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Thema: Transplantationsmedizin
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Wie bereits im Kapitel Implantation von Defibrillatorsystemen beschrieben, erfolgt am Ende der Operation ein sogenannter Testschock. Hierbei wird künstlich eine lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung (Kammerflimmern) induziert und während dieses Manövers überprüft, ob der implantierte Defibrillator diese Rhythmusstörung sicher erkennt und anschließend erfolgreich behandeln kann.
Gelingt es dem implantierten Defibrillator nicht, diese Rhythmusstörung zu behandelt, so wird der Patient mit Hilfe des fest im OP installierten Defibrillators aus dieser Rhythmusstörung befreit. In diesem Fall gilt es zu klären, ob evt. mit Hilfe verschiedener Programmieroptionen eine sichere Funktion zu erreichen ist oder ob der Grund für das Versagen eines implantierten Defibrillators in einer zu großen Herzmasse des Patienten begründet ist.
Implantationsschema einer Array-Elektrode
Dann kann es sein, dass das erzeugte Schockfeld nicht das gesamte Herz umspannt. In diesem Fall ist es notwendig eine zusätzliche Schocksonde zu implantieren. Hierzu erfolgt unter Vollnarkose ein etwa 2-3cm langer Schnitt an der linken Brustkorbflanke. Durch diesen Schnitt können nun ein oder drei zusätzliche Schocksonden, sogenannte subcutane Array-Fingerelektroden, unter der Haut entlang des Brustkorbs bis zur Rückseite eingeführt werden.
3-Finger-ArrayDiese Sonden werden mit dem implantierten Defibrillator verbunden. Der Defibrillator, kann so bei einem zukünftigen Schock die notwendige Energie über die transvenöse und zeitgleich über die zusätzlichen subcutanen Sonden abgeben.
Auf diese Art und Weise gelingt es fast immer ein bestehendes Kammerflimmern erfolgreich mit Hilfe des implantierten Defibrillators zu behandeln. Die sichere Funktion wird dann durch einen erneuten Testschock überprüft.
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