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Thema: Transplantationsmedizin
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Neben einer ausreichende Körperhygiene ist unbedingt darauf zu achten, dass sich im geplanten Operationsgebiet (üblicherweise der Brustbereich unterhalb des rechten oder linken Schlüsselbeins) keine Klebereste von Pflastern oder EKG-Elektroden befinden und dieses Areal von Haaren befreit ist.
In Absprache mit dem behandelnden Kardiologen sollte nach Möglichkeit für etwa 10 Tage auf die Einnahme von ASS® / Aspirin® sowie auf Plavix® verzichtet werden, um das operative Blutungsrisiko zu reduzieren.Aus dem gleichen Grund muss vor der Operation nach Rücksprachen mit dem behandelnden Kardiologen eine bestehende Marcumar®-Therapie unterbrochen werden. Während dieser Periode müssen Heparin-Spritzen („Bauchspritzen) appliziert werden.
Auftretendes Fieber, Entzündungsreaktionen oder laborchemische Hinweise auf eine bestehende Infektion sind unverzüglich zu melden. Hier muss im Einzelfall die Operation verschoben werden und/oder eine entsprechende Infektausheilung erfolgen.
Prinzipiell ist es meist möglich einen Herzschrittmacher rechts wie links zu implantieren. In unserer Klinik werden Herzschrittmacher bevorzugt rechts und Defibrillatoren links implantiert. Beschwerden durch das implantierte Aggregat sollten, abgesehen von einem möglichen vorübergehenden Fremdkörpergefühl nicht bestehen.
Sollten körperliche Gebrechen oder Vorerkrankungen im Operationsgebiet bestehen (z.B. Voroperationen, Bestrahlungen, Schultergelenksarthrose) oder Operationen geplant sein, informieren Sie uns bitte darüber.
Wenn Sie aktiver Jäger oder Sportschütze sind, teilen Sie uns bitte Ihre Anschlagsseite mit.
Bitte teilen Sie uns bekannte Allergien mit.
In Abhängigkeit vom gewählten Anästhesieverfahren während des Eingriffs (Vollnarkose oder örtliche Betäubung mit/ohne Sedation), werden Sie entweder zur kurzzeitigen postoperativen Überwachung (2-6 Stunden) auf unsere Intensivstation II oder direkt auf die Normalstation verlegt.
Hier erhalten Sie einen Sandsack bzw. ein Eisbeutel, den Sie für den Rest des Tages auf die OP-Wunde legen sollten. Die Kompression soll eventuelle Nachblutungen verhindern und das Gewebe kann sich besser verkleben.
Bitte schonen Sie den Arm der operierten Seite um den Heilungsprozess zu beschleunigen und die Wundheilung nicht zu stören. Besonders ruckartige Scher- und Pendelbewegungen und schnelles Anheben des Arms über den Kopf sowie schweres Heben sind zu vermeiden.
Die Wunde ist unmittelbar nach dem Eingriff in der Regel zunächst noch gut betäubt. Sollten Sie dennoch beeinträchtigende Schmerzen verspüren, teilen Sie uns dies bitte mit, so dass Sie entsprechende Schmerzmittel erhalten können.
Wenn der Eingriff in örtlicher Betäubung mit einer Beruhigungssedation stattgefunden hat, können Sie bereits 2 Stunden nach dem Eingriff wieder Essen und Trinken.
Ist der Eingriff in Vollnarkose erfolgt, so bitten wir Sie in den ersten 4 Stunden nach dem Eingriff auf Essen und Trinken zu verzichten.
Prinzipiell können Sie, nachdem Sie auf der Normalstation angekommen sind, wieder aufstehen. Am OP-Tag bitten wir Sie allerdings darum, dies nur nach Rücksprache mit den Pflegekräften zu tun und das Aufstehen auf das Nötigste (z.B. den Toilettengang) zu beschränken.
Am Tag nach dem Eingriff findet in der Regel eine Schrittmacher-/Defibrillatorkontrolle in unserem Hause statt. Diese völlig schmerzfreie Überprüfung ist notwendig, um den korrekten Kontakt der Sonden mit der Herzmuskulatur zu kontrollieren, die Programmierung des Geräts zu optimieren und die Operationswunde abschließend zu beurteilen. Nachdem die Kontrolle des Aggregats erfolgt ist, die Wunde unauffällig erscheint und keine weiteren Beschwerden bestehen können Sie vom Stationsarzt nach Hause entlassen werden.
