rund 10 Prozent aller Patienten, die am offenen Herzen operiert werden, leiden zusätzlich an einer Verengung der Halsschlagader (Arteria carotis). Ein chirurgischer Eingriff an der Carotis sollte vorgenommen werden, wenn eine hochgradige, symptomatische Verengung der A. Carotis, eine hochgradige oder auch eine symptomlose Verengung einer Seite bei gleichzeitig relevanter Verengung der Gegenseite vorliegt. Die Operation findet unter Vollnarkose statt. Bei der Operation wird die Halsschlagader über einen kleinen Schnitt am Hals freigelegt und anschließend die Engstelle ausgeschält. Je nach Befund wird ein kleiner Flicken (Patchplastik) eingenäht oder die Halsschlagader direkt vernäht. Während der Operation wird die Gehirndurchblutung über bestimmte Messungen kontinuierlich kontrolliert, um Durchblutungsstörungen rechtzeitig zu erkennen. Insgesamt handelt es sich um einen relativ unkomplizierten Eingriff, der Patienten aber vor den schlimmen Folgen eines Schlaganfalles im Rahmen der anschließenden Herzoperation bewahren kann. In ausgewählten Fällen kann die Carotis-Operation auch an der Herz-Lungen-Maschine erfolgen. Eine Operation ist aber immer nur ein Teil der Therapie! Grundsätzlich sind alle anderen Erkrankungen und Risikofaktoren für Arterienverkalkung (Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Blutfette und erhöhtes Körpergewicht) einzustellen bzw. medikamentös zu behandeln. All dies sollte in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt erfolgen.

Stenose Schematische Darstellung der Simultanoperation












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