Vor der Entlassung erhalten Sie von uns einen Herzschrittmacher- bzw. einen Defibrillatorausweis ausgehändigt. Dieser enthält wichtige Angaben über Art, Funktion und Programmierung des implantierten Gerätes sowie Angaben zu Nachuntersuchungsterminen und sollte in Zukunft von Ihnen mitgeführt werden.
Auch zu Hause sollten Sie nach einer erfolgten Implantation darauf achten, dass die Wundheilung weiter normal verläuft. Damit das Aggregat und die Elektroden korrekt einwachsen können, legen wir Ihnen dringend eine körperliche Schonung für etwa 2-3 Wochen nahe. Insbesondere sind schwere körperliche Arbeiten mit den Armen, Heben von Lasten, Überkopfarbeiten aber auch Sportarten wie z.B. Tennisspielen für 4-6 Wochen zu unterlassen.
Durch zu heftige Aktivitäten könnten sich die Elektroden bewegen oder lösen und somit das implantierte System nicht mehr korrekt funktionieren.
Fäden sind im Normalfall nicht zu entfernen, da wir bevorzugt selbstauflösende Fäden verwenden. Baden oder Duschen ist nach abgeschlossener Wundheilung problemlos wieder möglich. Leichtes Abbrausen mit Wasser ist nach 5-7 Tagen, Reinigen mit Seife im OP-Gebiet aber erst nach etwa 14 Tagen zu empfehlen.
Bitte beachten Sie, dass sich in Abhängigkeit von der zugrundeliegenden Herzerkrankung bzw. der Art der bestehenden Herzrhythmusstörung Einschränkungen der Fahrtüchtigkeit ergeben. Diese Einschränkung ist nicht in der Operation begründet sondern in Ihrer Grunderkrankung.
Vor der Entlassung werden Sie in diesem Fall bereits von den behandelnden Ärzten darauf hingewiesen. Die Fahrerlaubnis kann für 3-6 Monate oder länger eingeschränkt bleiben. Insbesondere sind Patienten betroffen, die einen Defibrillator aufgrund von stattgehabtem Kammerflimmern implantiert bekommen.
Bitte beachten Sie, dass wir eine erste Schrittmacher- bzw. Defibrillatorkontrolle nach 8-12 Wochen empfehlen. Diese muss nicht zwingend in unserem Hause durchgeführt werden sondern kann auch durch einen niedergelassenen Kardiologen erfolgen. Wichtig ist allerdings, dass die Sondenwerte nach dem Einwachsen der Elektroden erneut kontrolliert werden um Fehlfunktionen auszuschließen oder zu erkennen.
Weiterhin sollten Sie in den ersten Wochen auf folgende Anzeichen achten:
Bitte kontaktieren Sie bei diesen Anzeichen umgehend Ihren behandelnden Kardiologen oder unsere Schrittmacher-/Defibrillatorambulanz
(Tel. 06032/996-2015 oder -2369).
Weitere Informationen zum Leben und Umgang mit einem implantierten Herzschrittmacher bzw. Defibrillator finden Sie auf den nachfolgenden Seiten.
Insgesamt kommt es sehr selten zu Komplikationen. Allerdings kann man diese, wie bei allen chirurgischen Eingriffen nicht mit Sicherheit ausschließen.
Man unterscheidet grundsätzlich allgemeine chirurgische Komplikationen, die allein durch die chirurgischen Maßnahmen (Hautschnitt, Präparation des Gewebes usw.) bedingt sind und bei jeder Art Eingriff auftreten können von speziellen Komplikationen, die durch die speziellen Maßnahmen der Implantation eines Herzschrittmacher- oder Defibrillatorsystems bedingt sind:
4. 1. Allgemeine chirurgische Komplikationen:
4.2. Speziellen Komplikationen im Rahmen von Herzschrittmacher- bzw. Defibrillatoroperationen:
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